Salzburg holt doppeltes Double

Nach der Meisterschaft sicherte sich der FC Salzburg mit einem 2:0 über den FK Austria Wien auch den Cup - und das zum zweiten Mal hintereinander.

FC Salzburg zeigte auch im Cup sein Können
FC Salzburg zeigte auch im Cup sein Können ©GEPA

Mit einem 2:0-Erfolg über den FK Austria Wien sicherte sich der FC Salzburg auch den ÖFB-Cup. Jonatan Soriano und Felipe Pires schlugen in der Verlängerung zu, in der regulären Spielzeit sahen die 16.000 Zuseher im Klagenfurter Wörthersee Stadion keine Tore.

Für die in neongelb spielenden Violetten war es die letzte Chance, die verkorkste Saison zu retten. Die Meisterschaft beendeten sie auf dem enttäuschenden siebenten Rang und wollten somit über den Cup ins internationale Geschäft kommen. Für Adi Hütter galt es auf der anderen Seite, sein Team nach dem Meistertitel noch einmal zu motivieren.

Die Salzburger hatten im ersten Durchgang mehr vom Spiel, gefährlich wurden sie aber nur selten. Die beste Gelegenheit ließ Valon Berisha aus, sein Kopfball zog um Zentimeter an der linken Stange vorbei. Die Austria beschränkte sich aufs Kontern. Aus solch einem schnellen Gegenstoß resultierte auch der größte Aufreger der ersten Hälfte - und der Knackpunkt der Begegnung.

Ein weiter Ball wurde auf David de Paula geschlagen, Péter Gulácsi kam zu ungestüm aus seinem Kasten und räumte den Spanier im Stile eines Rugby-Spielers um. Eine Rote Karte war die logische Folge (41.). Salzburg musste danach fast 80 Minuten in Unterzahl agieren.

Direkt nach Wiederanpfiff blieb den Zusehern abermals das Herz stehen. Alexander Gorgon nahm aus 25 Metern Maß, sein Kracher konnte nur von der Querlatte gestoppt werden. Danach war die Austria das bessere Team, im gegnerischen Strafraum blieben sie aber zahnlos. Salzburg war spielerisch nicht mehr wirklich vorhanden, rettete sich aber über die reguläre Spielzeit.

In der Verlängerung erklärte Jonatan Soriano schließlich die Angelegenheit zur Chefsache. James Holland rutschte aus, der Spanier zündete den Turbo, ging rechts an der Verteidigung vorbei und bombte die Kugel ins linke Eck (96.). Ein tolles Tor.

Die Austria war geschockt, drängte aber auf den Ausgleich. Beim Abschluss zeigte sich die Elf von Andreas Ogris aber viel zu hektisch. Alexander Grünwald schoss beispielsweise aus aussichtsreicher Position zwei Mal Alexander Walke an. Im Gegenzug machte Felipe Pires alles klar. Der Brasilianer vollendete einen Bilderbuchkonter und stellte den Endstand und die Entscheidung her (107.). 

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