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Kaká und Olympiacos feiern, Messi wechselt

Veröffentlicht: Freitag, 6. April 2012, 11.00MEZ
Kaká erzielte ein echtes Traumtor, die Spieler von Olympiacos FC lösen ein schweres Rätsel und Lionel Messi spielt nächste Saison in der Ligue 2. Das sind nur einige der Highlights im Wochenrückblick von UEFA.com.
von Dan Ross
Kaká und Olympiacos feiern, Messi wechselt
Kaká feiert sein Traumtor gegen APOEL ©AFP/Getty Images

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Veröffentlicht: Freitag, 6. April 2012, 11.00MEZ

Kaká und Olympiacos feiern, Messi wechselt

Kaká erzielte ein echtes Traumtor, die Spieler von Olympiacos FC lösen ein schweres Rätsel und Lionel Messi spielt nächste Saison in der Ligue 2. Das sind nur einige der Highlights im Wochenrückblick von UEFA.com.

Spieler: Ivica Olić (FC Bayern München)
Der Kroate erlebt derzeit wahrlich nicht die beste Saison seiner Karriere. Er verbringt die meiste Zeit auf der Bank, darf mit anschauen, wie Mario Gomez Woche für Woche sein Torkonto erhöht, und immer wieder von seinem möglichen Wechsel zur kommenden Saison in den Zeitungen lesen. Da war es um so wichtiger, dass es nun bei seinem gerade mal vierten Einsatz von Beginn an in dieser Saison - im Viertelfinal-Rückspiel der UEFA Champions League gegen Olympique de Marseille - richtig rund lief.

Der immer gut gelaunte Kroate rechtfertigte seine Aufstellung mit einem Doppelpack in der ersten Hälfte, der alle Hoffnungen der Franzosen auf ein Comeback zunichte machte. "Das war heute natürlich definitiv ein schönes Gefühl", sagte Olić nach der Partie.

Mannschaft: APOEL FC
Nach dem 0:3 im Viertelfinal-Hinspiel der UEFA Champions League gegen Real Madrid CF war der Traumlauf der Zyprer bereits so gut wie beendet. Und auch im Rückspiel schien Real kein Mitleid zu kennen und führte zur Halbzeit mit 2:0. Auch wenn APOEL in Madrid wohl kaum einen Sieg anpeilte, wollte sich der krasse Außenseiter doch erhobenen Hauptes aus der Königsklasse verabschieden und den 4 000 mitgereisten Fans ein gutes Spiel bieten. Genau das gelang dem Team in der zweiten Hälfte dank der beiden Treffer von Gustavo Manduca und Esteban Solari. Am Ende stand ein 2:5, und es gab trotzdem nur glückliche Gesichter bei APOEL.

"Wir können das Spielfeld voller Stolz verlassen, denn wir haben alles gegeben. Was wir geleistet haben, erfüllt den ganzen Klub und das ganze Land mit großem Stolz. Der Traum ist ausgeträumt, aber was hätte uns Besseres passieren können, als gegen ein Team wie Real zu scheitern, das durchaus am Ende der Saison als Champions-League-Sieger dastehen könnte", sagte Solari UEFA.com nach der neunmonatigen Reise durch die Königsklasse, in der sein Team einige große Namen ausschalten konnte.

Tor: Kaká (Real Madrid CF) 
Madrid erzielte auf dem Weg ins Champions-League-Halbfinale bereits jede Menge Tore. Eines davon war ein wahrer Kunstschuss des Brasilianers. Nachdem Kaká schon im Viertelfinal-Hinspiel ein Treffer gelungen war, nahm er in Madrid beim Stande von 1:0 vom linken Strafraumeck aus Maß und zirkelte den Ball genau ins rechte Kreuzeck. APOEL-Keeper Urko Pardo hatte keine Chance. "Das war wohl eines der schönsten Tore, das ich je erzielt habe", erzählte der glückliche Brasilianer UEFA.com.

Zahl: 14
Lionel Messi sollte den meisten Fußball-Fans ein Begriff sein. Hatte er doch gerade erst einen neuen Torrekord beim FC Barcelona aufgestellt und sich am Dienstag gleich die nächste Bestmarke gesichert. Durch seine beiden Elfmeter-Treffer gegen Milan und dank seiner damit 14 Tore stellte er einen neuen Torrekord für eine einzelne Saison in der UEFA Champions League auf und den Europapokal-Rekord für die meisten Tore in einer Spielzeit von  José Altafini (AC Milan) aus der Saison 1962/63 ein. "Wichtig war nur, dass ich die beiden Treffer erzielen konnte und wir unser Ziel erreicht haben", mehr hatte der Rekordbrecher dazu nicht zu sagen.

