Sion holt Schweizer Pokal und baut Serie aus

Sion hat einem 3:0 gegen Meister Basel den Schweizer Pokal gewonnen und sich damit für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert. Im 13. Pokalfinale war dies der 13. Sieg für das Team aus dem Wallis.

Sion setzte sich im St. Jakob-Park durch
Sion setzte sich im St. Jakob-Park durch ©Getty Images

Der FC Sion ist im Schweizer Pokal eine Sensation. Durch das 3:0 im Finale gegen den frischgebackenen Meister FC Basel 1893 im Basler St. Jakob-Park holte das Team aus dem Kanton Wallis im 13. Endspiel die 13. Trophäe. Damit qualifizierte sich Sion direkt für die Gruppenphase der UEFA Europa League, weil Spanien mit fünf Teams an der UEFA Champions League teilnimmt und somit ein Platz in der Europa League frei wurde.

Basel indes, das auch in den letzten beiden Jahren im Finale stand, hat nun das dritte Endspiel in Folge verloren. Spieler des Tages war der Portugiese Carlitos, der die beiden ersten Tore von Moussa Konaté (16.) und Edimilson Fernandes (50.) vorbereitete, ehe er selbst traf (60.)

Der Außenseiter aus Sion machte von Beginn an Druck und ging bald verdient in Führung, als Carlitos einen Pass auf Konaté spielte, der aus elf Metern den Ball flach an Schlussmann Germano Vailati vorbei in den Kasten schoss. Vailati ist zwar Ersatzkeeper von Basel, aber im Pokal kommt er stets zum Einsatz.

Als es nach gut einer Viertelstunde Verzögerung nach der Pause weiterging, weil Fans Böller gezündet hatten, schlug der Tabellen-Siebte erneut zu. Wieder war es ein Pass von Carlitos in die Nahstelle der Abwehr, diesmal traf Fernandes. Carlitos trug sich bald darauf selbst in die Torschützenliste ein, als er nach einer Flanke von Elsad Zverotic mit dem Kopf verwandelte

Einen letzten Höhepunkt erlebte die Partie in der 74. Minute, denn da wurde bei Basels Marco Streller ausgewechselt. Es war das letzte Spiel seiner Profikarriere. Sie endete zwar mit der Meisterschaft, aber der letzte Streich blieb dem ehemaligen Schweizer Nationalspieler versagt.

"Es macht es einfacher für mich, mit dieser Niederlage abzutreten, da ich weiß, dass sie absolut gerechtfertigt war. Ich ziehe den Hut vor dem FC Sion, er war uns in allen Belangen überlegen", sagte der Basler Kapitän Marco Streller nach seinem letzten Einsatz als Profifußballer. "Wir wollten Druck machen, um nicht selber erdrückt zu werden, darum habe ich zum ersten Mal auf zwei Stürmer gesetzt", erklärte Sions Coach Didier Tholot danach seinen Taktik, während sein Verteidiger Reto Ziegler angesichts der frenetischen Unterstützung der eigenen Fans meinte: "Der Druck war unheimlich. Uns allen ist bewusst geworden, dass der Cup für die Bevölkerung eine wahnsinnige Bedeutung hat. Der FCB hat nicht den nötigen Respekt gezeigt und uns unterschätzt."

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