UEFA unterstützt Nachhaltigkeitsprojekt im Umweltbereich

Die UEFA unterstützt ein von der Europäischen Kommission finanziertes Projekt, das die Effektivität von Umweltschutzmaßnahmen bei Fußballveranstaltungen, auch im Hinblick auf die UEFA EURO 2020, erhöhen soll.

Die Dublin Arena – einer der Spielorte der UEFA EURO 2020.
Die Dublin Arena – einer der Spielorte der UEFA EURO 2020. ©Getty Images

Die UEFA unterstützt ein von der Europäischen Kommission finanziertes Projekt, das Umweltschutzmaßnahmen bei Fußballveranstaltungen verbessern soll. Das diesen Monat gestartete Projekt mit dem Namen TACKLE hat zum Ziel, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit im Umweltbereich zu steigern und den zentralen Akteuren bei Fußballveranstaltungen beizubringen, wie nachhaltiger gewirtschaftet werden kann. Zielpunkt ist dabei die in zwölf Städten in ganz Europa stattfindende EM-Endrunde 2020, in der die Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt verwertet werden sollen.

Vier UEFA-Mitgliedsverbände – Italien, Liechtenstein, Rumänien und Schweden – sind aktiv an der dreijährigen Pilotphase beteiligt, die vom Institut für Management der Scuola Superiore Sant’Anna im italienischen Pisa koordiniert wird. Die UEFA wird unterstützend tätig sein und an der Verbreitung von Informationen und der Weitergabe der Ergebnisse aus der Pilotphase an die europäischen Fußballverbände mitwirken.

Die vier genannten Nationalverbände sind in sämtliche Umsetzungsphasen des Projekts involviert und werden gemeinsam mit der UEFA über ihre Erkenntnisse informieren. Vorgesehen sind auch Gespräche mit Stadtverwaltungen über Möglichkeiten zur Steigerung der Nachhaltigkeit bei Fußballspielen im Allgemeinen und über die Verbesserung des Abfallmanagements im Rahmen solcher Veranstaltungen im Besonderen. Den Verbänden kommt darüber hinaus eine wesentliche Rolle bei der Datenerhebung zu.

Die Auswirkungen von Fußballveranstaltungen auf die Umwelt sind keineswegs vernachlässigbar, unter anderem wegen der anfallenden Müllmengen. Im Rahmen von TACKLE sollen Fußballveranstaltungen von A bis Z – oder anders gesagt von der Planungsphase über Organisation und Durchführung bis hin zur Abwicklung – unter die Lupe genommen werden.

Das Pilotprojekt sieht vor, dass auf der Grundlage bisheriger Erfahrungswerte bezüglich Nachhaltigkeit von Sportveranstaltungen – einschließlich derjenigen der UEFA – ein Leitfaden mit empfehlenswerten Vorgehensweisen zur Abfallvermeidung und -minimierung sowie zum operativen Abfallmanagement und zu anderen Umweltaspekten von Fußballveranstaltungen erarbeitet wird. Der Leitfaden wird anschließend Praxistests unterzogen werden, unter anderem bei der EURO 2020.

Daneben sind im Rahmen von TACKLE Kampagnen für mehr Umweltbewusstsein geplant, die sich an alle an einer Fußballveranstaltung beteiligten Akteure richten, angefangen mit der Stadionverwaltung und städtischen Behörden bis hin zum gemeinen Fußballfan.

Den nationalen Fußballverbänden kommt langfristig nicht nur die Aufgabe zu, ihre Fußballvereine und Stadionverwalter über empfehlenswerte Vorgehensweisen zu informieren, sondern auch der Auftrag, eigene Strategien und Instrumente zu entwickeln, dank denen Abfall vermieden bzw. unter Heranziehung der Kriterien der Kreislaufwirtschaft verwertet bzw. entsorgt und den Umweltschutz in den Stadien allgemein verbessert werden kann.

Die Verbände werden außerdem dazu angehalten werden, wirkungsvolle Kommunikationskampagnen zu entwerfen und umzusetzen, um für ein gesteigertes Umweltbewusstsein bei Fußballvereinen, Fanclubs, Fans sowie Mitarbeitenden von Stadien und Sportanlagen zu sorgen.

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