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Breitenfußball: Eine globale Sprache

Breitenfußball

Die verschiedenen Referenten beim UEFA-Breitenfußball-Workshop in Noordwijk betonten die Bedeutung von Teamwork bei der Entwicklung des Breitenfußballs und wiesen ihr eine signifikante soziale Bedeutung zu.

Kinder bei einer praktischen Einheit des UEFA-Breitenfußball-Workshops
Kinder bei einer praktischen Einheit des UEFA-Breitenfußball-Workshops ©UEFA.com

"Gehen Sie nach Hause und arbeiten Sie noch härter. Der Breitenfußball verdient es." Das war eine der Kernaussagen von Per Ravn Omdal, dem UEFA-Botschafter für Breitenfußball, zum Abschluss des neunten UEFA-Breitenfußball-Workshops.

Die Veranstaltung in der niederländischen Küstenstadt Noordwijk wurde eröffnet mit einem Hinweis auf Nelson Mandela und Robben Island, wo Fußball hinter Gefängnismauern "mehr als nur ein Spiel" war und eine elementare Rolle spielte für das mentale und physische Wohlbefinden. Der Workshop endete mit Bezugnahme auf die Breitenfußball-Arbeit, die derzeit vom Norwegischen Fußballverband (NFF) geleistet wird, in Zusammenarbeit mit der Regierung, sowie in Vietnam, Mali und sechs Ländern in Nahost. Der Breitenfußball ist ohne Zweifel zu einer globalen Sprache geworden.

Die verschiedenen Referenten in Noordwijk betonten die Bedeutung von Teamwork bei der Entwicklung des Breitenfußballs und wiesen ihr eine signifikante soziale Bedeutung zu. Das große Thema des Workshops in den Niederlanden lautete Förderung und Entwicklung - was bei mehreren Veranstaltungen am letzten Tag deutlich zu erkennen war. Es ging dabei unter anderem um Behindertenfußball in der Türkei bis hin zu intensiven Schulprojekten, die derzeit in Georgien und Serbien unternommen werden.

Andy Roxburgh, der technische Direktor der UEFA, erklärte bei der Auftaktveranstaltung an diesem Tag: "Förderung ist kein Endprodukt." Er analysierte anschließend, wie wichtig Faktoren wie der Einsatz von Starspielern als Botschafter für den Breitenfußball sind; der Einfluss von Preisen, Sponsorenveranstaltungen und Festivals; und der Einsatz von Online-Technologien, um das Profil des Breitenfußballs weiter zu schärfen. Er rückte außerdem in den Vordergrund, wie wertvoll die Beteiligung von Profiklubs ist, wenn es darum geht, Gesellschaftsschichten zu erreichen und ein tiefgründiges Interesse an diesem Spiel zu wecken.

Dieses Thema wurde auch am letzten Nachmittag behandelt, als der gastgebende Verband, der Niederländische Fußballverband (KNVB), als erstes im Mittelpunkt stand. Wim van Zwam, der derzeit die niederländische U19 betreut, demonstrierte zusammen mit Aloys Wijnker, dem Leiter der Jugendabteilung des AZ Alkmaar, wie nationale Verbände und Vereine Hand in Hand arbeiten können, um den Breitenfußball zu stimulieren und die Stars der Zukunft zu fördern.

Die öffentliche Wahrnehmung ist oftmals, dass Vereine und Verbände an unterschiedlichen Strängen ziehen. Doch in Noordwijk haben die Gastgeber dargestellt, wie beide eine gemeinsame Grundlage für Breitenfußball und die Entwicklung von Spielern haben können. Van Zwam erklärte, dass die Kooperation auf klar definierten Verantwortungsbereichen aufbauen muss sowie auf der Arbeit an den regionalen Akademien und dem Engagement der Vereine in Breitenfußball-Aktivitäten für Jungen und Mädchen in ihren Einzugsbereichen. Piet Hubers, der technische Abteilungsleiter des KNVB, sagte: "Das Ziel ist, sich bei Breitenfußball-Aktivitäten als Partner zu sehen und Win-Win-Situationen zu schaffen."

Mit diesem Thema befasste sich auch Stig-Ove Sandnes, der Manager des norwegischen Erstligisten Tromsø IL. Er unterstrich, welch wichtigen Beitrag der Breitenfußball für das gesellschaftliche Leben liefert. "Schulen und Fußballvereine", erklärte er, "stehen im sozialen Fokus von allen, von Kleinkindern bis hin zu 70-Jährigen. Dies ist eng verbunden mit der Entwicklung von Talenten für die Profivereine. Im Moment sind nur fünf Spieler im Kader von Tromsø nicht aus der Region."

Der Workshop in Noordwijk drückte die Gedanken von UEFA-Präsident Michel Platini aus, der für die wichtige Beziehung zwischen Breitenfußball und dem Profibereich wirbt. Beim letzten UEFA-Kongress sagte er: "Sie vermitteln unseren Kindern und Kindeskindern Werte, führen sie durch die schönste aller Lebensschulen und machen unsere Gesellschaft auf ihre Weise ein bisschen besser." Der neunte UEFA-Breitenfußball-Workshop forderte alle 53 Mitgliedsverbände auf, seinen Enthusiasmus für den Breitenfußball zu teilen.