Die offizielle Website des europäischen Fußballs

Saisonrückblick: Schweden

Veröffentlicht: Mittwoch, 13. November 2013, 9.26MEZ
Die Rückkehr von Stürmer Guillermo Molins zwei Monate vor dem Saisonende aus Belgien sollte sich für Malmö FF auszahlen, erstmals seit 2010 konnte der Klub wieder die Meisterschaft feiern.
von Sujay Dutt
aus Stockholm
Saisonrückblick: Schweden
Malmö ist in Schweden wieder die Nummer eins ©Getty Images
Veröffentlicht: Mittwoch, 13. November 2013, 9.26MEZ

Saisonrückblick: Schweden

Die Rückkehr von Stürmer Guillermo Molins zwei Monate vor dem Saisonende aus Belgien sollte sich für Malmö FF auszahlen, erstmals seit 2010 konnte der Klub wieder die Meisterschaft feiern.

Malmö FF gewann in dieser Saison den ersten Meistertitel in der Allsvenskan seit 2010, am Ende lag man fünf Punkte vor AIK Solna. Titelverteidiger IF Elfsborg landete nur auf Platz sechs. IFK Göteborg holte sich in einem dramatischen Finale gegen Djurgårdens IF den schwedischen Pokal und zog mit IFK Norrköping als dritterfolgreichster Klub dieses Wettbewerbs gleich.

Meister: Malmö FF
Für Malmö war es der 17. Meistertitel, der erste unter Trainer Rikard Norling. Hauptverantwortlicher für diesen Triumph war Stürmer Guillermo Molins. Der in Uruguay geborene schwedische Nationalspieler verließ den Klub im Juni 2011 in Richtung RSC Anderlecht, zog sich dort aber in seinem ersten Spiel eine schwere Knieverletzung zu und konnte sich nie einen Stammplatz erkämpfen. Auch eine Ausleihe an Real Betis Balompié verbesserte seine Karten nicht, also kehrte er im Sommer nach Malmö zurück. Gegen Kalmar FF wurde er am 18. August in der zweiten Hälfte eingewechselt und erzielte 21 Minuten später sein erstes Tor. In den nächsten zehn Partien folgten sieben weitere Treffer, beim 2:0-Sieg gegen Elfsborg im letzten Monat traf er zweimal und entschied damit die Meisterschaft.

Pokalfinale: IFK Göteborg - Djurgårdens IF 1:1 (4:2 i.E.)
Pontus Farnerud verwandelte den entscheidenden Elfmeter und entschied damit das erste Pokalfinale in der Friends Arena von Solna. Es war der sechste Titel für IFK in der 72. Ausgabe dieses Wettbewerbs und der erste Titel seit fünf Jahren.

Internationale Startplätze*
Malmö FF – UEFA Champions League Qualifikation
AIK Solna – UEFA Europa League Qualifikation
IFK Göteborg – UEFA Europa League Qualifikation

*vorbehaltlich der endgültigen Bestätigung durch die UEFA

Spieler des Jahres: Magnus Eriksson (Malmö FF)
Wie sein Teamkollege Molins versuchte auch Eriksson sein Glück in Belgien, doch auch er konnte sich bei KAA Gent nicht durchsetzen und kehrte nach Malmö zurück. Dort gelangen dem 23-Jährigen elf Tore und 14 Assists für den Meister.

Im Blickpunkt: Robin Quaison (AIK)
Der Mittelfeldspieler debütierte im Januar gegen Nordkorea für die schwedische Nationalelf und schoss drei Tage später gegen Finnland sein erstes Länderspieltor für die "Blågult". Der heute 20-Jährige kann Tore schießen, dribbeln und den tödlichen Pass spielen. Während der letzten Saison haben sich die Leistungen von Quaison auf hohem Niveau stabilisiert. Sein Traum ist es, einmal für Manchester United FC zu spielen, eine erste Visitenkarte gab er im August ab, als ihm in einem Testspiel gegen ManU ein traumhaftes Tor gelang. "Ich riskiere manchmal schwierige Dinge, die andere nie wagen würden", beschriebt der Jungstar seine Philosophie.

Überraschungsmannschaft: Djurgårdens IF
Keine Mannschaft hat seit der Jahrtausendwende mehr Titel in der Allsvenskan eingefahren als Djurgården, das die abgelaufene Saison auf Rang sieben beendete. Doch dieses respektable Ergebnis hätte kaum einer dem Klub aus Stockholm zugetraut, der aus den ersten sieben Ligaspielen nur einen Zähler holte. Verantwortlich für den Aufwärtstrend war der neue Trainer Per-Mathias Hogmo. Der Norweger übernahm inzwischen die Nationalmannschaft seines Heimatlandes, hinterlässt aber ein viel versprechendes Djurgården-Team.

Torjägerkrone: Imad Khalili, IFK Norrköping/Helsingborgs IF (15)
Absteiger: Syrianska FC, Östers IF
Aufsteiger: Falkenbergs FF, Örebro SK

Zahl: 27
Die Trikotnummer von AIK-Torhüter Ivan Turina, der im Mai im Schlaf verstarb. Die AIK-Fans gedachten ihres Keepers, indem sie für die restliche Saison in jeder 27. Minute seinen Namen skandierten.

Zitat:
"Es ist einfach nicht zu verstehen, dass eine so lebenslustige Person nicht länger unter uns ist. Wir haben ihn von der ersten Sekunde an vermisst, sein Lachen und seine bärigen Umarmungen für uns alle."
AIK-Trainer Andreas Alm nach dem Tod von Ivan Turina

Letzte Aktualisierung: 13.11.13 9.15MEZ

Verwandte Information

Spielerprofile
Mitgliedsverbände
Teamprofile

https://de.uefa.com/memberassociations/news/newsid=2022550.html#saisonruckblick+schweden