"So viel Rangnick steckt nicht mehr in Hoffenheim"

Am 18. Spieltag steht das Spitzenspiel zwischen RB Leipzig und der TSG Hoffenheim an. RB-Sportdirektor Rangnick trifft auf seinen Ex-Klub, mit dem er 2008 eine ähnlich erfolgreiche Hinrunde absolviert hat.

RB-Sportdirektor Ralf Rangnick mit seinem Top-Torschützen Timo Werner
RB-Sportdirektor Ralf Rangnick mit seinem Top-Torschützen Timo Werner ©Getty Images

"Wir sind dabei, unsere eigene Geschichte zu schreiben", gibt sich Ralf Rangnick, Sportdirektor von RB Leipzig, vor dem Spitzenspiel gegen seinen Ex-Verein 1899 Hoffenheim selbstbewusst. Für den Aufsteiger läuft es rund in dieser Saison: 39 Punkte nach 17 Spielen, Tabellenplatz zwei und zu Hause noch ungeschlagen.

Erinnerungen an die Saison 2008/2009
Das alles erinnert sehr an die Hinrunde 2008/2009, die Rangnick als Trainer mit den Kraichgauern hingelegt hatte. Dort stand die TSG mit 35 Punkten sogar auf Rang eins. Doch in der Rückserie folgte der Absturz auf Platz sieben und somit das Verpassen des internationalen Geschäfts. "Mit Hoffenheim traten wir am Anfang wie Piraten auf, dann ließ das leider nach. Mit Leipzig sollte uns das nicht passieren."

Auch der Leipziger Abwehrchef Marvin Compper - 2008 ebenfalls in Hoffenheim - sieht sich diesmal besser gerüstet: "Die Mannschaft heute ist deutlich stabiler. Wir waren damals von der schnellen sportlichen Entwicklung überwältigt", meinte er.

Ralf Rangnick mit Marvin Compper während seiner Trainer-Zeit bei 1899 Hoffenheim
Ralf Rangnick mit Marvin Compper während seiner Trainer-Zeit bei 1899 Hoffenheim©Getty Images

"Leipzig hat, was Größe der Stadt, Fans, Sponsoren, Medieninteresse betrifft, eine andere Dimension. Wir können auf lange Sicht mehr werden als nur eine regionale Größe", steht für Rangnick fest.

Regionale Größe mit Erfolg
Am Samstag kommt aber eben diese regionale Größe noch ungeschlagen nach Leipzig und muss sich keineswegs vor dem Rekordaufsteiger verstecken. Mit sieben Siegen und zehn Unentschieden liegt das Team von Trainer Julian Nagelsmann auf Platz drei und stellt mit Sandro Wagner einen der treffsichersten Stürmer in dieser Saison.

Sein Pendant auf der Gegenseite steht Wagner aber in nichts nach. Auch Leipzigs Timo Werner hat bisher zehnmal getroffen.

Nagelsmann gibt sich jedenfalls sehr selbstbewusst: "Rangnick hat hier Großes geleistet und völlig zu Recht seine Spuren hinterlassen. Aber das ist lange her und der Verein hat sich weiterentwickelt. So viel Rangnick steckt nicht mehr in Hoffenheim."

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