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Saisonrückblick: Schweiz

Veröffentlicht: Montag, 9. Juni 2014, 9.05MEZ
Der FC Basel hat mit dem fünften Meistertitel in Folge Geschichte geschrieben, mit dem Double hat es allerdings nicht geklappt. Besonders auffällig in der letzten Saison war Valentin Stocker.
von Rudi Wanner
aus Basel
Saisonrückblick: Schweiz
Basel holte sich zum fünften Mal in Folge die Meisterschaft ©Getty Images

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Veröffentlicht: Montag, 9. Juni 2014, 9.05MEZ

Saisonrückblick: Schweiz

Der FC Basel hat mit dem fünften Meistertitel in Folge Geschichte geschrieben, mit dem Double hat es allerdings nicht geklappt. Besonders auffällig in der letzten Saison war Valentin Stocker.

In der Saison 2013/2014 hat der FC Basel 1893 den Rekord gebrochen und ist zum fünften Mal in Serie Schweizer Meister geworden. Der Titel stand eine Runde vor Schluss nach dem 3:1-Erfolg gegen den FC Aarau fest. Bis zum Schluss gab der Grasshopper Club einen starken Konkurrenten im Kampf um den Titel. Die Zürcher sicherten sich wie im Vorjahr den zweiten Platz, der ihnen die Teilnahme an der Qualifikation zur UEFA Champions League ermöglicht. Abgestiegen ist der FC Lausanne-Sport, was nach der 32. Runde feststand. Den Platz der Waadtländer nimmt in der Saison 2014/2015 der FC Vaduz ein, der als liechtensteinischer Verein die Challenge League gewann.

Meister: FC Basel 1893
Zwischen 1957 und 1960 schaffte der BSC Young Boys, was der FC Basel zwischen 2010 und 2013 ebenfalls erreichte: Vier Meisterschaften in Serie. 2014 setzte der FCB nun einen drauf und ist nach dem fünften Titel in Serie alleiniger Rekordhalter. Neben weiteren Rekorden sticht zudem die Serie von 28 Spielen ohne Niederlage hervor, welche sich die Basler zwischen der 6. und der 33. Runde erspielten. Die Basler gaben nach der Übernahme der Tabellenspitze in der elften Runde die Spitzenposition nicht mehr ab. Und trotz dieses nationalen Erfolgs, zu dem die Finalqualifikation im Pokal und das Viertelfinale in der UEFA Europa League kommt, gehen der Verein und der Trainer Murat Yakin nun getrennte Wege: Keine 48 Stunden nach dem Titelgewinn gab der Verein bekannt, dass man in der Saison 2014/2015 einen neuen Übungsleiter haben wird.

Pokalfinale: FC Zürich - FC Basel 1893 2:0 n.V.
Wie bereits 2013 scheiterte Meister Basel im Pokalfinale an einem Zürcher Verein. War es vor Jahresfrist der Grasshopper Club, so stand dem Ligaprimus heuer der FC Zürich im Weg. Die Zürcher gewannen die Partie in Bern mit 2:0 und sicherten dem Verein den achten Pokalsieg der Klubgeschichte. Nach torlosen 90 Minuten erzielte Nationalstürmer Mario Gavranović in der 100. und der 114. Minute beide Treffer. Beim FC Basel standen zu diesem Zeitpunkt nur noch neun Mann auf dem Feld, nachdem Gaston Sauro in der 65. Minute die Rote Karte gesehen hatte und Giovanni Sio in der 99. Minute nach der zweiten Gelben Karte vom Platz geflogen war.

Internationale Startplätze*
FC Basel 1893 – UEFA Champions League, Gruppenphase
Grasshopper Club – UEFA Champions League, dritte Qualifikationsrunde
FC Zürich – UEFA Europa League, Play-offs
BSC Young Boys – UEFA Europa League, dritte Qualifikationsrunde
FC Luzern – UEFA Europa League, zweite Qualifikationsrunde

*vorbehaltlich der endgültigen Bestätigung durch die UEFA

Spieler des Jahres: Valentin Stocker (FC Basel 1893)
13 Tore erzielte Valentin Stocker in der Super League, was persönlichen Rekord bedeutet und ihn als besten Torschützen des FC Basel auszeichnet. Hinzu kommen sieben Vorlagen in der Liga. Weitere Tore und Vorlagen in internationalen Spielen runden die Topsaison des Kriensers, der mit der Schweiz an der FIFA-WM 2014 teilnimmt, ab. Stocker war eine der herausragenden Figuren der Basler Meistersaison. Der linke Flügelspieler, erst 25 Jahre alt, war bei den letzten fünf Titeln in Serie immer dabei – nur auf Captain Marco Streller trifft das ebenfalls zu. Das Resultat: Stocker wechselt in die Bundesliga zu Hertha BSC Berlin.

Im Blickpunkt: Shkelzen Gashi (Grasshopper Club)
Shkelzen Gashi ist die unumstrittene Nummer eins der Super League, was das Toreschießen anbelangt: 19 Treffer kumulierte der Albaner des Grasshopper Club auf seinem Konto. Das sind sechs mehr als die zweitplatzierten Caio (Grasshopper Club), Valentin Stocker (Basel) und Mario Gavranović (FC Zürich).

Überraschungsmannschaft: FC Luzern
Der FC Luzern darf sich jede Saison ausrechnen, im vorderen Drittel der Super League mitzuspielen. In der letzten Saison erreichten die Innerschweizer allerdings nur den achten Rang. Auf diese Saison hin gab es mit Alexander Frei, dem ehemaligen Knipser des FC Basel, einen neuen Sportchef. Er tätigte Spielereinkäufe wie beispielsweise Oliver Bozanic, der zu Beginn der Saison einschlug, oder Mahmoud Kahraba, der sich ebenfalls als Torschütze hervortat, bis sich der Klub aus anderen Gründen von ihm trennte. Zudem brachte Frei vom FC Basel den jetzigen Trainer der Luzerner Super-League-Mannschaft Carlos Bernegger mit. Diese Elemente sicherten dem FC Luzern letztendlich die Qualifikation für den Europapokal, die er im letzten Spiel gegen den FC Thun sicherte.

Torjägerkrone: Shkelzen Gashi, Grasshopper Club (19)

Absteiger: FC Lausanne-Sport

Aufsteiger: FC Vaduz

Zahl: 5
So viele Meisterschaften reiht der FC Basel inzwischen ohne Unterbruch aneinander. Der bisherige Rekord lag bei vier, gehalten von Basel selbst und vom BSC Young Boys, der eine solche Serie zwischen 1957 und 1960 zu Stande brachte. 

Zitat
"Es war eine erfolgreiche, intensive und schöne Zeit."
Basels Trainer Murat Yakin in der Mitteilung des Vereins, dass er 2014/2015 nicht mehr Trainer des FCB sein wird 

Letzte Aktualisierung: 11.06.14 9.17MEZ

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