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Reaktion der Europa-League-Vereine auf COVID-19 zeigt die Kraft des Fußballs, Gutes zu bewirken

Im Folgenden erfahren Sie, was die an der UEFA Europa League teilnehmenden Vereine unternommen haben, um die Menschen in ihren Ländern und Regionen beim Umgang mit der COVID-19-Pandemie zu unterstützen.

Alle Klubs, die sich noch im Wettbewerb befinden, haben zahlreiche Initiativen ins Leben gerufen, um ihre Fans und die lokale Bevölkerung während der langen fußballfreien Zeit zu unterstützen.

Zu den Aktivitäten gehörten Spendenaktionen zum Kauf von lebensrettender medizinischer Ausrüstung, die Zustellung von Lebensmitteln für ältere und gefährdete Menschen sowie die Verbreitung wichtiger Botschaften zum Schutz der Gesundheit anhand der enormen Reichweite des Fußballs.

„Der Fußball hat wirklich die Fähigkeit, Gutes zu bewirken“, so UEFA-Präsident Aleksander Čeferin. „Diese Beispiele zeigen das einmal mehr.“

FC Basel 1893

Der Verein startete im April eine Solidaritätskampagne unter dem Hashtag #Zämmestoo gegen Corona (Basler Dialekt für „Zusammenstehen“); die Kampagne steht unter dem Patronat von Klublegende Karli Odermatt. Während mehreren Wochen stellten unzählige aktuelle und ehemalige FCB-Spieler sowie andere Vereinsvertreter diverse Unikate zur Verfügung, die auf zämmestoo.fcb.ch versteigert wurden. Gemeinsam mit den Einzelspenden kamen dabei fast 70 000 Schweizer Franken zusammen. Der Betrag wurde aufgeteilt und an drei Wohltätigkeitsorganisationen gespendet, wovon zwei auf lokaler Ebene tätig sind und eine in der ganzen Schweiz und darüber hinaus.

FCB-CEO Roland Heri sagte: „Der Kreis hat sich geschlossen: Karli Odermatt hat diese einzigartige Aktion Anfang April eröffnet und nun durch das Treffen mit den drei auserwählten Institutionen wieder abgeschlossen. Dazwischen liegt ein riesiges Engagement von verschiedensten Menschen aus der großen FCB-Familie, die in den letzten Wochen einen großen solidarischen Einsatz zugunsten jener geleistet haben, die es aktuell noch schwerer haben als sonst schon. Das Resultat ist ein wunderbares und erfolgreiches Projekt, das uns während dieser schwierigen Zeit tagtäglich ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern vermochte.“

FC Kopenhagen

Eine der bemerkenswertesten Initiativen des Vereins unter vielen anderen war die Bereitstellung seines Stadions für die Stadt Kopenhagen zugunsten von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. Dadurch konnten diese den Unterricht unter Einhaltung der Abstandregeln wieder aufnehmen.

„Wir sind uns bewusst, dass dies für viele Schulen und Institutionen in Kopenhagen eine große Herausforderung ist, und deshalb möchten wir einen Beitrag zu einer möglichen Lösung leisten“, sagte Geschäftsführerin Katja Moesgaard.

Der Leiter der Kinder- und Jugendbehörde der Stadt, Jesper Christensen, fügte hinzu: „Wir müssen kreativ sein und es freut mich zu sehen, dass unsere großen kulturellen Einrichtungen, Wohnungsgesellschaften und Sportinstitutionen bereit sind, mitzuhelfen.“

Eintracht Frankfurt

Neben einem Lieferservice für Klubmitglieder, die ihr Zuhause während des Lockdowns nicht verlassen konnten, brachte der Verein auch eine innovative Online-Initiative zur Unterstützung der lokalen Gastronomie, des Kleingewerbes sowie kultureller und sozialer Einrichtungen auf den Weg, damit diese besser mit den plötzlichen Einnahmeausfällen zurechtkommen.

