Spaniens Meisterschaft wird noch spannender

Die Meisterschaft 2013/14 scheint auch in Spanien sehr spannend zu werden - der FC Barcelona, der Club Atlético de Madrid und Real Madrid CF liegen nur einen einzigen Punkt auseinander.

Karim Benzema feierte sein 100. Tor für Real Madrid
Karim Benzema feierte sein 100. Tor für Real Madrid ©AFP/Getty Images

In der spanischen Liga gibt es das engste Rennen um die Meisterschaft seit 32 Jahren, nachdem Real Madrid CF am letzten Wochenende den Rückstand auf die beiden Spitzenreiter FC Barcelona und Club Atlético de Madrid auf nur einen Punkt verkürzen konnte.

Zuletzt standen 1981/82 drei Mannschaften so eng beinander – damals waren Barcelona, Madrid und der spätere Meister Real Sociedad de Fútbol nach 20 Minuten sogar punktgleich. Carlo Ancelottis Madrid bewies seine ausgezeichnete Form am Samstag mit einem 5:0-Sieg bei Real Betis Balompié, während weder Barça noch Atlético gegen Levante UD respektive Sevilla FC nachziehen konnten.

"Später sehen Spiele manchmal einfach aus – vorher weiß man aber um die Probleme, die es geben kann", sagte Ancelotti, nachdem seine Mannschaft den fünften Pflichtspielsieg 2014 gelandet hatte. "Wir haben uns gut vorbereitet und haben gut gespielt. Wir haben sehr schnell gespielt und [Cristiano] Ronaldo, [Gareth] Bale sowie [Karim] Benzema [der sein 100. Tor für den Verein erzielte] haben alle getroffen, sie waren sehr effizient. Wir haben dank unserer Mittelfeldspieler, allen voran [Luka] Modrić, viele Chancen herausgespielt."

Ángel Di María und Álvaro Morata gehörten ebenfalls zu den Torschützen und Madrid kommt in der Liga nun auf 58 Treffer, mehr als jede andere Mannschaft. Stadtrivale Atlético derweil hat weiter die beste Abwehr. Allerdings kündigte Trainer Diego Simeone an, nachdem frustrierenden 1:1 gegen Sevilla den Spielstil der Rojiblancos etwas zu überarbeiten.

"Wir müssen Alternativen finden, um diese Spiele zu gewinnen", sagte der Argentinier über das Spiel, das er als "hässlich" beschrieb, und in dem Ivan Rakitić per Strafstoß die Führung von David Villa egalisierte. "Der Stil, [auf den wir heute Abend getroffen sind], macht es uns schwieriger, Chancen herauszuspielen und auf diesem Gebiet müssen wir uns verbessern. Wir haben aber einen Punkt geholt und unsere gute Position gehalten."

Barcelona derweil fand Costa Ricas Nationaltorwart Keylor Navas im gegnerischen Kasten in Topform vor und kam so bei Levante nicht über ein 1:1 hinaus – es gab Kopfballtreffer von Loukas Vyntra und Gerard Piqué. "Wir haben alles getan, was wir für einen Sieg tun mussten, aber sie standen hinten sehr eng und haben uns kaum Raum gelassen", sagte ein frustrierender Lionel Messi. "Ich denke, dass wir genug getan haben, um den Sieg zu verdienen, aber uns hat etwas das Glück gefehlt."

Coach Gerardo Martino fügte hinzu: "Es war eines jener Spiele, das wir neun von zehn Mal gewinnen würden, daher sind wir etwas niedergeschlagen." Der Tabellenführer tritt am Mittwoch in der Copa del Rey erneut bei Levante an und will es da sicher besser machen.

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