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Unkündbar? Europas dienstälteste Trainer

Veröffentlicht: Samstag, 21. Mai 2016, 21.00MEZ
Nach zwölf Jahren bei Shakhtar Donetsk hat Mircea Lucescu bekannt gegeben, dass er als Trainer zurücktreten wird. Beeindruckend, aber noch weit von den dienstältesten Trainern Europas entfernt.
von Paul Saffer
Unkündbar? Europas dienstälteste Trainer
Ronnie McFall übernahm Portadown 1986 und trat erst dieses Jahr zurück ©Sportsfile

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Veröffentlicht: Samstag, 21. Mai 2016, 21.00MEZ

Unkündbar? Europas dienstälteste Trainer

Nach zwölf Jahren bei Shakhtar Donetsk hat Mircea Lucescu bekannt gegeben, dass er als Trainer zurücktreten wird. Beeindruckend, aber noch weit von den dienstältesten Trainern Europas entfernt.

Guy Roux (Auxerre 1961–2005)
Roux nahm sich von seinem Job vier kurze Auszeiten in den Jahren 1962, 2000 und 2001 bei dem Klub, für den er schon 1952 als Spieler und später als Spielertrainer aufgelaufen war. Roux führte Auxerre von der dritten Liga in die Ligue 1, erreichte mit dem Klub 1979 das französische Pokalfinale und feierte 1996 sogar die Meisterschaft, nachdem er 1992/93 im UEFA-Pokal bis ins Halbfinale vorgestoßen war. Unter ihm schafften Stars wie Eric Cantona, Laurent Blanc und Basile Boli den Durchbruch. 2005 trat Roux im Alter von 66 Jahren zurück, nur um 2007 für kurze Zeit in Lens anzuheuern.

Bemerkenswert: Er hält mit 894 Spielen auf der Trainerbank den Ligue 1-Rekord

Willie Maley (Celtic 1897–1940)
Maley gilt als erster Coach des Klubs, der 1887 gegründet wurde. Er holte mit Celtic 16 Meisterschaften und 14 schottische Pokale. Von seinen 1 614 Spielen auf der Celtic-Bank gewann er 1 045.

Bemerkenswert:  Er blieb mit Celtic zwischen dem 13. November 1915 und 21. April 1917 in 62 Spielen in Folge ungeschlagen - noch immer britischer Rekord

Sir Alex Ferguson (Manchester United, 1986–2013)
Unwahrscheinlich, dass jemals ein Trainer bei einem europäischen Topklub so lange im Sattel sitzen wird, wie Sir Alex im Old Trafford. Nachdem er bei Aberdeen erfolgreich auf sich aufmerksam gemacht hatte, startete er sein Engagement bei ManUnited unter den kritischen Augen von Fans und Journalisten. Er strafte alle Skeptiker mit 13 Titeln in der Premier League Lügen und löste Liverpool als englischen Rekordmeister ab, nachdem es ihm 1993 gelungen war, eine 25-jährige Durststrecke ohne Meisterschaft zu beenden. Zudem gewann Sir Alex, der heute als UEFA-Trainerbotschafter tätig ist, noch zwei Europapokale mit seinem Klub.

Bemerkenswert: ManUnited holte 28 seiner 42 Titel unter Ferguson: 13 in der Premier League, 5 im FA Cup, 4 im League Cup, 2 in der UEFA Champions League, 1 im Pokal der Pokalsieger, 1 im UEFA-Superpokal, 1 im Europa/Südamerika-Pokal, 1 in der FIFA-Klubweltmeisterschaft.

Ronnie McFall (Portadown 1986–2016)
Er wurde im Dezember 1986 - einen Monat nach Sir Alex Ferguson bei Manchester United - als Coach von Portadown angeheuert. McFall trat im März bei den Nordiren, für die er auch schon als Spieler aktiv war, zurück. 1990 gewann er mit seinem Team die Meisterschaft, was ihm später noch dreimal gelingen sollte.

Bemerkenswert:  Im November 2013 coachte er sein 1000. Spiel auf der Portadown-Bank

Valeriy Lobanovskiy (Dynamo Kyiv 1974–1982, 19841990, 1997–2002)
Lobanovskiy trainierte in seiner langen Karriere auch Dnipro Dnipropetrovsk, die sowjetische Nationalmannschaft, die Nationalteams der Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwaits und der Ukraine, aber seine größten Triumphe feierte er mit Dynamo, für das er schon als Spieler aktiv war. In den ersten zwei Jahren nach seinem Amtsantritt 1974 gewann er zweimal die sowjetische Meisterschaft, 1975 folgten der Pokal der Pokalsieger und der UEFA-Superpokal. Insgesamt gewann der Klub aus Kiew unter Lobanovskiy 13 Meisterschaften sowie 1986 erneut den Pokal der Pokalsieger. Seine revolutionären wissenschaftlichen Trainingsmethoden sind längst Legende. Kurz vor seinem Tod im Mai 2002 sagte er zu UEFA.com: "Was nicht zu meiner Spiel-Philosophie passt, ist nutzlos ..."

Bemerkenswert: Bei seinem letzten Engagement bei Dynamo gewann er 110 von 138 Ligaspielen, also stolze 79,7 Prozent.

Mickey Evans (Caersws 1983–2007, 2009–heute)
Evans spielte aktiv für Wrexham, seine größten Erfolge hatte er freilich als Coach von Caersws, für das er im Alter von 36 Jahren als Spielertrainer unterschrieb. In den nächsten 24 Jahren gewann er dreimal den Ligapokal und qualifizierte sich 2002 für den UEFA Intertoto Cup. 2007 trat Evans von seinem Posten zurück und arbeitete als Scout für Wrexham. Zwei Jahre später holte ihn Caersws auf die Trainerbank zurück, 2014 wurde er schließlich Fußball-Direktor bei seinem Klub, der inzwischen von seinem Sohn Graham Evans trainiert wird.

Bemerkenswert: Als Evans 2007 zurücktrat, war er der letzte noch aktive Trainer, der die Gründung der League of Wales 15 Jahre zuvor schon als Coach miterlebt hatte.

Letzte Aktualisierung: 22.05.16 1.17MEZ

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