Über eine vom Verein eingerichtete Website konnten die Menschen ihren Lieblingsort in Frankfurt mit dem Betrag unterstützen, den sie dort üblicherweise monatlich ausgeben würden. Dafür erhielten sie vom jeweiligen Unternehmen einen Gutschein, den sie nach Ende des Lockdowns einlösen konnten. In einer offiziellen Erklärung von Eintracht Frankfurt hieß es: „Vor dem Hintergrund der Coronakrise und der gesellschaftlichen Herausforderungen, vor denen wir zurzeit alle stehen, kommen Solidarität, Kampfgeist und Beharrlichkeit eine noch größere Bedeutung zu, um die Region, ihre Menschen, örtliche Unternehmen und Institutionen zu unterstützen.“

FC Getafe

Die Stiftung des Vereins rief eine Reihe von Initiativen zur Unterstützung der an vorderster Front tätigen Einsatzkräfte ins Leben. So wurde unter anderem ein Team von Ärzten eingesetzt, das der örtlichen Bevölkerung über eine Online-Plattform kostenlose medizinische Unterstützung und Beratung zukommen ließ.

Der FC Getafe selbst spendete einen Betrag an das lokale Universitätskrankenhaus zur Finanzierung von persönlicher Schutzausrüstung wie wasserdichte Kittel, OP-Masken, Überziehschuhe, Handschuhe und Hauben. Die Stiftung spendete zudem Sanitätsartikel an Organisationen, die 350 Kinder und Erwachsene mit psychischen Erkrankungen unterstützen, für die COVID-19 eine besondere Gefahr darstellt.

Geschäftsführer Clemente Villaverde erklärte: „Wir engagieren uns weiterhin für diese Initiativen, die aufgrund dieser Situation ins Leben gerufen wurden. Wir müssen diese jetzt am Leben erhalten und uns ihrer Bedeutung bewusst werden, sowohl für uns als Verein als auch für die Bevölkerung von Getafe.“ Mehr Informationen zur Getafe-Stiftung (auf Spanisch)

Europa-League-Stars bedanken sich bei Menschen in systemrelevanten Bereichen
Europa-League-Stars bedanken sich bei Menschen in systemrelevanten Bereichen

Inter Mailand

Die Nerazzurri spendeten der nationalen Zivilschutzorganisation eine Million Masken und starteten die Crowdfunding-Kampagne #TogetherAsATeam zur Unterstützung der Impfstoff-Forschung am Institut für biomedizinische und klinische Wissenschaften des Krankenhauses Luigi Sacco in Mailand.

Dank Beiträgen von über 3 000 Fans sowie von Spielern der ersten Mannschaft, Betreuern, Vereinsangestellten und der Stiftung PUPI – eine vom ehemaligen Inter-Kapitän Javier Zanetti und seiner Frau Paula gegründete Non-Profit-Organisation zugunsten benachteiligter Kinder – kamen bei der Online-Initiative 658 000 Euro zusammen.

„Die persönlichen Botschaften von Spielern, Trainern und Mitarbeitenden haben die Bereitschaft zu Spenden und das Zusammenrücken der Gesellschaft stark gefördert“, erklärte Inter-CEO Alessandro Antonello.

Mit den Spenden wurden auch andere Projekte mitfinanziert:

• eine Task Force aus Ärzten, Pflegepersonal, ehrenamtlichen Geburtshelfern und Experten, die in den am stärksten betroffenen Krankenhäusern der Lombardei aushalf

• Bereitstellung von Intensivpflegeausrüstung für Krankenhäuser, darunter Beatmungsgeräte, Durchflussmesser, Atemschutzgeräte, Desinfektionsmittel für große Bereiche und Krankenwagen

• Bereitstellung von Gesundheitsprodukten, Babypflegeprodukten, Masken und Desinfektionsgels für Waisenhäuser und Einrichtungen für Minderjährige

Kurz nach dem Ausbruch von COVID-19 in Wuhan ließ Inter Krankenhäusern in der chinesischen Stadt 300 000 Gesichtsmasken zukommen.

Der Inter Campus, der in 30 der ärmsten Gegenden der Welt die Fußballentwicklung unterstützt, organisierte Videochats mit Trainern und Kindern aus der ganzen Welt. Um der Langeweile der Ausgangsbeschränkungen entgegenzuwirken, wurden Videoclips produziert, in denen Kindern gezeigt wird, wie man aus Papier Bälle und aus Flaschen Tore macht, um in den eigenen vier Wänden Fußball zu spielen.

