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Alle jagen Salzburg

Am Wochenende startet Österreichs Bundesliga in die neue Saison. Alle jagen Salzburg, den Doublegewinner der letzten drei Jahre. Rapid, Austria und Co. haben aufgerüstet. Ob die Jagd gelingt?

Salzburg-Trainer Óscar García - erneut Meister oder nicht, das ist die Frage
Salzburg-Trainer Óscar García - erneut Meister oder nicht, das ist die Frage ©GEPA

Meister und Cup-Sieger Salzburg ist neuerlich der große Favorit auf die Ligakrone. Die Konkurrenz, allen voran Rekordmeister Rapid und Austria Wien, rechnen sich aber auch für die Saison 2016/2017 wieder Chancen aus und wollen die Vormachtstellung der Bullen endlich brechen.

Die Karten für die neuerliche Titelverteidigung stehen gut für die Salzburger. Trainer Óscar García, der seinen Vertrag noch vor Saisonstart bis 2018 verlängerte, musste zwar unter anderem Naby Keita zu RB Leipzig ziehen lassen, konnte aber mit Spielern wie Munas Dabbur, Stefan Stangl und Marc Rzatkowski den Kader verstärken.

"Wir haben fünf Spieler abgegeben und fünf neue geholt, haben aber dennoch einen größeren Wettbewerb innerhalb der Mannschaft als in der vergangenen Saison. Weil alle Spieler laufend an ihre Leistungsgrenze gehen müssen, ist das gut für die sportliche Entwicklung“, erklärte García. Neben der Liga steht für die Bullen auch die Mission "UEFA Champions League" auf dem Programm. Und im neunten Anlauf soll es nun endlich klappen.

Den Vorsprung von neun Punkten, den Salzburg im Vorjahr auf Vizemeister Rapid hatte, möchte Grün-Weiß in der anstehenden Saison verringern, ja sogar einholen. Für Neo-Trainer Mike Büskens ist die Chance der Überraschung gegeben. "Salzburg ist wieder Favorit, weil sie in der Lage sind, Ausfälle zu kompensieren. Sie sind breit und qualitativ sehr hochwertig aufgestellt. Wir nehmen die Rolle des Salzburg-Verfolgers aber gerne an und wollen sehr unangenehm sein."

Rapids Rekord-Transfers Arnor Ingvi Traustason und Ivan Močinić sowie der leihweise geholte Joelinton sollen an der Titel-Mission des SCR kräftig mitarbeiten. Ebenso ein wichtiger Faktor kann das neue Stadion werden. Mit der neuen Heimstätte an alter Stelle stehen zumindest die Vorzeichen auf eine uneinnehmbare Festung in Hütteldorf nicht schlecht.

Der Wiener Rivale Austria muss die nächsten beiden Saisonen im Ausweichquartier seine Heimspiele austragen. Während das Horr-Stadion um- und ausgebaut wird, werden die Veilchen im Ernst-Happel-Stadion versuchen, ihre Ambitionen auf den Titel zu wahren. Trainer Thorsten Fink sieht sich und seine Austria in Lauerstellung. "Salzburg ist Favorit, Rapid ist auch als Konkurrent zu sehen. Wir müssen schauen, dass wir ein Stück weit besser werden, dass wir die Großen angreifen können."

Beim Überraschungsteam des Vorjahres Admira Wacker, das als Abstiegskandidat gestartet war und schließlich in den Europa-League-Rängen abschloss, wünscht man sich einen guten Start, um das Momentum aus dem Vorjahr mitzunehmen. Einige Talente taten größere Schritte, jedoch musste man Leistungsträger Christoph Schößwendter zu Rapid ziehen lassen.

Die große Unbekannte ist der SK Sturm Graz. Seit ihrem Meistertitel im Jahr 2011 tun sich die Grazer schwer in die obersten Tabellenplätze einzudringen. Franco Foda, damals Meistertrainer, möchte seine Elf endlich aus dem Mittelfeld heraus und an die Spitze bringen. Wenn es auch nur zum Heranführen reicht, dürfte es ein Erfolg für Foda sein.

Mit Aufsteiger St. Pölten ist ein potenzieller Riesentöter und eine Unbekannte neu in der Bundesliga. In den Jahren zuvor konnte das Aufstiegsteam immer für Überraschungen sorgen und schloss zumeist im gesicherten Mittelfeld ab. Das wollen auch die Niederösterreicher von Trainer Karl Daxbacher. "In erster Linie wollen wir natürlich die Klasse halten. In zweiter Linie ist es bei zehn Mannschaften aber auch leicht möglich, wirklich weiter hinaufzukommen. Die Meisterschaft in der Mitte der Tabelle zu beenden, als Fünfter oder Sechster, das wäre schon ein Erfolg", sagte der ehemalige Austria-Trainer Daxbacher.

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