Ajax wirft PSV aus dem Titelrennen

Während der AFC Ajax dank eines Tores von Kolbeinn Sigthórsson weiter von der Meisterschaft träumen darf, ist für die PSV Eindhoven der Zug bei 14 Punkten Rückstand wohl endgültig abgefahren.

Kolbeinn Sigthórsson (rechts) feiert sein Tor mit Vorlagengeber Lasse Schöne
Kolbeinn Sigthórsson (rechts) feiert sein Tor mit Vorlagengeber Lasse Schöne ©Getty Images

Für Frank de Boer ist die PSV Eindhoven nach der 0:1-Niederlage bei seinem AFC Ajax aus "dem Titelrennen ausgeschieden."

De Boer hatte der Partie vom letzten Sonntag schon im Vorfeld eine vorentscheidende Rolle eingeräumt. Im Spiel selbst dominierte das Team aus Eindhoven dann zwar, vergab aber auch die besten Möglichkeiten, ehe Kolbeinn Sigthórsson in der zweiten Hälfte eine Flanke von Lasse Schöne zum Siegtor des niederländischen Rekordmeisters einköpfte.

"Das ist ein richtig schöner Sieg", strahlte der Isländer, der nur durch die Verletzung von Kapitän Siem de Jong in die Startelf gerutscht war. "Wir wussten, dass wir die PSV aus dem Titelrennen werfen konnten und das haben wir getan. Dieser Sieg ist gut für unser Selbstvertrauen und gibt uns eine prächtige Ausgangsposition für die zweite Saisonhälfte.“

Ajax liegt weiterhin gleichauf mit Vitesse an der Spitze der Eredivisie, drei Punkte vor dem FC Twente und stolze 14 Zähler vor der PSV, die nur Achter ist. "Ich glaube, wir haben einen Titelkonkurrenten ausgeschaltet", erklärte De Boer. "Meine Komplimente an die PSV. Sie haben gut gespielt und hätten sich ein Unentschieden verdient gehabt. Unser Tor war Weltklasse – Lasses Flanke war genauso fantastisch wie Kolbeinns Kopfball."

De Boers alter Weggefährte Phillip Cocu, heute Trainer der PSV, gab zu, dass der Titelzug für sein Team wohl abgefahren ist. "Seit der Winterpause habe ich nicht mehr von der Meisterschaft gesprochen", musste er einräumen. "Wir sind definitiv nicht mehr in der Position, um über so etwas zu sprechen. Wir müssen jetzt erstmal so viele Punkte holen wie möglich, dann werden wir sehen, wo wir am Ende landen."

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