„Die Pandemie hat die Menschen überall auf der Welt mit großer Wucht getroffen. Der großartige Einsatz aller im Gesundheitswesen tätigen Menschen hat es uns ermöglicht, wieder nach vorn zu schauen. Mit dieser Initiative wollen wir diesen Menschen danken, ihre Arbeit würdigen und gleichzeitig eine Botschaft der Einheit und Solidarität unter den Nationen senden“, sagte Inter-Präsident Steven Zhang.

İstanbul Başakşehir

Der türkische Verein beteiligte sich umfassend an den Sensibilisierungskampagnen für die Bevölkerung, die dazu beitrugen, die Ausbreitung des Virus auf ein Minimum zu begrenzen. Es wurden mehrere Videoclips produziert, in denen sich Spieler an die Fans richten, und über die verschiedenen Klubkanäle wurden Unterstützungsbotschaften an die in systemrelevanten Bereichen tätigen Menschen gesendet.

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Bayer 04 Leverkusen

Gemeinsam mit den anderen drei Bundesligisten, welche die Saison 2019/20 in der UEFA Champions League begonnen haben (Borussia Dortmund, Bayern München, RB Leipzig), beteiligte sich Leverkusen an einem Solidaritätsfonds in Höhe von bis zu 20 Mio. Euro zugunsten von Vereinen der ersten und zweiten Bundesliga, die mit den wirtschaftlichen Folgen der Fußball-Zwangspause zu kämpfen haben.

Die vier Vereine verzichteten auf Anteile von ca. 12,5 Mio. Euro aus nicht ausgeschütteten nationalen Medieneinnahmen der DFL für die Saison 2020/21 und schossen selber 7,5 Mio. Euro aus eigenen Mitteln in den Fonds ein. „Diese Kampagne unterstreicht, dass Solidarität in der Bundesliga und der 2. Bundesliga kein Lippenbekenntnis ist“, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert.

Darüber hinaus unterstützte die Werkself verschiedene lokale und regionale Aktivitäten und spendete knapp 50 000 Euro an Projekte in und um Leverkusen.

LASK

Angestellte und Spieler des österreichischen Vereins beteiligten sich an der lokalen Initiative #GemeinsamgegenCorona. Im März verpflichtete sich der Linzer ASK dazu, keine Mitarbeitenden zu beurlauben. Stattdessen unterstützten die betroffenen Angestellten während ihrer üblichen Arbeitszeit das Österreichische Rote Kreuz und erhielten dabei weiterhin ihre Gehälter vom LASK.

So halfen sie bei der nationalen Coronavirus-Hotline aus und koordinierten die Testung potenziell infizierter Personen. Die Spieler nahmen ihrerseits zu Hause (oder im Militärdienst) kurze Videoclips auf, in denen sie die Fans dazu ermunterten, während der in Österreich geltenden Ausgangsbeschränkungen zu Hause zu bleiben.

LASK-Geschäftsführer Andreas Protil sagte: „Da wir gleich zu Beginn dieser Krise aufgrund unseres Europa-League-Duells mit Manchester United in den nationalen Schlagzeilen waren, wollten wir diese Chance nutzen und eine Vorbildfunktion wahrnehmen. Daher haben wir beschlossen, auf öffentliche Mittel zu verzichten und unsere Angestellten für die Arbeit bei Hilfsorganisationen zur Verfügung zu stellen.“

Manchester United

Gemeinsam mit Stadtrivale Manchester City spendeten die Red Devils 100 000 Britische Pfund an Essensausgaben in der Region. Die vereinseigene Stiftung war ebenfalls sehr aktiv und belieferte unter anderem örtliche Wohltätigkeitsorganisationen mit Nahrungsmitteln, bot den jüngeren Fans Unterhaltungsangebote für zu Hause und spendete 300 000 Pfund an Partnerschulen.

Zu den weiteren Initiativen gehörten Geschenke für im Gesundheitsbereich und andere an vorderster Front der Pandemie tätige Personen sowie Kontaktaufnahmen mit älteren Fans; gleichzeitig konnte das Old Trafford als mobiles Testzentrum und als Reservestandort für Blutspenden genutzt werden. Für im Gesundheitsbereich arbeitende Menschen wurden 60 000 Mahlzeiten zubereitet und die Fans konnten Corona-Helden für besondere Würdigungen nominieren.

