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Frankreich läuft Deutschland den Rang ab

Während die französischen Vereine große Erfolge feiern, können die deutschen Klubs nur zuschauen.

In jeder UEFA Champions League-Woche diskutiert uefa.com ein heißes Thema aus dem europäischen Fußball und lädt Sie ein, uns Ihre Meinung mitzuteilen.

Von Pete Sanderson

Wer auch immer den Spruch "Schreibe die Deutschen niemals ab" geprägt hat, mag sich jetzt ein wenig wundern, dass keine Mannschaft aus der Bundesliga in der UEFA Champions League die Runde der letzten Acht erreicht hat.

Schwerer Schlag
Eigentlich sind die Deutschen ja bekannt für ihre Beständigkeit, aber in dieser Saison haben sie sich gegen die europäische Elite sehr schwer getan. Der VfB Stuttgart startete zwar furios in den Wettbewerb und erreichte ohne Mühe das Achtelfinale, aber dort kam das Aus gegen Chelsea FC. In dieser Runde war auch für den FC Bayern München Schluss - der deutsche Rekordmeister scheiterte am spanischen Giganten Real Madrid CF.

Dortmunder Niedergang
Noch schlechter erging es dem BV Borussia Dortmund, der in der Champions League-Qualifikation gegen den belgischen Verein Club Brugge KV im Elfmeterschießen ausschied und dann in der zweiten Runde des UEFA-Pokals gegen den FC Sochaux Montbéliard aus Frankreich rausflog.

Französische Triumphe
Während der deutsche Vereinsfußball nahezu am Boden liegt, ist der französische wie Phönix aus der Asche auferstanden. Olympique Lyonnais, das in der Gruppe A den Bayern eine Heimniederlage zufügte, und der AS Monaco FC stehen im Viertelfinale. Und weil Deutschland nun auf Platz 15 der UEFA-Rangliste abgerutscht ist, könnte es sein, dass sein dritter Champions League-Platz an das Nachbarland geht.

Peinliche Pleite
Und auch die deutsche Nationalmannschaft weiß von der Stärke der Franzosen ein Lied zu singen, verlor sie doch erst Ende letzten Jahres zu Hause gegen "Les Bleus" mit 0:3. Ist nach den Jahren des Erfolgs der deutsche Fußball ganz unten angekommen oder wird er sich, wie schon so oft, rechtzeitig wieder aufrappeln können, um Großes zu vollbringen?

Rosarote Brille
Man weiß es nicht genau, aber vielleicht werden die französischen Erfolge auch nur durch die rosarote Brille gesehen, denn vor Monaco und Lyon hat kein französischer Verein seit 1998 mehr das Viertelfinale erreichen können. Damals war es ebenfalls Monaco. Dennoch haben die beiden Mannschaften, die auch in der Liga vorn liegen, gezeigt, dass sie den großen europäischen Mannschaften das Wasser reichen können.

Erfolgsgeschichte
Zugegebenermaßen hat Frankreich in der Champions League schon Geschichte geschrieben. 1993 gewann Olympique de Marseille die erste Auflage des gerade neugeschaffenen Turniers. Monaco (1994), Paris Saint-Germain FC (1995) und der FC Nantes Atlantique (1996) standen im Halbfinale, während der AJ Auxerre (1997) das Viertelfinale erreichte.

Finanzielle Schere
Aber weil die finanzielle Schere zwischen den relativ bescheidenen französischen Mannschaften und den einflussreichen Konkurrenten aus Spanien, England, Italien und selbst Deutschland immer weiter auseinander klaffte, schien es unwahrscheinlich, dass die Ligue 1-Vereine mit den Großen der Zunft wieder würden mithalten können.

Allgemeine Trendwende
In diesem Jahr ist die Situation eine andere. Man kann kaum daran zweifeln, dass die finanzielle Kehrtwende im europäischen Fußball seinen Beitrag dazu geleistet hat, dass französische Vereine wieder konkurrenzfähig sind. So hat Monaco zum Beispiel davon profitiert, dass große Vereine wie Real Madrid CF sich von teuren Spielern wie Fernando Morientes getrennt haben, die zudem nicht unbedingt zum Stammpersonal zählen, um die Gehaltskosten in den Griff zu bekommen.

Ihre Meinung zählt
Was denken Sie darüber? Ist nun der Niedergang des deutschen Vereinsfußballs eingeläutet, oder kann sich Deutschland noch einmal aufrappeln und den französischen Mannschaften wieder Konkurrenz machen?. Äußern Sie sich hier zum Thema der Woche bei uefa.com.

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