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Franchi-Gedächtnisspiel

Zum Gedenken an den früheren UEFA-Präsidenten Dr. Artemio Franchi, der vor 25 Jahren verstarb, trifft ACF Fiorentina in dieser Woche auf den FC Barcelona.

Artemio Franchi und João Havelange
Artemio Franchi und João Havelange ©ASL

In dieser Woche wird in Italien an einen großartigen Funktionär des europäischen Fußballs erinnert, der tragischerweise früh gestorben ist. Vor 25 Jahren verstarb der frühere UEFA-Präsident Dr. Artemio Franchi, nun stehen sich in einem Gedächtnisspiel ACF Fiorentina und der FC Barcelona gegenüber.

Gedächtnisspiel
Diese Partie unter der Schirmherrschaft der UEFA wird im Stadion von Florenz ausgetragen, das nach dem unvergessenen Funktionär benannt ist. Das Artemio-Franchi-Gedächtnisspiel wird am 30. Juli stattfinden, dabei werden auch das UEFA-Exekutivkomitee und UEFA-Präsident Michel Platini anwesend sein. Dr. Franchi hatte dafür gesorgt, dass der Fußball sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene das höchstmögliche Niveau erreicht. Er war Präsident des italienischen Fußball-Verbands (FIGC) und FIFA-Vizepräsident sowie von 1973 bis zu seinem tragischen Tod bei einem Autounfall am 12. August 1983 UEFA-Präsident.

Fairplay und Anti-Rassismus
Das Spiel wird unter den Fahnen des Fairplay und Anti-Rassismus ausgetragen. Diese Werte zählen nicht nur besonders für 2008, dem europäischen Jahr des Interkulturellen Dialogs, sondern sie sind auch ein Ausdruck der Geschlossenheit, mit der die UEFA und die Fiorentina für die Kultur des Fairplay und des respektvollen Umgangs mit dem Gegner eintreten. Vor ein paar Monaten wandte sich Fiorentina-Präsident Andrea Della Valle mit der Bitte an Platini, in Florenz eine Veranstaltung zum Gedenken an Artemio Franchi organisieren zu dürfen. Kurz zuvor hatte das Exekutivkomitee der UEFA seinen Vorschlag einstimmig angenommen. "Für die Fiorentina ist es eine Ehre, solch eine Veranstaltung zum Gedenken an Artemio Franchi organisieren und austragen zu dürfen", so Della Valle.

Fußball im Aufschwung
Dr. Franchis Aufstieg begann zunächst in Italien, im halbprofessionellen Bereich und später in der italienischen Nationalliga. 1967 wurde er Präsident des FIGC. Dieses Amt bekleidete er bis 1976 und anschließend noch einmal von 1978 bis 1980. Von 1962 an war er in verschiedenen UEFA-Komitees aktiv, er übernahm Aufgaben wie die Organisation des Pokals der europäischen Meistervereine und kümmerte sich um das Schiedsrichterwesen sowie Disziplinarangelegenheiten. Von 1968 an war er UEFA-Vizepräsident, nach dem Tod von Gustav Wiederkehr im Jahr 1972 wurde er beim UEFA-Kongress 1973 in Rom zum Präsidenten der UEFA gewählt. Als Konsequenz wurde er auch Vizepräsident der UEFA, nachdem er zuvor bereits im technischen Komitee der FIFA aktiv gewesen war.

Modernisierer
Mit seiner Arbeit auf internationaler Ebene trug Dr. Franchi maßgeblich an der Modernisierung der UEFA-Wettbewerbe bei. Unter anderem sorgte er dafür, dass die Teilnehmerzahl für die UEFA-Europameisterschaft 1980 verdoppelt wurde, außerdem wandelte er den Messe-Pokal in den UEFA-Pokal um. Er war ein talentierter Diplomat, ein Mann voller Kultur und Entschlossenheit. Er arbeitete unermüdlich daran, die Gewalt in diesem Spiel zu verringern. Er kümmerte sich um die Bedürfnisse der jungen Spieler, weil er wusste, wie sehr dieser Sport von der Qualität der kommenden Generation abhängig war. Außerdem war er sich bewusst, welche Bedeutung der Sport für die Gesellschaft hat, und dabei natürlich besonders der Fußball. Er konnte zudem Verbindungen zwischen Nationen herstellen, ungeachtet von Unterschieden bei Rasse, Sprache, Religion oder Ideologie.