Monacos "fantastischer" Abend

uefa.com fasst für Sie die Reaktionen der Presse auf die Halbfinal-Hinspiele in der UEFA Champions League zusammen.

Am Dienstag und Mittwoch wurden in der UEFA Champions League die Halbfinal-Hinspiele ausgetragen. uefa.com fasst für Sie die Reaktionen der europäischen Presse zusammen.

AS Monaco FC - Chelsea FC 3:1

Fantastisch! In einer märchenhaften Saison schreibt Monaco eines der schönsten Kapitel der französischen Fußballgeschichte. Nach zwei schwerwiegenden Fehlentscheidungen zu Beginn der zweiten Hälfte vollbrachte eine Zehn-Mann-Elf Heldentaten und sicherte sich dank Fernando Morientes und Shabani Nonda den Sieg. (Aujourd'hui en France)

Monacos 3:1-Sieg war nicht nur eine fußballerische Angelegenheit. Die ganze Mannschaft hatte beschlossen, dass diese Begegnung keinen anderen Ausgang haben darf. Didier Deschamps ist es gelungen, wie bereits bei zahlreichen Gelegenheiten davor, der Mannschaft neues Leben einzuhauchen. Das ist das Ziel jedes Kreativen: das fertige Produkt so zu gestalten, dass es genauso aussieht, wie man es sich ursprünglich vorgestellt hat. Deschamps hat dieses Ziel erreicht. (L'Equipe)

Was hat nur Claudio Ranieri geritten? Indem er mit Jimmy Floyd Hasselbaink einen dritten Stürmer einwechselte, obwohl Chelsea im Halbfinal-Hinspiel gegen Monaco gut aussah, hat er die Mannschaft so aus dem Gleichgewicht gebracht, dass sie jetzt kurz vor dem Aus in der Champions League steht. Er sagte, er wollte mit dem dritten Angreifer den Druck auf einen Gegner erhöhen, der einen Mann weniger auf dem Platz stehen hatte. Es hätte funktionieren können, wenn Hasselbaink nicht einen einfachen Kopfball zu Chelseas Führung vergeben hätte, kurz bevor dann stattdessen Fernando Morientes Monaco in Front brachte. Unerklärlich bleibt jedoch, dass sich Ranieri überhaupt für eine so riskante Strategie entschieden hat. (The Guardian)

FC Porto - RC Deportivo La Coruña 0:0

So wie José Mourinho bei der Pressekonferenz vor dem Spiel angekündigt hat, wird das Halbfinale im Riazor entschieden. An diesem Abend werden wir auf ein lebendigeres Porto und eine Deportivo-Elf hoffen, die ebenbürtig ist. Die Qualität des Spiels hat mehr gelitten, als wir erwartet haben, insbesondere in der ersten Halbzeit. Als der portugiesische Meister endlich aufwachte, war es zu spät, obwohl Maniche mit seinem Pfostenschuss Pech hatte. Es steht aber fest, dass die Schuld für dieses Ergebnis bei Portos Spielern zu suchen ist, die sich gestern Abend nicht aufraffen konnten. Zum ersten Mal in dieser Saison geht Porto ohne Führung ins Rückspiel, wobei sie in ihren Auswärtspartien niemals verlieren und immer treffen. (A Bola)

Es gab nichts interessantes zu berichten, erst recht nicht für die Zuschauer auf den Tribünen. Es ist das Halbfinale in der Champions League, und Mourinho sowie [Javier] Irureta, zwei eher unerfahrene Trainer in diesem Wettbewerb, verfolgten beide die gleiche Strategie - nicht verlieren. Solche Dinge passieren, wenn man in den Fußballadel des Kontinents aufsteigen will. [Deportivos Präsident Augusto César] Lendoiro hat auf diesen Moment zwölf lange Jahre gewartet und ihm dürfte die mäßige Leistung, die seine Mannschaft in Porto abgeliefert hat, völlig egal sein - zumindest wenn die Mannschaft am Ende die Fahrkarten für das Endspiel in Deutschland löst. (El Correo Gallego)