Europäische Mannschaftsleistung für den Weltherztag

Die europäischen Fußballverbände unterstützten massiv den Weltherztag 2018 und damit verbundene Initiativen zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Werbeaktion für den Weltherztag in Malta.
Werbeaktion für den Weltherztag in Malta. ©Malta Football Association
Die russische Nationalelf setzt ein Zeichen für Herzgesundheit.
Die russische Nationalelf setzt ein Zeichen für Herzgesundheit.©RFS

Über 30 UEFA-Mitgliedsverbände haben in diesem Jahr den Weltherztag, die größte weltweite Initiative zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die jedes Jahr am 29. September stattfindet, unterstützt.

Gemeinsam mit Healthy Stadia, ihrem Partner für soziale Verantwortung im Gesundheitsbereich, rief die UEFA die europäische Fußballgemeinde dazu auf, den Weltherztag 2018 zu unterstützen – und das Echo war überwältigend.

Die Mehrzahl der europäischen Nationalverbände unterstützte die Kampagne nach Kräften und widmete dem Weltherztag Artikel und Posts in den sozialen Medien, die über Facebook, Twitter und Instagram tausendfach geliked, kommentiert und geteilt wurden.

Viele gingen in ihrer Unterstützung noch weiter, organisierten Aktivitäten bei Spielen und sonstigen Veranstaltungen oder erließen neue Verbandsrichtlinien zugunsten der Herzgesundheit.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, darunter die koronare Herzkrankheit und Schlaganfälle, sind bei über der Hälfte aller Todesfälle in der EU ursächlich.

Die europäische Fußballgemeinde kann dazu beitragen, das Erkrankungsrisiko zu senken, indem sie Kinder, Jugendliche, Fans und die Gesellschaft im Allgemeinen dazu anhält, ihre Herzgesundheit und damit die Herzgesundheit weltweit durch kleine Veränderungen an ihrer Lebensweise zu verbessern. Zu den Risikofaktoren gehören insbesondere falsche Ernährung, Rauchen, mangelnde körperliche Bewegung, Fettleibigkeit, Diabetes und Alkohol.

Twitter-Nachricht des serbischen Verbands zum Weltherztag.
Twitter-Nachricht des serbischen Verbands zum Weltherztag.©FSS

Die Höhepunkte des diesjährigen Weltherztags
• Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) veröffentlichte ein Interview mit Nationalmannschaftsarzt Prof. Dr. Tim Meyer über den Nutzen von traditionellem Fußball und Gehfußball für Männer und Frauen über 40. „Regelmäßiges Fußballspielen ist ein sehr gutes Instrument, um gesund älter zu werden. Es gibt gute Hinweise darauf, dass Altherrenfußball gesundheitsprotektiv wirken kann.“
• Der Serbische Fußballverband (FSS) postete auf Twitter ein eigens für den Weltherztag produziertes Foto mit Roma-Verteidiger Aleksandar Kolarov und Manchester-United-Mittelfeldspieler Nemanja Matić.

• Da der Weltherztag mit der UEFA-Breitenfußballwoche zusammenfiel, machte der Bosnisch-Herzegowinische Fußballverband (NFSBiH) Werbung für die Kampagne, indem er die an seinen Breitenfußballaktivitäten teilnehmenden Kinder bat, ein Selfie unter dem Motto „Ein gesundes Herz“ zu machen.

Erstversorgungskurs des kroatischen Verbands.
Erstversorgungskurs des kroatischen Verbands.©HNS

Schwerpunkt Wiederbelebung
Andere Verbände, darunter der englische, nutzten den Weltherztag, um auf die Bedeutung von Erste-Hilfe-Kenntnissen hinzuweisen, wobei insbesondere Wiederbelebungsmaßnahmen in den Mittelpunkt gestellt wurden für Fälle, in denen ein Spieler, ein Betreuer oder ein Zuschauer beim Fußball einen Herzstillstand erleidet.

Der Belgische Fußballverband (URBSFA/KBVB) produzierte ein Video über Wiederbelebungstechniken und die Anwendung von Defibrillatoren, in dem mehrere belgische Nationalspieler auftraten.

Auch der Kroatische Fußballverband (HNS) hat Spieler und Betreuer seiner Nationalelf in Sachen Notfallmedizin in die Verantwortung genommen; der Verband arbeitet intensiv daran, die Menschen für die Problematik eines plötzlichen Herzstillstands zu sensibilisieren.

Herzgesundheit ist im Profifußball nach einer Reihe Vorfälle mit prominenten Akteuren zum Thema geworden. Anfang dieses Jahres starb der Abwehrspieler Davide Astori vom AC Florenz nach Herzstillstand im Schlaf.

Die UEFA wirbt im Rahmen ihres Portfolios Fußball und soziale Verantwortung für eine aktive, gesunde Lebensweise und ruft Menschen jeden Alters dazu auf, körperlich aktiver zu sein und auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse zu achten.

Einen weiteren Beitrag zur Bekämpfung chronischer Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen leistet die UEFA mit dem Rauchverbot in Stadien bei all ihren großen Wettbewerben.

Oben