Saisonrückblick: Russland

Der FC Anji Makhachkala und der FC Kuban Krasnodar wussten in der abgelaufenen Saison zu überzeugen, doch PFC CSKA Moskva ragte mit dem Double-Gewinn hervor.

CSKA feiert den Gewinn des russischen Pokalfinals
CSKA feiert den Gewinn des russischen Pokalfinals ©Getty Images

Die russische Premier-Liga wurde zum ersten Mal in einem Herbst-Frühjahrsformat ausgetragen und hatte sogleich einige Highlights zu bieten. So erreichten der FC Anji Makhachkala und der FC Kuban Krasnodar die jeweils besten Platzierungen der Vereinsgeschichte, der große Gewinner war aber der PFC CSKA Moskva mit dem Double-Gewinn.

Meister: PFC CSKA Moskva
Die Moskauer durften den ersten Titelgewinn seit dem Jahr 2006 feiern und das trotz eines denkbar schlechten Starts in die Saison. Neben durchwachsener Leistungen in der Liga zu Beginn, schied man auch in der UEFA Europa League ganz früh aus, doch am Ende war das Team von Trainer Leonid Slutski zu stark für die Konkurrenz und feierte den Meistertitel bereits einen Spieltag vor Saisonende.

Pokalsieger: PFC CSKA Moskva - FC Anji Makhachkala 1:1 (CSKA gewinnt 4:3 i.E.)
Im Pokalwettbewerb blieben die Moskauer ihrer starken Form aus den Vorjahren treu. Sie feierten ihren sechsten Sieg in den vergangenen neun Jahren. Allerdings war dafür besonders im Finale harte Arbeit nötig. Dieses bestimmte nämlich Anji, doch CSKA rettete sich mit zehn Mann in das Elfmeterschießen. Dort machte Igor Akinfeev den Unterschied und sicherte CSKA damit den Titel.

Internationale Startplätze*
PFC CSKA Moskva – UEFA Champions League, Gruppenphase
FC Zenit St Petersburg – UEFA Champions League, dritte Qualifikationsrunde FC Anji Makhachkala – UEFA Europa League, Gruppenphase
FC Spartak Moskva – UEFA Europa League Play-offs
FC Kuban Krasnodar – UEFA Europa League, dritte Qualifikationsrunde
FC Rubin Kazan – UEFA Europa League, zweite Qualifikationsrunde

* vorbehaltlich der endgültigen Bestätigung durch die UEFA

Spieler des Jahres: Igor Akinfeev (PFC CSKA Moskva)
Nach einer schwerwiegenden Knieverletzung in der vorangegangenen Saison, zweifelte man mitunter an der Leistungsfähigkeit von Akinfeev, doch der präsentierte sich in Topform. In der Liga kassierte er in 29 Spielen lediglich 22 Gegentreffer und er war der entscheidende Mann beim Pokaltriumph von CSKA. Dank seiner starken Vorstellungen schaffte er es auch wieder in die Startelf der Nationalmannschaft.

Im Blickpunkt: Aleksey Miranchuk (FC Lokomotiv Moskva)
Lokomotiv spielte eine ganz schwache Saison, doch Miranchuk stach dennoch mit guten Leistungen heraus. Der 17-jährige Mittelfeldspieler bestritt sein erstes Ligaspiel im April und erzielte seinen ersten Treffer im Mai. Für Anji-Angreifer Samuel Eto'o ist Miranchuk einer der drei besten Spieler in der Liga.

Überraschungsmannschaft: FC Kuban Krasnodar
Kuban stieg 2010 aus der zweiten Liga auf und landete letztes Jahr noch im tristen Mittelfeld des Oberhauses. Dieses Jahr reichte es zu Rang fünf und damit zur ersten Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb in der 85-jährigen Vereinshistorie. Dieses Kunststück gelang dem Team trotz zweier Trainerwechsel im Laufe der Saison.

Torjägerkrone: Vanderson, FC Kuban Krasnodar; Yura Movsisyan, FC Krasnodar/FC Spartak Moskva (13)

Absteiger: FC Mordovia Saransk, FC Alania Vladikavkaz

Aufsteiger: FC Ural Ekaterinburg, FC Tom Tomsk

Zahl: 2.700
Kuban-Torhüter Aleksandr Belenov ist der einzige Spieler der Liga, der alle 30 Partien von der ersten bis zur letzten Minute auf dem Platz stand. Das sind insgesamt 2.700 Minuten.

Quote
"Ich möchte meiner Mutter danken. Ich liebe dich! Dieser Titel ist für dich!"
CSKA-Trainer Leonid Slutski (42) nach dem Gewinn der Meisterschaft

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