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"Gulasch" bescheiden und erfolgreich

Veröffentlicht: Samstag, 5. November 2016, 12.00MEZ
Sensationsaufsteiger Leipzig ist ohne seinen Keeper Péter Gulácsi kaum vorstellbar. Er hat nur einen Treffer mehr kassiert als Manuel Neuer, sein Klub ist dem FC Bayern dicht auf den Fersen.
von Constantin Laufer
"Gulasch" bescheiden und erfolgreich
Péter Gulácsi ist ein sicherer Rückhalt von Leipzig ©Getty Images

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Veröffentlicht: Samstag, 5. November 2016, 12.00MEZ

"Gulasch" bescheiden und erfolgreich

Sensationsaufsteiger Leipzig ist ohne seinen Keeper Péter Gulácsi kaum vorstellbar. Er hat nur einen Treffer mehr kassiert als Manuel Neuer, sein Klub ist dem FC Bayern dicht auf den Fersen.

"Wir arbeiten hart, haben auch neben dem Platz einen super Teamspirit und laufen unermüdlich", beschreibt der ungarische Nationalkeeper Péter Gulácsi die Einstellung der Spieler von RB Leipzig, wo er seine Brötchen verdient. Dass dies der richtige Weg zu sein scheint, zeigt ein Blick auf die Tabelle. Leipzig steht momentan ungeschlagen auf Platz zwei und stellt mit nur sechs Gegentreffern eine der besten Abwehrreihen der Liga.

"Die wenigen Gegentore sind ein Ergebnis der ganzen Mannschaftsleistung", gibt sich der 26-Jährige bescheiden. Trotz des erfolgreichen Saisonstarts denkt in Leipzig noch keiner an das internationale Geschäft: "Es sind erst neun Partien gespielt und die Saison ist noch lang. Wir bleiben mit beiden Beinen auf dem Boden und denken von Spiel zu Spiel." Am Sonntag ist der FSV Mainz 05 zu Gast in Leipzig, dort könnte er seine Bilanz auf fünf Spiele ohne Gegentor ausbauen.

Seit 2015 ist Gulácsi bei den Sachsen und sicherte sich zur Rückrunde der Aufstiegssaison seinen Stammplatz beim damaligen Zweitligisten.

Den größten Unterschied im Torwartspiel zwischen 1. und 2. Liga sieht er in der Qualität der Angreifer: "Die Offensivspieler können aus einer aussichtslosen Situation ein Tor machen. In der Bundesliga wird jeder Fehler sofort bestraft." Zudem werde man in der 1. Bundesliga als Torwart intensiver in das Spiel und den Spielaufbau einbezogen.

In England machte der 1,90 Meter große Schlussmann seine ersten Schritte im Profibereich, nachdem er 2007 von MTK Budapest in die U18 des FC Liverpool gewechselt war. Es folgten einige Auftritte für die zweite Mannschaft der Reds, Leihen in die League One und die Championship zu Hull City. Sein großes Vorbild wurde Edwin van der Sar, der erst mit Ajax und dann mit ManU die Königskasse gewann.

Sein endgültiger Durchbruch gelang ihm 2013, als er nach Österreich zum FC Salzburg wechselte. Neben dem zweimaligen Gewinn des Doubles aus Meisterschaft und ÖFB-Pokal gab er 2014 sein Debüt in der ungarischen Nationalmannschaft; zwei Jahre später stand er im Kader der Magyaren bei der UEFA Euro 2016. "Das war selbstverständlich eine tolle Erfahrung, dabei zu sein und sein Land zu vertreten, auch wenn ich nicht zum Einsatz gekommen bin."

Seit dem Beginn der FIFA-WM-Qualifikation ist er in der Nationalmannschaft gesetzt, er hat große Ziele: "Ich möchte Verantwortung übernehmen, mich weiterentwickeln und möglichst viele Spiele und Turniere als Nummer 1 von Ungarn bestreiten." Das nächste große Event ist die WM 2018, für die er so lange wie möglich die Chancen auf die Qualifikation wahren möchte. "Die Begeisterung in unserem Land ist eine riesige zusätzliche Motivation und pusht uns nach vorne."

©AFP/Getty Images

Auch in Ungarns Nationalteam ist Peter Gulacsi inzwischen die Nummer 1



Mit Ungarn in Russland glänzen und mit Leipzig vielleicht im nächsten Jahr international spielen – ausgeschlossen scheint gar nichts zu sein bei "Gulasch", wie er naheliegender Weise auch gern mal genannt wird. Und damit vielleicht doch eine Legende zu werden wie einst sein Idol van der Sar.

Letzte Aktualisierung: 05.11.16 12.37MEZ

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