Frankreichs Legende Henry hört auf

Thierry Henry, sehr erfolgreich mit Les Bleus sowie mit Arsenal und dem FC Barcelona, mit dem er die UEFA Champions League gewonnen hat, ist zurückgetreten. UEFA.com schaut auf seine Laufbahn zurück.

Thierry Henry ist bester Torschütze der französischen Nationalmannschaft mit 51 Treffern
Thierry Henry ist bester Torschütze der französischen Nationalmannschaft mit 51 Treffern ©Getty Images

12. Juni 1998: Frankreich - Südafrika 3:0, Gruppenphase der FIFA-WM 
Weniger als ein Jahr nach seinem Debüt in der Nationalmannschaft, damals war Thierry Henry 20 Jahre alt, fand er sich auf der ganz großen Bühne wieder. Beim überzeugenden Sieg im Stade Vélodrome erzielte er das dritte Tor, nachdem er in typischer Manier durch die südafrikanische Abwehrlinie marschiert war, um dann Schlussmann Hans Vonk zu überlisten. Es war sein erstes Tor in der Nationalmannschaft, dem im nächsten Spiel gegen Saudi-Arabien zwei weitere Treffer folgten. Henry beendete das Turnier als Toptorschütze Frankreichs. Zudem verwandelte er im Viertelfinale im Elfmeterschießen gegen Italien seinen Versuch.

28. Juni 2000: Frankreich - Portugal 2:1 (N. V.), Halbfinale der UEFA-Europameisterschaft
Henry war eine ganz wesentliche Stütze, als Frankreich Europameister wurde. Beim Triumph in Belgien und den Niederlanden schoss er drei Tore, das letzte war der Ausgleich gegen Portugal, das durch Nuno Gomes in Führung gegangen war. Nicolas Anelka bekam einen Pass von Lilian Thuram und spielte den Ball zu Henry, der in der Nähe des Elfmeterpunkts stand, von wo aus der 22-Jährige den Ball flach ins Netz beförderte.

18. Oktober 2005: AC Sparta Praha - Arsenal FC 0:2 , Gruppenphase der UEFA-Europameisterschaft
Sechs Jahre, nachdem er von Juventus nach London gekommen war, wurde Henry mit zwei Treffern in Prag der beste Torschütze der Gunners aller Zeiten. Sein erstes Tor erzielte er mit der Außenseite seines rechten Fußes aus der Distanz, womit er die 185 Tore von Ian Wright eingestellt hatte. Und mit seinem zweiten Treffer in der 74. Minute ging der Franzose allein in Führung.

Insgesamt kam Henry zwischen 1999 und 2007 auf 226 Tore für Arsenal, ehe er nach Barcelona wechselte, um dann aber 2012 im Winter von New York Red Bull für eine Halbserie an Arsenal ausgeliehen zu werden und zwei weitere Tore erzielte. Seine Statue am Arsenal Stadium erinnert die Fans auf immer an den großen Stürmer und an glorreiche Zeiten von Arsenal.

11. März 2009: FC Barcelona - Olympique Lyonnais 5:2, Achtelfinale der UEFA Champions League
Eine außergewöhnliche individuelle Leistung von Henry verhalf Barcelona ins Viertelfinale. Henry, der mit Lyon-Coach Claude Puel beim AS Monaco FC gearbeitet hatte, brachte seine Mannschaft in der 25. Minute in Führung und nutzte zudem einen Fehler der Abwehr der Gäste aus, um einen zweiten Treffer nachzulegen. Henry beendete seine zweite Saison im Camp Nou als Gewinner der UEFA Champions League.

14. Oktober 2009: Frankreich - Österreich 3:1, WM-Qualifikation
Henry schoss im Stade de France seinen 51. und letzten Treffer für Les Bleus vom Elfmeterpunkt aus. Henry ist bester Torschütze seines Landes, er hat zehn Tore Vorsprung vor UEFA-Präsident Michel Platini und 17 vor seinem ehemaligen Mannschaftskollegen bei Monaco, David Trézéguet, mit dem er 1998 die WM gewann.

5. Oktober 2014: New York Red Bulls - Houston Dynamo 1:0, Major League Soccer
Henry beförderte Lloyd Sam abgefälschte Flanke zum 350. Klubtor seiner Profikarriere ins Netz. Mit nur einem Schuss Richtung Tor an diesem Tag bewies Henry einmal mehr, dass er mit 37 Jahren seinen Killerinstinkt nicht verloren hat.

29. November 2014: New England Revolution - New York Red Bulls 2:2 (New England gewinnt gesamt mit 4:3), Major League Soccer, Finale der Eastern Conference
In der regulären Saison bereitete er 14 Tore vor - das war die zweitbeste Leistung in der Liga -, und in den Play-offs legte Henry fünf weitere Tore auf. Seinen letzten Auftritt als Profi hatte er im Foxboro, als ein 1:2 aus dem Hinspiel wettgemacht werden musste. Nachdem er sich den Ball außerhalb des Strafraum erkämpft hatte, spielte er einen Pass über die Abwehr von New England, und der Ball landete genau im Lauf von Tim Cahill, der in einem aufregenden Spiel den ersten Treffer erzielte

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