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Süle will mit Hoffe hoch hinaus

Veröffentlicht: Donnerstag, 3. November 2016, 18.56MEZ
Er war der Senkrechtsrater der vergangenen Saison in Hoffenheim, und nun gehört der 21-jährige Niklas Süle zu den Leistungsträgern seiner Mannschaft, die in der Liga für Furore sorgt. Ein Porträt.
von Constantin Laufer
Süle will mit Hoffe hoch hinaus
Hoffenheims Niklas Süle lässt sich nach seinem Siegtreffer gegen Hertha feiern ©AFP/Getty Images

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Veröffentlicht: Donnerstag, 3. November 2016, 18.56MEZ

Süle will mit Hoffe hoch hinaus

Er war der Senkrechtsrater der vergangenen Saison in Hoffenheim, und nun gehört der 21-jährige Niklas Süle zu den Leistungsträgern seiner Mannschaft, die in der Liga für Furore sorgt. Ein Porträt.

"Das wird ein noch härteres Stück Arbeit. Aber wir sind gerade richtig gut in Form und wollen da oben bleiben", gibt sich Hoffenheims Innenverteidiger Niklas Süle vor dem Kracher-Spiel am Samstag gegen den FC Bayern München selbstbewusst.

Dazu hat er auch allen Grund. Die Kraichgauer sind in der bisherigen Saison noch ungeschlagen, feierten am letzten Wochenende im Top-Spiel gegen die Hertha ihren fünften Sieg in Folge und stellten damit den Vereinsrekord aus der Herbstmeister-Saison 2008 ein. Süle erzielte dabei den Siegtreffer und kann als einer der Garanten für den Hoffenheimer Höhenflug in dieser Saison gesehen werden.

Ein wichtiges Argument für den Erfolg sei die Kaderzusammensetzung: "Wir haben gute Neuzugänge und dazu einen wichtigen Kreis an Spielern gehalten." Einen weiteren Grund sieht er in der Taktik seines Trainers Julian Nagelsmann: "Wir haben für jeden Gegner den passenden Plan, den wir gut umsetzen."

Mit 21 Jahren zählt er bereits zu den Führungsspielern seiner Mannschaft; er hat schon 83 Bundesliga-Partien bestritten. 2010 kam er von Darmstadt in die U17 von Hoffenheim und gab 2013 im Abstiegskampf unter Markus Gisdol sein Debüt in der Profimannschaft. Ohne seinen Kreuzbandriss Ende 2014 wären es sicherlich noch einige Einsätze mehr auf dem Konto.

Trotz dieses Rückschlags kämpfte er sich zurück in Hoffenheims Startelf und kam in sämtlichen Junioren-Mannschaften des DFB zum Einsatz. 2016 folgte die Einladung zum Olympia-Team. Ungeachtet der bitteren Final-Niederlage im Elfmeterschießen war das Spiel im Maracana ein prägendes Erlebnis. "Dieses Finale ist eine Geschichte, die wir unseren Kindern noch erzählen werden. Das war ein absolutes Highlight."

Der nächste Höhepunkt für den 1,95 Meter großen Abwehrspieler folgte kurz darauf. Bundestrainer Joachim Löw nominierte ihn für das Freundschaftsspiel gegen Finnland, bei dem Süle sein Debüt für die A-Nationalmannschaft gab. "Das war natürlich auch ein Moment, auf den ich lange hingearbeitet habe", freute er sich anschließend. Macht er weiterhin mit guten Auftritten auf sich aufmerksam, kann er trotz großer Konkurrenz darauf hoffen, in Zukunft mit seinem Vorbild Jérôme Boateng das Abwehrzentrum der DFB-Elf zu bilden.

Dieser steile Aufstieg machte einige Top-Klubs auf den Deutschen aufmerksam, doch dieser wolle erst in gewohnter Umgebung den nächsten Schritt machen. Der ehemalige Hoffenheimer Nachwuchs-Chef Bernhard Peters hatte schon vor Jahren prophezeit: "Ein Best-Performer wie Süle wird seinen Weg gehen". Er scheint Recht zu behalten.

Letzte Aktualisierung: 03.11.16 18.59MEZ

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