Olympiakos Piräus

Klubeigentümer Evangelos Marinakis schloss sich mit der Reederin Angeliki Frangou und dem Schokoladenhersteller ION zusammen und finanzierte zwölf Intensivbetten im Krankenhaus in Nikaia, einem Vorort von Athen. Die Kosten für die Betten mitsamt Ausrüstung, darunter Hightech-Beatmungsgeräte, Überwachungsmonitore, Pumpen und Defibrillatoren beliefen sich auf insgesamt 1,5 Mio. Euro.

Darüber hinaus wurden dem örtlichen Tzaneio-Krankenhaus Schutzmasken und medizinische Ausrüstung zur Verfügung gestellt, und im Rahmen eines TV-Spendenaufrufs des griechischen Fußballs zur Bewältigung der Krise beteiligte sich Evangelos Marinakis persönlich mit 100 000 Euro. Der Leiter internationale Beziehungen von Olympiakos, Kostas Vernikos, sagte: „Wir wollten unsere soziale Verantwortung zum Ausdruck bringen und unser Möglichstes tun, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen. Durch Solidarität und Liebe für all unsere Mitmenschen wird Olympiakos immer da sein für diejenigen, die auf Hilfe angewiesen sind.“

Glasgow Rangers

Die Rangers Charity Foundation hat sich auf verschiedenartige Weise für die Bevölkerung vor Ort und darüber hinaus eingesetzt. Über die Kampagne #AFoundationFromHome konnten Fans des Glasgower Traditionsvereins an diversen Aktivitäten für Menschen jeden Alters teilnehmen. Die Stiftung unternahm ferner große Anstrengungen, um externen Zielgruppen in diesen schweren Zeiten finanzielle und materielle Spenden zukommen zu lassen.

Stiftungsleiter Connal Cochrane sagte: „Als die COVID-19-Pandemie ausbrach und eine Ausgangssperre über das Land verhängt wurde, haben wir uns sofort dazu entschlossen, die Menschen hier und in anderen Gegenden durch eine Reihe von Projekten – alle im Rahmen unserer Initiative #AFoundationFromHome – zu unterstützen.

Von Anleitungen für pädagogische Spiele, die kostenlos per Post verschickt wurden, bis hin zu speziellen Videos für Fans mit Demenz im Rahmen unseres Programms ,Football Memoryʻ hat #AFoundationFromHome unsere wichtigsten sozialen Initiativen so angepasst, dass sie auch aus der Isolation zugänglich waren.

Weitere der aktuellen Situation angepasste Projekte waren Fitnessvideos für Erwachsene und Fußball-Geschicklichkeitsübungen für autistische und sehbehinderte Kinder. Zudem haben wir mit unserem langjährigen Partner UNICEF vereinbart, unsere bereits geleistete Spende in Höhe von 15 000 Pfund für dessen COVID-19-Aktivitäten zugunsten von Kindern auf der ganzen Welt einzusetzen.

Auf lokaler Ebene waren wir dank der Großzügigkeit unserer Fans in der Lage, Patienten in zwei Glasgower Krankenhäusern eine Freude zu machen, die nicht von Angehörigen und Freunden besucht werden konnten. Wir sind auch auf Hunderte von Fans zugegangen, die uns direkt um Unterstützung gebeten haben.

Letztendlich möchten alle Mitglieder unserer Stiftung, dass unsere Fans, Wohltätigkeitspartner sowie alle Kinder und Erwachsenen, mit denen wir auf lokaler Ebene arbeiten, gesund und wohlauf bleiben. Als wohltätige Einrichtung des Rangers Football Club nehmen wir unsere Verantwortung innerhalb der Rangers-Familie sehr ernst und hoffen, dass den Menschen durch unsere Tätigkeit im Zusammenhang mit COVID-19 mehr denn je bewusst geworden ist, dass wir immer für sie da sein werden.“ Mehr Informationen zur Rangers Charity Foundation

AS Rom

Als Verein, der in der Hauptstadt eines der am schwersten vom Coronavirus betroffenen Länder beheimatet ist, spielte die Roma für ihre Fans beim Umgang mit dieser beispiellosen Krise eine tragende Rolle.

