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Rapid weiht das neue Stadion ein

Mit einem 2:0-Sieg gegen Chelsea feierte der SK Rapid eine gelungene Eröffnungsparty in der neuen, 28 600 Zuschauer fassenden Heimstätte.

Das übergroße Wappen ist ein absoluter Blickfänger
Das übergroße Wappen ist ein absoluter Blickfänger ©Getty Images

Besser kann man eine neue Heimstätte eigentlich nicht einweihen. Der SK Rapid bezwang bei der Taufe des neuen Weststadions Chelsea durch Tore von Joelinton und Tomi mit 2:0. Jetzt startet der Klub in eine neue Ära.

In nur 17 Monaten Bauzeit wurde das Stadion aus der Erde gestampft. Auf dem Areal, auf dem zuvor das Gerhard Hanappi Stadion stand. Das neue Zuhause, dessen Baukosten 47,5 Millionen Euro betrugen, ist im Vergleich zum alten um 90 Grad gedreht, ungleich moderner und auch größer.

28 600 Zuschauer fasst das Stadion bei nationalen Spielen, 24 000 bei Begegnungen in der UEFA Champions League oder Europa League. Besonders der Block West, der eigentlich jetzt im Süden liegt, soll dabei für eine ohrenbetäubende Atmosphäre sorgen.

Architektonisch markant ist die Röhre bei der Haupttribüne, die mit einem 20 Meter hohen Rapid-Wappen einen echten Hingucker darstellt. "Wenn man da davor steht, das ist schon einzigartig. Man spürt die Tradition, das Stadion ist in grün-weiß und den Gründungsfarben blau-rot gehalten", sprach Geschäftsführer Christoph Peschek im Gespräch mit uefa.com.

"Jetzt haben wir infrastrukturell die Hausaufgaben erledigt", fügte Peschek weiters an. Nicht nur die höhere Zuschauerkapazität und die 41 VIP-Logen sollen für mehr Umsatz sorgen. "Mit der Nutzung von Eventlogen, sowie der Möglichkeit zur Ausrichtung von Kongressen, Messen, Taufen und Hochzeiten (im integrierten interreligiösen Andachtsraum, Anm.) soll die wirtschaftliche Grundlage gelegt werden, um sportliche Erfolge feiern zu können", erklärte Peschek.

Bei der Eröffnung selbst war das Weststadion natürlich ausverkauft. "Dieses Stadion kann uns viel Energie geben. Die Vorfreude war riesengroß. Es war leiwand", gab der neue Trainer Mike Büskens bereits im Wiener Dialekt von sich. 

Grund zur Überheblichkeit stellt ein 2:0-Sieg gegen Chelsea jetzt aber nicht dar. "Es war definitiv für alle Beteiligten ein schöner Tag. Wir sind zufrieden, aber wir wissen das auch realistisch einzuschätzen. Es hat eine Mannschaft gespielt, die nächste Woche in die Meisterschaft einsteigt und eine, die erst in die Vorbereitung eingestiegen ist", wusste Büskens. 

"Ich hasse es, zu verlieren", gab der Antonio Conte nach seinem Debüt als Chelsea-Trainer zu Protokoll. Gleichzeitig reihte er sich aber in die Liste der Gratulanten ein: "Es war mir und uns eine Ehre, hier zu spielen. Die Atmospähre ist fantastisch."

Während sein Team in der Vorbereitung nun erst richtig ins Schwitzen kommt, gastiert bereits in einer Woche die SV Ried zum Bundesliga-Auftakt im Westen Wiens. Dann wird sich zeigen, ob Rapid auch sportlich dem neuen Stadion gerecht wird.

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