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Große Unterstützung für die Respekt-Kampagne

Die Top-Trainer Europas haben ihre Unterstützung für die "Respekt-Kampagne" der UEFA bekräftigt, Juventus-Coach Claudio Ranieri sprach sogar davon, dass im Fußball "Respekt das Wichtigste" sei.

Das Logo der Respekt-Kampagne
Das Logo der Respekt-Kampagne ©UEFA.com

Die Top-Trainer Europas haben ihre Unterstützung für die "Respekt-Kampagne" der UEFA unterstrichen. Juventus-Coach Claudio Ranieri sprach sogar davon, dass im heutigen Fußballgeschäft "Respekt das Wichtigste" sei.

Neue Initiative

UEFA-Präsident Michel Platini hatte die Initiative Anfang des Jahres ins Leben gerufen, große Aufmerksamkeit erfuhr sie dann während der UEFA EURO 2008™. Die Respekt-Kampagne der UEFA bezieht auch den Kampf gegen Rassismus, Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und Homophobie mit ein. Von entscheidender Bedeutung ist der Respekt für die Spielregeln, die Schiedsrichter, den eigenen Klub, den Gegner, die Teamkollegen und die Fans aller Mannschaften.

Niederlagen akzeptieren
"Ich glaube, dass Respekt das Wichtigste überhaupt ist, denn Respekt haben bedeutet auch, Niederlagen zu akzeptieren und die Leistung des Gegners anzuerkennen, wenn er besser war", sagte Ranieri. "Das bedeutet das Wort Respekt für mich. Respektiere deinen Nebenmann so, wie du selbst respektiert werden möchtest - das ist die erste Regel. Dadurch entsteht Demokratie. Das ist das Wichtigste  - und deshalb teile ich diese Philosophie der UEFA voll und ganz."

Respekt ist alles"
Claude Puel, Trainer von Olympique Lyonnais, schloss sich dieser Meinung an. "Respekt ist alles", sagte er. "Respekt vor dem Gegner, Respekt vor den Mannschaftskollegen, Respekt vor den Zuschauern. Im Sport und im Fußball müssen wir uns eine gewisse Unschuld bewahren. Es ist eines der wenigen Gebiete, auf denen wir über echte Werte wie diese reden können, und das müssen wir eifersüchtig verteidigen." Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf erklärte, Respekt sei "eines der wichtigsten Gefühle und Eigenschaften, die man im Sport haben sollte, aber der Respekt ist auch in unserem täglichen Leben unglaublich wichtig. Egal, wem ich gegenüberstehe, jeder hat Respekt verdient. Respekt ist unerlässlich, damit keine Vorurteile aufkommen."

Schlechte Vorbilder
Trainer Javier Aguirre von Club Atlético de Madrid glaubt, dass diese Initiative zu keinem besseren Zeitpunkt kommen könnte. "Jeden Sonntag werden wir Zeuge von Szenen, nicht nur in Europa, sondern in der ganzen Welt, in denen es an Respekt mangelt. Trainer gegenüber ihren Spielern, Spieler gegenüber ihren Trainern, den Zuschauern oder dem Schiedsrichter. Jeden Sonntag gibt es Beispiele für mangelnden Respekt. Ich glaube, dass solch eine Kampagne eine sehr gute Idee ist, sowohl für den Fußball, aber auch für unseren Alltag."

"Wendepunkt"
Trainer Sir Alex Ferguson von Manchester United FC sieht den Sport in einer sehr schwierigen Phase. "Ich denke, der Fußball steht derzeit an einem Wendepunkt", sagte er. "Seit Jahren nimmt der Versuch der Spieler zu, den Schiedsrichter zu beeinflussen, indem sie ihn attackieren oder umringen, das kann nicht ohne negative Folgen bleiben - seine Autorität wird dadurch untergraben. Mehr Rückhalt für die Schiedsrichter und Respekt für ihre Entscheidungen wird auch die Qualität der Unparteiischen und damit die des Fußballs positiv beeinflussen." Villarreal CF-Trainer Manuel Pelligrini fügte noch an, dass Respekt der Schlüssel für die anhaltende weltweite Popularität des Fußballs sei. "Respekt ist die Grundlage dafür, dass unser Sport der mit Abstand beliebteste der Welt ist", sagte er.