Als viele ältere Menschen aufgrund der Ausgangssperre isoliert waren und ein größeres Risiko für eine Infektion trugen, ließ die vereinseigene Stiftung „Roma Cares“ sämtlichen Dauerkarteninhabern über 75 Jahren ein besonderes Paket zukommen. Der älteste Adressat hieß Eliseo Lorenzetti. Neben Nahrungsmitteln und medizinischen Utensilien wurde der 96-jährige Fan, der zum Zeitpunkt der Gründung seines Herzensvereins bereits vier Jahre alt war, mit einem signierten Trikot von Starstürmer Edin Džeko beschenkt.

Der Klub setzte sein eigenes Call Center dafür ein, ältere Fans und Menschen mit Behinderung mit örtlichen Lieferdiensten in Verbindung zu setzen, um ihnen Nahrungsmittel, medizinische Bedarfsartikel und andere Bedarfsgüter zukommen zu lassen.

Eine Roma-Spendenaktion brachte über 500 000 Euro ein, mit denen medizinische Ausrüstung für lokale Krankenhäuser gekauft wurde. Dazu gehörten acht Lungenbeatmungsgeräte, acht vollständig ausgestattete Intensivbetten, 70 000 Schutzmasken, 11 000 Flaschen Desinfektionsgel sowie 32 000 Paar Schutzhandschuhe, die an Krankenhäuser, Kirchen, Pflegeeinrichtungen, Obdachlosenheime und an Personen in systemrelevanten Berufen gingen.

Weitere soziale Initiativen des AS Rom:

• Zur Förderung des Heimunterrichts schenkte Vereinsmaskottchen Romolo 55 von der örtlichen Kinderstiftung „Forum del Terzo Settore“ ausgewählten Familien einen Tablet-Computer.

• Im Rahmen der Social-Media-Kampagne HEROES wurden die Geschichten von 72 Ärztinnen und Ärzten, Krankenpflegenden und medizinischen Fachleuten auf der ganzen Welt erzählt, die gegen die COVID-19-Pandemie kämpfen.

• Für im Gesundheitssektor tätige Menschen wurden 5 000 Freikarten zum ersten Roma-Heimspiel, bei dem Zuschauer zugelassen sein werden, reserviert.

• Im Gesundheitssektor tätige Personen erhalten beim Kauf von Eintrittskarten für die Saison 2020/21 einen besonderen Rabatt.

FC Sevilla

Im Rahmen einer klubeigenen Initiative unter dem Motto „Ich kümmere mich um dich“ riefen Mitarbeitende besonders gefährdete und insbesondere ältere Menschen in der Fangemeinde an, um sie auf das Infektionsrisiko zu sensibilisieren und sie aufzufordern, zuhause zu bleiben. Die Stiftung des FC Sevilla verfolgte auch regelmäßig, wie es um die Gesundheit dieser Fans stand. „Wir werden unsere älteren Mitglieder auch weiterhin anrufen und unterstützen; es ist eine moralische Verpflichtung, zumal wir ohne ihr Engagement und ihren Beitrag nicht dort wären, wo wir heute sind“, erklärte Jesús Gómez, Kommunikationsdirektor des FC Sevilla.

Außerdem unterstützte die Stiftung die Essensausgabe lokaler Wohltätigkeitsvereine, damit die ärmsten Menschen der Stadt während der Kontakt- und Ausgangssperren nicht Hunger leiden mussten.

Die Spieler ergriffen auch selbst die Initiative und hielten Kontakt mit Anhängern des Klubs. Als ein Fan des andalusischen Vereins in die städtische Klinik Virgen Macarena eingeliefert wurde, nachdem er COVID-19-Symptome gezeigt hatte, erhielt er überraschend einen Anruf von Sevilla-Stürmer Franco „Mudo“ Vázquez, der ihm eine rasche Genesung wünschte.

Auch Mittelfeldspieler Antonio Zarzana zeigte sich solidarisch und richtete auf seinem Instagram-Profil einen Gruß an alle Fans des FC Sevilla: „Geht nicht schlafen, ohne vorher etwas gegessen zu haben. Ihr könnt mir immer schreiben. Was ich habe, möchte ich jenen geben, die es am meisten brauchen – ihr müsst mir einfach eine private Nachricht schicken.“

Mittelfeldspieler Éver Banega verbrachte die Zeit in seiner argentinischen Heimatstadt Rosario, wo sich seine Familie mit einer Fußballmannschaft vor Ort zusammentat, um Lebensmittel und warme Kleidung an Menschen in Not zu liefern.

