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Europas Wunderkinder: Paulo Dybala

Veröffentlicht: Donnerstag, 4. Juni 2015, 13.00MEZ
Paulo Dybala wird mit Lionel Messi, Sergio Agüero und Vincenzo Montella verglichen. Der 21-jährige Stürmer wurde von vielen Topklubs umgarnt, nun wechselt er zu Juventus.
von Paolo Menicucci
Europas Wunderkinder: Paulo Dybala
Paulo Dybala spielt ab der kommenden Saison für Juve ©Getty Images
Veröffentlicht: Donnerstag, 4. Juni 2015, 13.00MEZ

Europas Wunderkinder: Paulo Dybala

Paulo Dybala wird mit Lionel Messi, Sergio Agüero und Vincenzo Montella verglichen. Der 21-jährige Stürmer wurde von vielen Topklubs umgarnt, nun wechselt er zu Juventus.

Juventus hat sich mit Paulo Dybala von US Città de Palermo verstärkt. Der 21-Jährige könnte die Alte Dame bis zu 40 Millionen Euro kosten - doch wer ist Dybala eigentlich?

Im Rahmen unserer Wunderkinder-Serie haben wir den Youngster vor wenigen Wochen vorgestellt.

Name: Paulo Dybala
Klub: Juventus
Debüt: 3. September 2012 gegen SS Lazio (Serie A)
Position: Stürmer
Nationalität: Argentinier
Geboren: 15.11.1993
Bevorzugter Fuß: links
Größe: 177 cm

Andere sagen …

"Er ist zum Teil Lionel Messi, zum Teil Vincenzo Montella - und einfach nur Weltklasse. Ich habe Angebote von Milan, Inter und Juventus für ihn bekommen, aus dem Ausland gab es sogar noch lukrativere Offerten. Aber ich denke, Dybala hat die für sich beste Entscheidung getroffen. Er findet bei Juve Spieler, die seine Sprache sprechen."
Maurizio Zamparini, Präsident von Palermo

"Er hatte eine großartige Saison und arbeitet hart daran, sich zu verbessern. Er hat alle Fähigkeiten, um in Zukunft bei einem Topklub zu spielen."
Giuseppe Iachini, Trainer von Palermo

"Dybala ist ein qualitativ hochwertiger Spieler. Er ist jung und ich denke, dass aus ihm ein Weltklasse-Stürmer wird."
Roberto Mancini, Trainer des FC Internazionale Milano

Seine Geschichte ...

Der in Laguna Larga, Argentinien, geborene Stürmer begann seine Karriere bei seinem Heimatverein Instituto AC Córdoba. Mit 15 verlor er seinen Vater und begann, in den Vereinsanlagen zu wohnen, was ihm den Spitznamen 'el pibe de la pensión' – der Junge aus der Pension – gab.

Dybala gab sein Debüt als Profi mit 17 und wurde schnell zum jüngsten Torschützen Córdobas in der Geschichte – er unterbot einen Rekord, der von Argentiniens Legende und FIFA-Weltmeister Mario Kempes gehalten wurde. Nach seiner ersten Saison beim Zweitligaverein, in der er 17 Tore in 38 Spielen erzielte, wurde er 'La Joya' (das Juwel) genannt. Dies bescherte ihm 2012 einen Wechsel zum sizilianischen Verein Palermo.

Spielstil …

Als beweglicher, moderner Stürmer zeichnet Dybala sich durch seine Geschwindigkeit aus; durch seine Kontrolle am Ball, exquisite Technik und Slalomdribblings kann er sich zahlreiche Chancen erspielen – die normalerweise mit seinem starken linken Fuß abgeschlossen werden.

Erinnert an …

Er wird oft mit Landsmann Lionel Messi verglichen. Der uruguayische Superstar Diego Forlán verglich ihn stattdessen mit Sergio Agüero, Palermos früherer Mittelfeldspieler Enzo Maresca besteht darauf, dass Dybala ihn an Vincenzo Montella erinnert. 

Erstes Ausrufezeichen …
Dybala traf das Tor in einer enttäuschenden ersten Saison nur drei Mal, am Ende stieg Palermo ab. Den Rosanero gelang jedoch umgehend wieder der Aufstieg in die erste Liga, Dybala machte dabei fünf Tore in 28 Spielen. 

Ohne sich beirren zu lassen, startete der Argentinier beeindruckend in die aktuelle Saison. Eine fünf Spiele lange Trefferserie brachte Dybala in die Spitzengruppe der Torschützenliste in der Serie A – neben den besten der Albiceleste in Italien, Carlos Tévez und Gonzalo Higuaín. Nach seinen 13 Toren und zehn Vorlagen in der abgelaufenden Saison schrieb La Gazzetta dello Sport: "Er ist König Midas".

Gute Aussichten …

Dybala – der auch die italienische Staatsbürgerschaft hat – lehnte vor kurzem Antonio Contes Einladung, für die Azzurri zu spielen, ab. "Mein Traum ist es, für Argentinien zu spielen, da ich mich wie ein Argentinier fühle", erklärte er.

Vor wenigen Wochen sagte er …

"Wenn ich Palermo verlasse, werde ich das Meer und den Fisch vermissen – aber vor allem die Freunde, die ich in meiner Zeit hier gewonnen habe. Trotzdem ist es der Traum eines jeden Spielers, und meiner natürlich auch, das kann ich nicht leugnen, in der UEFA Champions League zu spielen."

Letzte Aktualisierung: 04.06.15 16.58MEZ

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