Zitat:
"Direkt nach dem Spiel hat mir Mario seine Glückwünsche geschickt, aber es war keine einfache SMS - er hat mir ein Video mit einigen seiner Mitspieler geschickt!"
Mario Gomez war offensichtlich sehr erfreut über den späten 4:4-Ausgleichstreffer von Christian Gentner (VfB Stuttgart) im Spiel gegen Bundesliga-Tabellenführer Borussia Dortmund.

Über den Wolken
Olympiacos FC feierte am vergangenen Sonntag dank eines 1:0-Erfolges über Panetolikos FC seinen 39. Meistertitel. Darüber freute sich ein Fan ganz besonders. Auf dem Flug zum Pokalspiel gegen OFI Kreta FC diesen Mittwoch machte der Pilot, ein bekennender Olympiacos-Anhänger, folgende Durchsage: "Glückwunsch an das Team von Olympiacos. Ich habe ein Quiz für euch. Das ist Flug 3924 nach Heraklion. Wer mir zuerst sagen kann, was diese Zahl zu bedeuten hat, gewinnt einen Gratis-Flug."

Diese Fragestunde überforderte manche Fluggäste, doch Team-Kapitän Vassilis Torossidis klärte auf: "39 Ligatitel und 24 Pokalsiege hat Olympiacos zu Buche stehen." Doch der Preis ging am Ende an Giannis Maniatis, der über die Gegensprechanlage der Flugbegleitung direkt mit dem Kapitän Kontakt aufnahm und ihm die korrekte Antwort durchgab.

Neue Bälle, bitte
Mit Spielern, die ihren Zenit überschritten haben, spricht man in Interviews vor allem über ein Thema sehr gerne - das Karriereende. Viele Spieler möchten darüber aber gar nicht nachdenken und so einige verschlägt es im Anschluss an die aktive Laufbahn auf die Trainerbank oder ins Management von Fußballklubs. Ausnahmen bilden zum Beispiel Surfer-Ass und Jiu-Jitsu-Champion Bixente Lizarazu sowie der Schauspieler/Aktivist/New York Cosmos-Direktor Eric Cantona. Sie legten keinen Wert auf den klassischen Werdegang nach dem Karriereende.

So ging es auch einem Schotten namens Kevin Twaddle. Er spielte früher bei Motherwell FC und Heart of Midlothian FC Fußball, um im Jahr 2004 die Sportart zu wechseln und professioneller Pool-Spieler zu werden. Der Erfolg sollte ihm Recht geben, schließlich wurde er erst kürzlich dazu berufen, sein Land zu repräsentieren.

Zwei Lionel Messis
Ligue-2-Team Angers SCO kann wohl schon jetzt den Aufstieg in der kommenden Saison feiern. Schließlich haben die Franzosen Lionel Messi unter Vertrag genommen. Leider hat der französische Messi (noch) nicht ganz die Klasse seines argentinischen Pendants. Doch der 17-jährige defensive Mittelfeldspieler Lionel Messi Nyamsi wird sicher sein Bestes geben.

"Ich fragte ihn, ob das sein richtiger Name ist, und er sagte ja", erklärte Angers-Chefscout Axel Lablatinière amüsiert. Nymasi wird ein gewisses Talent nachgesagt, so dass es durchaus möglich ist, dass er eines Tages in der UEFA Champions League auf seinen Namensvetter trifft. Eine schöne Vorstellung.

Im Blut
Durch Jason Byrnes Tor für Bray Wanderers FC bei Cork City FC schaffte sein Team nicht nur ein 1:1 in der ersten irischen Liga, viel erwähnenswerter ist die Tatsache, dass Byrne in seinem inzwischen zwölften Profijahr sein 182. Liga-Tor erzielte und damit nun gemeinsam mit dem legendären Pat Morley auf Rang zwei in der Liste der besten irischen Torjäger liegt.

Auf Rang eins in dieser Liste liegt unangefochten Brendan Bradley mit 235 Treffern. Doch Byrne, der zuvor bei Shelbourne FC, Bohemian FC, Dundalk FC und Cardiff City FC gespielt hatte, ist noch lange nicht fertig mit dem Toreschießen. "Ich denke nicht, dass ich die 235 Tore schaffe, aber ich will jetzt die 200 angreifen", sagte Byrne, der übrigens der Cousin von Nationalmannschaftskapitän Robbie Keane ist. Der wiederum hält den Torrekord in der irischen Nationalmannschaft mit 53 Treffern.

Letzte Aktualisierung: 06.04.12 12.58MEZ

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