Schachtar Donezk

Gemeinsam mit der Rinat-Achmetow-Stiftung spendete Schachtar Donezk 20 000 COVID-19-Testkits an medizinische Einrichtungen in der ukrainischen Region Charkiw. Dank der Schnelltests, die Gesundheitsbehörden beim Erkennen und Isolieren von COVID-19-Ausbrüchen helfen, können Labore innerhalb von nur 15 Minuten potenzielle Infektionsfälle ausmachen. „Ich freue mich, dass wir als ganzes Team eine gute Tat für meine Heimatstadt vollbringen konnten“, erzählte Waleri Bondar, Verteidiger bei Schachtar Donezk.

Während der landesweiten Kontakt- und Ausgangssperren im April gaben Andrij Pjatow und Sergei Kriwtsow ihr Debüt in einer zwölfteiligen Videoreihe, in der sie Schülerinnen und Schüler Fitnessübungen für zuhause vermittelten. Die Reihe, die unter dem Motto „Digitaler Sportunterricht für Schulkinder“ stand, wurde auf verschiedenen Kanälen des Klubs beworben.

VfL Wolfsburg

Die Kampagne #wirhelfen des VfL Wolfsburg wurde ins Leben gerufen, um älteren Klubmitgliedern und Saisonkarteninhabern die nötige Unterstützung zu bieten. Spieler und Spielerinnen der ersten Mannschaften, darunter Robin Knoche, Felix Klaus, Svenja Huth und Sara Doorsun, nahmen den Hörer in die Hand, um 75 Fans mit einem persönlichen Anruf zu überraschen. Zudem erledigten VfL-Mitarbeitende Botengänge, gingen einkaufen oder holten Rezepte und Medikamente ab. „Es haben sich alle sehr gefreut, dass ich angerufen habe. Sie haben mir aus ihrem Alltag berichtet, wie es ihnen geht und ob sie Unterstützung bekommen. Wir in der Mannschaft hoffen sehr, dass alle gesund bleiben und dass es ihnen gut geht“, so der Verteidiger Robin Knoche.

Um Kinder und Eltern im Kampf gegen die Langeweile zu unterstützen, verteilten Spieler auch Geschenktüten an die rund 3 500 Mitglieder des Fanklubs. „Das war eine tolle Aktion“, berichtete Kevin Mbabu. „Es hat riesigen Spaß gemacht, die Kinder zu überraschen und die Freude in ihren Gesichtern zu sehen. Das war für sie und für uns eine schöne Abwechslung vom Alltag.“

Der Klub sammelte außerdem Spenden in Höhe von 30 000 Euro und übergab bereits zu Anfang der Krise der Stadt Wolfsburg 100 000 OP-Masken, die angesichts mangelnder Schutzausrüstung den medizinischen und sozialen Einrichtungen zugutekamen. „Das Tragen von Masken ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen das Virus und wir freuen uns, dass wir da auf diese Weise unseren Teil dazu beitragen können“, erklärte VfL-Geschäftsführer Michael Meeske.

Wolverhampton Wanderers

Den Wolverhampton Wanderers war es besonders wichtig, dass die älteren und besonders gefährdeten Menschen vor Ort in Kontakt mit den Vereinspersönlichkeiten sein konnten. Ferner wurden für sie Einkäufe getätigt und Medikamente abgeholt; außerdem wurden die Mitglieder online unterstützt und es wurden diverse Programme und Initiativen gestartet.

Das Pflegepersonal und die Stadt Wolverhampton erhielt zudem kostenlos Masken und weitere Schutzausrüstung. In Sachen Fundraising zeigten sich die Wolverhampton Wanderers kreativ: Die Einnahmen aus einer Versteigerung über das Portal eBay und dem Verkauf von Masken im Vereinslook gingen an das Krankenhaus und Gesundheitseinrichtungen vor Ort. Auch der Kader und die Betreuer steuerten beachtliche Summen bei.

Junge Fans konnten auf informative und unterhaltsame Materialien zurückgreifen. Außerdem wurden den städtischen Essensausgaben Lebensmittel gespendet und die jährliche Gedenkfeier, in deren Rahmen Fans geliebten Menschen Tribut zollen können, per Video übertragen.