Regionen-Pokal lässt Träume wahr werden

Die achte Auflage des UEFA-Regionen-Pokals verspricht ein weiterer Erfolg für Europas beste Amateurfußballer zu werden. Das Ziel ist die Endrunde im Sommer 2013.

Braga gewann den UEFA-Regionen-Pokal 2010/11
©Sportsfile

Die achte Auflage des UEFA-Regionen-Pokals verspricht ein weiterer Erfolg für Europas beste Amateurfußballer zu werden. 37 Teams brennen darauf, sich für einen der acht Plätze bei der Endrunde im Sommer 2013 zu qualifizieren. Das Finale wird im Land eines der acht Teilnehmer ausgetragen.

Nach dem Start des Wettbewerbs in seiner momentanen Form im Jahr 1999 brachten die bislang sechs Auflagen eine interessante Mischung an Amateurspielern hervor: Angefangen von jenen, die sich für höhere Aufgaben bei größeren Klubs empfehlen wollen bis hin zu Spielern, die danach trachten, ihren Karriere-Ausklang mit einer einmaligen Erfahrung zu krönen. Hauptberufliche Anwälte in den 30ern treffen auf jugendliche Stürmer, die sich einen Namen machen wollen. Eine einzigartige Atmosphäre, die sich sowohl in den Teamhotels als auch direkt bei den Spielen bemerkbar macht.

Jim Boyce, Vize-Vorsitzender der UEFA-Kommission für Junioren- und Amateurfußball, war schon immer ein großer Verfechter des wahrscheinlich am wenigsten bekannten UEFA-Wettbewerbs und meint im Gespräch mit UEFA.com: "Ich habe immer wieder erwähnt, dass der Regionen-Pokal eine enorm wichtige Innovation der UEFA war. Dieser Wettbewerb ist für die Spieler gedacht, die nicht einmal in ihren kühnsten Träumen daran gedacht hätten, dass sie je an einem europäischen Wettbewerb teilnehmen würden."

Javier Jepes, der den Wettbewerb 2009 in Kroatien als Trainer von Castilla y Léon AMA gewinnen konnte, kennt die besondere Bedeutung des UEFA-Regionen-Pokals für die Teilnehmer und schwärmte von der unvergleichlichen Atmosphäre in der Finalrunde: "Es haben sich während des Turniers viele Freundschaften zwischen Spielern und Trainern der verschiedenen Teams entwickelt. Das macht die Besonderheit von Amateurfußball aus."

Der olympische Gedanke steht im Vordergrund des UEFA-Regionen-Pokals. Für viele europäische Schiedsrichter bietet die Veranstaltung aber auch die große Möglichkeit, auf der Karriereleiter nach oben zu klettern. Der italienische Offizielle Paolo Tagliavento leitete das Finale im Jahr 2007 in Bulgarien und kommt mittlerweile in den Qualifikationsrunden der UEFA Champions League und der Gruppenphase der UEFA Europa League zum Einsatz.

Der Schiedsrichterbeobachter bei der Endrunde 2009, Robert B. Valentine, war selbst zwischen 1954 und 1988 als Schiedsrichter tätig und erklärte gegenüber UEFA.com den besonderen Stellenwert des Wettbewerbs für die teilnehmenden Schiedsrichter: "Ich habe keinen Zweifel, dass in fünf oder sieben Jahren viele Teilnehmer des Regionen-Pokals mit den Worten vor ihren Fernseh-Geräten sitzen werden: 'Ich kann mich an diesen Schiedsrichter erinnern, er war damals beim Regionen-Pokal dabei. '"

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