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HSV baut auf Gregoritsch

Veröffentlicht: Freitag, 9. Dezember 2016, 14.02MEZ
Gerade rechtzeitig scheint Hamburgs Österreicher Michael Gregoritsch in Form zu kommen, um dem abstiegsbedrohten Hamburger SV mit seinen Treffern zu helfen. Doch um zufrieden zu sein, fehlen noch etliche Tore.
von Joris Krüger
HSV baut auf Gregoritsch
So wie in Darmstadt will Michael Gregoritsch in dieser Saison noch öfter mit dem HSV jubeln ©Getty Images

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Veröffentlicht: Freitag, 9. Dezember 2016, 14.02MEZ

HSV baut auf Gregoritsch

Gerade rechtzeitig scheint Hamburgs Österreicher Michael Gregoritsch in Form zu kommen, um dem abstiegsbedrohten Hamburger SV mit seinen Treffern zu helfen. Doch um zufrieden zu sein, fehlen noch etliche Tore.

Zwölf Spieltage ohne Sieg – und dann gab es für den Hamburger SV endlich den erster Dreier. Beim 2:0 in Darmstadt war Michael Gregoritsch mit seinem Führungstor der Dosenöffner, nachdem er schon zuvor im Nordderby gegen Bremen seine ersten beide Saisontore erzielt hatte.

Der erste Schritt auf den Weg zu neuen Ufern für den Österreicher? Denn in der Vorsaison war er nur auf insgesamt fünf Tore gekommen; zu wenig für einen Offensivmann, wie er in der Vorbereitung selbstkritisch zugab. "Ich hatte in fast allen Spielen der vergangenen Saison gute Chancen, die ich aber nicht genutzt habe. Das muss besser werden", sagte der 22-Jährige. Aus diesem Grund hat er sich für diese Saison mehr vorgenommen: "Mein Ziel ist es, zweistellig zu treffen. Die magische Marke sind zehn Tore."

Trotz seiner eher mauen Torrate hatte Gregoritsch in der letzten Saison beim HSV überzeugt. Nun will er mit Hilfe seiner Tore und Vorlagen seinem Verein aus der Krise helfen und den Abstieg verhindern. Nach einem Katastrophenstart in die Saison gelang mit der Mini-Serie von drei ungeschlagenen Spielen nun zumindest ein kleiner Befreiungsschlag.

Gregoritsch aber glaubt nach dem jüngsten Erfolg fest an einen Umschwung bei den Rothosen. "Der Knoten ist jetzt geplatzt. Es ist schön, dass wir uns viele Chancen herausspielen und sie auch nutzen. So bleiben wir in der Liga", sagte er selbstbewusst. "Wir sind jetzt eine Einheit und eine Mannschaft, die zusammenhält. Es macht Spaß, gemeinsam zu arbeiten", beschreibt er die Aufbruchsstimmung im Team.

Da sich der Erfolg bei den Hanseaten wieder eingestellt hat, möchte er so schnell wie möglich seinen bis 2019 laufenden Vertrag verlängern. "Ich fühle mich beim HSV und in Hamburg absolut heimisch. Es gefällt mir hier", sagte er. "Ich würde liebend gerne verlängern. Doch bisher ist noch keiner auf mich zugekommen. Ich hoffe, das ändert sich. Ich würde gerne bleiben und so schnell wie möglich darüber reden."

Seine ansprechende Verfassung blieb auch den Vereinen im Ausland nicht verborgen. Wir haben viele Anfragen für Michael- aus dem In- und Ausland ", verriet Berater Thies Bliemeister. Vereine nannte der Spieleragent nicht, aber es steht Southampton im Raum, was Gregorisch auch nicht dementiert.

Auch im Team Austria gilt der junge Stürmer als neuer Hoffnungsträger, er soll in naher Zukunft den altgedienten Stürmerstar Marc Janko vom FC Basel beerben. In der U21, bei der sein Vater seit Anfang 2012 als Cheftrainer tätig ist, brachte er konstant gute Leistungen und kam in 29 Einsätzen auf 20 Tore. So führte er seine Auswahl immerhin in die Play-offs zur UEFA U21 EURO gegen Spanien.

Aus diesem Grund kam es auch nicht überraschend, dass Anfang September die Einladung von Nationaltrainer Marcel Koller zum FIFA-WM-Qualifikationsspiel gegen Georgien im Briefkasten lag. Dennoch war Gregoritsch von seiner Erstnominierung mehr als überwältigt: "Es ist ein Traum in Erfüllung gegangen, und das ist keine Floskel. Ich habe mich gefreut wie ein kleines Kind."

Im Spiel gegen Georgien feierte er ein 13-minütiges Kurzdebüt. Bei den weiteren Spielen in den European Qualifiers wurde er wieder in den Kader berufen, jedoch bislang ohne weiteren Einsatz.

In Österreich ist er längst eine große Nummer; spätestens, als er 2010 in der österreichischen Bundesliga bei Kapfenberg sein Debüt in der Bundesliga gab – da war er noch für ein paar Tage 15 Jahre alt – und mit seiner zweiten Ballberührung zum jüngsten Torschützen aller Zeiten im Oberhaus aufstieg.

Aber das ist Vergangenheit. Die Gegenwart heißt HSV. Dort steht am Samstag die nächste Bewährungsprobe gegen den Abstieg an, wenn der FC Augsburg zu Gast an der Alster ist. Und weil die Schwaben als defensivschwach gelten, könnte ihm zum dritten Mal in Folge ein Tor gelingen.

Letzte Aktualisierung: 09.12.16 17.36MEZ

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