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UEFA-Bericht zum Finanz- und Investitionsumfeld im europäischen Klubfußball zeigt Einnahmen in Rekordhöhe

Die UEFA Klublizenzierung Medienmitteilungen

Die UEFA hat ihren jährlichen Benchmarking-Bericht zur Klublizenzierung im europäischen Fußball herausgegeben, der neu unter dem Titel „Das Finanz- und Investitionsumfeld im europäischen Klubfußball“ veröffentlicht wird.

In neuem Format und frischem Look bietet der Bericht erneut den zuverlässigsten, präzisesten und ausführlichsten Überblick über die finanzielle Situation im europäischen Klubfußball. Wie bereits in dem im vergangenen Herbst erschienenen „Bericht zum Talent- und Wettbewerbsumfeld im europäischen Klubfußball“ (nur auf Englisch) aufgezeigt, war das Interesse am europäischen Fußball mit Rekordzuschauerzahlen in ganz Europa so hoch wie nie zuvor. Die Finanzzahlen spiegeln dieses Interesse anhand der Einnahmenströme wider, die alle einen schnellen Zuwachs verzeichnen; die Gesamteinnahmen 2023 werden so schnell ansteigen wie nie zuvor. Das hohe Interesse an Akquisitionen und Investitionen im Klubfußball aus der ganzen Welt ist ebenfalls ein Beweis für das Vertrauen der Investoren in den europäischen Fußball und seine einzigartige Attraktivität.

Website des Berichts

So lagen die Einnahmen der Erstligaklubs im Finanzjahr 2022 trotz einiger verbliebener pandemiebedingter Folgen mit knapp EUR 24 Mrd. auf Rekordniveau. Basierend auf den früh eingereichten Daten wird erwartet, dass die Einnahmen im Finanzjahr 2023 auf über EUR 26 Mrd. steigen werden. Trotz der Pandemie sind laut dem Bericht die Einnahmen im europäischen Klubfußball zwischen 2013 und 2023 jedes Jahr um über eine Milliarde Euro von EUR 15 Mrd. auf die erwarteten EUR 26 Mrd. gestiegen.

UEFA-Präsident Aleksander Čeferin:

„Der Erfolg des europäischen Fußballs basiert auf offenen Wettbewerben, sportlicher Exzellenz und Einheit innerhalb der europäischen Fußballpyramide. Er beruht zudem auf Wettkampf und gesunder Rivalität auf dem Platz, die auch über das Spielfeld hinausgehen, sowie auf den unverrückbaren Grundprinzipien von sportlichem Verdienst und Solidarität. Das Modell zeigt, wie wichtig die an der Spitze der Fußballpyramide erzielten Einnahmen mit Blick auf die so wichtigen Investitionen in den Breitensport an der Basis sind. Dieser Bericht zum Finanz- und Investitionsumfeld im europäischen Klubfußball ist ein echter Beweis für die Rolle der UEFA als Verfechterin dieser Grundsätze.“

Aus dem Bericht geht hervor, dass 93,5 % der Einnahmen aus den UEFA-Klubwettbewerben an die teilnehmenden Vereine zurückfließen, während die verbleibenden 6,5 % in den Amateurfußball auf nationaler Ebene investiert werden. Ferner sind die Einnahmen aus den UEFA-Wettbewerben in den letzten zehn Jahren um beeindruckende 122 % gewachsen.

Vor dem Hintergrund der Einnahmen in Rekordhöhe und der fairen Verteilung ist das europäische Sportmodell eine Erfolgsgeschichte. Der UEFA-Präsident fügte hinzu: „Dieses nachhaltige Modell untermauert die Vitalität, Widerstandsfähigkeit sowie das unvergleichliche Wachstum des europäischen Fußballs. Der Austausch mit wichtigen Interessenträgern wie den Nationalverbänden, Vereinen, Ligen, Spielern sowie den Fans hat gezeigt, dass das Erfolgsrezept dahinter ein leistungsorientierter Ansatz ist. Dieser muss gewahrt werden.“

Weder die UEFA noch der europäische Fußball ruhen sich auf ihren Lorbeeren aus. Aus dem Bericht geht hervor, dass die Gehälter in den Vereinen trotz der Einnahmenausfälle und des rückläufigen Transfermarktes in der Pandemiesaison 2020/21 deutlich gestiegen sind. 2022 erreichten sie in mehreren Ligen ein nicht mehr tragfähiges Niveau und machten in Frankreich 89 %, in Italien und Belgien 88 % und in Italien 83 % der Klubeinnahmen aus.

Andrea Traverso, UEFA-Direktor finanzielle Nachhaltigkeit und Recherche, erklärt in seinem Vorwort: „Es gibt allerdings Anzeichen, dass sich die Zusammenarbeit mit den Interessenträgern und die neuen reglementarischen Bestimmungen bereits auszuzahlen beginnen. Infolge der kommenden verschärften Regeln zur Kontrolle der Kaderkosten weisen die aktuellsten Zahlen eindeutig darauf hin, dass die Klubs sich darum bemühen, ihre Kosten unter Kontrolle zu bringen. 2023 stiegen die Spielergehälter um weniger als 1 % – der geringste Zuwachs seit Aufzeichnung der Daten. Dadurch konnten viele Vereine ihre Gehaltsquote auf ein gesünderes Niveau bringen.“

Der neu gestaltete Bericht, einer von zwei von der UEFA jährlich veröffentlichten Berichten zum europäischen Klubfußball, zeichnet anhand der Analyse der Finanzen von über 700 Vereinen und Leistungskennzahlen zu allen 55 Mitgliedsverbänden ein klares Bild der Klubfinanzen nach dem Ausklingen der Pandemie. UEFA-Präsident Aleksander Čeferin fügte abschließend hinzu: „Dieser Bericht gibt eine klare Vision für die Zukunft vor, die im Zeichen von Stabilität, Stärke und der andauernden Erfolgsgeschichte steht, an der nicht wenige, sondern alle teilhaben sollen.“

Gesamten Bericht herunterladen (derzeit nur auf Englisch)

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