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UEFA-Stiftung für Kinder unterstützt acht neue Projekte

Der Stiftungsrat der UEFA-Stiftung für Kinder hat acht neue Projekte auf drei verschiedenen Kontinenten bestätigt. Die Stiftung wird diese Projekte in den kommenden Jahren finanziell unterstützen.

Die Mitglieder des Stiftungsrats: (v.l.n.r.) Peter Gilliéron, Norman Darmanin Demajo, Viviane Reding, José Manuel Barroso, Margarita Louis-Dreyfus und Sándor Csányi
Die Mitglieder des Stiftungsrats: (v.l.n.r.) Peter Gilliéron, Norman Darmanin Demajo, Viviane Reding, José Manuel Barroso, Margarita Louis-Dreyfus und Sándor Csányi ©Getty Images

Die Entscheidungsträger der UEFA-Stiftung für Kinder, der Stiftungsrat unter dem Vorsitz des Präsidenten der Europäischen Kommission, José Manuel Durão Barroso, trafen sich gestern in der Zentrale der Stiftung im Nyon/Schweiz.

Auf der Tagesordnung des Treffens stand eine Analyse aller aktuell laufenden Projekte, anschließend wurden die neuen Initiativen ratifiziert und in das Stiftungsportfolio der kommenden Monate aufgenommen. Insgesamt 1,1 Millionen Euro werden in neue Projekte investiert. Diese erstrecken sich über drei Kontinente und sind jewetils über mehrere Jahre angelegt.

Die ausgewählten Initiativen entsprechen den folgenden Kriterien: Sie stimmen mit den Statuten der Stiftung überein, Glaubwürdigkeit mit den Partner-Organisationen, Präsentation eines durchführbaren Budgets mit regionalen Partnern und Realisierbarkeit der Aktivitäten.

Bei dem Treffen beschloss die Stiftung die finanzielle Unterstützung für acht neue Projekte:

• Die Einrichtung einer Medienbibliothek für Straßenkinder in Ziguinchor (Senegal) in Zusammenarbeit mit der Bibliothèque sans Frontière. Diese Initiative zielt darauf ab, Straßenkindern eine Ausbildung zu ermöglichen, insbesondere jungen Mädchen, die in der Kinderarbeit tätig sind. Es wird erwartet, dass von diesem besonderen Projekt rund 7 500 Kinder profitieren werden.

• Gesundheit und soziale Integration durch Sport in Irland: Diese Initiative, die unter der Schirmherrschaft der John-Giles-Stiftung steht, will in benachteiligten Gemeinden Irlands sportliche Aktivitäten fördern, Übergewichtigkeit und soziale Ausgrenzung verhindern sowie Vereinsstrukturen und lokale Instanzen stärken, um die soziale Integration der schwächeren Teile der Bevölkerung zu ermöglichen.

• Die Verbesserung der Lebensbedingungen der Straßenkinder in Luanda (Angola): Dieses Projekt, das eine Initiative von SAMU International in Partnerschaft mit dem Arnold-Janssen-Zentrum ist, zielt darauf ab, Kindern und jungen Menschen in den Straßen Luandas den Zugang zu grundlegenden sozialen Diensten zu ermöglichen. Ein weiteres Ziel des Projekts besteht darin, durch Fußball die sozialen und sportlichen Aktivitäten zu unterstützen. Die UNICEF erwartet, dass 5 000 Kinder und junge Menschen auf den Straßen Luandas leben.

• Ein Programm, das soziale Exklusion in Burkina Faso bekämpfen will: Das Programm, das von SAMU International geplant wird, will die soziale Exklusion von Straßenkindern bekämpfen und sie letztendlich von der Straße holen. Die UNICEF geht davon aus, dass rund 3 500 Kinder in den Straßen von Ouagadougou leben.

• Im Irak die Gefahr von Minen und die Chancen des Fußballs hervorheben: Dieses Projekt, das von Spirit of Soccer angeführt wird, will die Gefahren durch Minen und anderer Munition, die in Risikogebieten Kinder gefährden, reduzieren. Außerdem sollen heimatlose Menschen bei der Ausübung sportlicher Aktivitäten unterstützt werden. Es wird davon ausgegangen, dass im Irak rund 25 000 Kinder in Camps leben.

• Inklusive Bildung für die Kinder Ost-Jerusalems: Dieses Projekt, das unter der Schirmherrschaft von Terre des Hommes Italien steht, will die schulische Infrastruktur in der ärmeren Region Ost-Jerusalems verbessern und den Zugang zum Sport dort gewährleisten. Rund 4 700 Kinder und 200 Lehrer in zehn Schulen profitieren von dieser Initiative.

• One Goal for Education: Das European Football for Development Network (EFDN) ist in fünf europäischen Ländern – Belgien, England, Israel, Niederlande und Schottland – tätig. Dieses Projekt will die persönliche Entwicklung von Kindern im Alter von 8 bis 15 durch Fußball fördern, gefährdete Kinder im Schulsystem unterstützen, Selbstvertrauen fördern und Toleranz lehren, sowie durch einen Leitfaden und eine E-Learning-Plattform die Nachhaltigkeit des Projekts sicherstellen. Zwischen 1 000 und 1 500 Kinder werden von dem Programm profitieren.

• Das Programm "Play for Change" in Nepal: Der Verband mit demselben Namen zielt mit dem Projekt darauf ab, dass Kinder, insbesondere junge Mädchen, Zugang zum Sport erhalten und der Schulsport gestärkt wird. Außerdem sollen Trainer und Lehrer in lokalen Gemeinden ausgebildet werden.

Nach dem Treffen des Stiftungsrats sagte der Vorsitzende José Manuel Durão Barroso: "Wir sind zufrieden, dass wir neue, qualitativ hochwertige Projekte mit unseren zuverlässigen Partnern in Angriff nehmen können, und das in den unterschiedlichsten Regionen. Ab heute und gemeinsam werden wir daran arbeiten, die Rechte der ärmsten Kinder zu verteidigen und sie zu unterstützen – durch Ausbildung, Gesundheitsprogramme, soziale Inklusion und den Zugang zu Sport – um ihnen so eine bessere Zukunft aufzuzeigen."