Die etwas anderen Highlights der Woche

Der schlechteste Torschütze in der niederländischen Geschichte, Gerüchte um den FC Bayern sowie ein tschechischer Brauch gehören zu den Highlights, die wir diese Woche in unseren bunten Geschichten präsentieren.

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Kruiswijks besondere Rekorde
"Als ich anfing, Fußball zu spielen, wollte ich auch Tore erzielen – das ist der besondere Spaß", erklärte Vitesse-Verteidiger Arnold Kruiswijk, nachdem er einen besonderen Rekord aufgestellt hatte. Er ist jetzt der Feldspieler, der im niederländischen Oberhaus am längsten ohne eigenen Treffer ist: Seit seinem Debüt im Februar 2002 in 302 Spielen bzw. 25 188 Minuten. "Ich bin nicht stolz, aber ich habe deshalb keine schlaflosen Nächte", sagte der 32-Jährige am Wochenende. Wegen seines anderen Eredivisie-Rekords vielleicht schon: Kruiswijk erzielte im September 2006 bei Groningen schon nach neun Sekunden ein Eigentor.

Boyd sofort hellwach
Der führende Torschütze seit Anbeginn der schottischen Premier League mit 167 Toren, der frühere Rangers-Goalgetter Kris Boyd, hält zudem mehrere Rekorde, nachdem er am Samstag bei Kilmarnocks 3:2-Sieg gegen Ross County das schnellste Tor in der Geschichte des schottischen Oberhauses erzielen konnte, nach genau 10,4 Sekunden. "Ich dachte zunächst, ich würde mich im Abseits befinden", sagte der 33-Jährige. Ebenfalls in Schottland übertrumpfte Celtic mit dem 27. ungeschlagenen Ligaspiel in Folge den Rekord von Jock Steins Celtic 1966/67. "Das ist ein unglaublicher Lauf", sagte Trainer Brendan Rodgers.

Apollon Ladies mal wieder geschlagen
Nach 146 Ligaspielen ohne Niederlage – darunter eine 96 Partien andauernde Weltrekord-Siegesserie – mussten die Apollon Ladies in Zypern nach neun Jahren mal wieder eine Pleite einstecken, als sie am 22. Januar AOANAE Famagusta 1:3 unterlagen.

Moreirenses unglaubliche Woche
Abstiegskandidat Moreirense ist in Portugal die Mannschaft der Woche. Das Team aus Moreira de Conegos (Einwohnerzahl: 6 000) gewann unter der Woche im Ligapokal-Halbfinale völlig unerwartet gegen den siebenmaligen Gewinner Benfica, ehe am Sonntag der gleichermaßen überraschende Finaltriumph gegen Braga folgte – was der erste bedeutende Titelgewinn für den Klub war.

Senegals Sow stellt Rekord auf
Fenerbahçes Moussa Sow verlor zwar mit dem Senegal im Africa Cup of Nations im Viertelfinale gegen Kamerun, trotzdem konnte der 31-Jährige Geschichte schreiben, da er als erster senegalesischer Spieler bei drei Ausgaben des Wettbewerbs Tore erzielen konnte. Das dürfte es jetzt jedoch gewesen sein. "Eine sehr gute Generation steht in den Startlöchern", sagte er. "Bis 2019 ist es noch ein langer Weg – ich denke nicht, dass ich dabei sein werde."

Deutsche Futsal-Feierlichkeiten
Deutsche Futsal-Feierlichkeiten©Getty Images

Die neue Futsal-Macht: Deutschland
Deutschland hat auf Nationalmannschaftsebene bereits 30 UEFA-Titel gewonnen. Trotzdem hinken sie in der Gesamtwertung Spanien hinterher, dank der Dominanz der Iberer bei UEFA Futsal EUROs. Bis jetzt. Letzte Woche feierte Deutschland endlich sein Futsal-Pflichtspieldebüt, nachdem man (zwangsläufig) das allererste Testspiel gegen England gewonnen hatte. Im ersten Spiel der Vorrunde der Futsal EURO kassierte Deutschland zwei späte Tore und verlor deshalb gegen Armenien, ehe man am Tag darauf gegen Gastgeber Lettland in den letzten sechs Minuten einen 0:3-Rückstand aufholte und noch unentschieden spielte. Zum Abschluss gewannen Paul Schomanns Mannen 5:4 gegen Estland: "Ich spüre, welches Steigerungspotenzial im Team schlummert, die Lernkurve ist sehr erfreulich."

Verschwörungstheorie der Woche
Bayern München ist unter Carlo Ancelotti zwar Bundesliga-Tabellenführer, trotzdem ranken sich jetzt schon Gerüchte darum, wer den Italiener eines Tages ersetzen könnte. Dabei werden vor allem Hoffenheims Julian Nagelsmann, Borussia Dortmunds Thomas Tuchel und RB Leipzigs Ralph Hasenhüttl genannt. Angesprochen auf diese Gerüchte, witzelte Nagelsmann: "Ich bin im Austausch mit Ralph Hasenhüttl und Thomas Tuchel. Wir einigen uns gerade, wer Trainer und wer Co-Trainer wird."

Willkommen in der Tschechischen Republik
"Ich fühlte mich geehrt und war zugleich überrascht", sagte der rumänische Verteidiger Bogdan Vătăjelu, der ein wenig verwirrt war, als er nach seinem Wechsel zu Sparta Praha gleich im ersten Testspiel die Kapitänsbinde tragen durfte. Der österreichische Mittelfeldspieler Andreas Ivanschitz wurde bei Viktoria Plzeň ähnlich willkommen geheißen. Was steckt hinter diesem seltsamen tschechischen Brauch? Vom Kapitän wird erwartet, einen Sonderbeitrag für die gemeinsame Kasse zu leisten – um Teamfeierlichkeiten zu finanzieren. Neuankömmlinge in der Tschechischen Republik sind gewarnt.

Seitenlinien-Selfie
Und hier noch das Selfie der Woche aus Malta: Juninho Cabral feiert auf besondere Weise einen Treffer für den Zweitligisten Senglea Athletic...

©Domenic Aquilina
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