Konferenz Respektiere Vielfalt in Rom

In dieser Woche ist Rom Austragungsort für die Konferenz Respektiere Vielfalt 2014, die von der UEFA, FARE und FIFPro organisiert wird - eine Veranstaltung von Interessengruppen im Fußball, die sich gegen Rassismus und Intoleranz wendet.

In dieser Woche ist Rom Austragungsort für die Konferenz Respektiere Vielfalt 2014, die von der UEFA, FARE und FIFPro organisiert wird - eine Veranstaltung von Interessengruppen im Fußball, die sich gegen Rassismus und Intoleranz wendet.

Der Kampf gegen Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz im Fußball ist für die UEFA und die Fußballfamilie eine wichtige Priorität. Diese langfristig angelegte Kampagne steht im Mittelpunkt der Konferenz Respektiere Vielfalt 2014, die gemeinsam von der UEFA, dem FARE-Netzwerk und der Spielergewerkschaft FIFPro organisiert und vom Italienischen Fußballverband (FIGC) ausgerichtet wird. Sie findet diesen Mittwoch und Donnerstag in Rom statt.

Mehr als 200 Delegierte repräsentieren die Mitgliedsverbände der UEFA, die Ligen, Vereine, politische und Regierungsorganisationen, Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) und Minderheitengruppierungen. Gemeinsam mit relevanten Experten und Medienvertretern treffen sie sich zu einer Konferenz, die sensibel dafür machen möchte, wie man mit allen Aspekten von Rassismus und Diskriminierung im Fußball umgehen sollte.

UEFA-Präsident Michel Platini wird die Konferenz mit einer Grundsatzrede eröffnen, gefolgt von einer Podiumsdiskussion mit Entscheidungsträgern aus Politik und Sport. Die Konferenz bietet den Teilnehmern eine Plattform, bewährte Praktiken im Kampf gegen Diskriminierung auf verschiedenen Feldern und in verschiedenen geographischen Regionen auszutauschen und sich praktischen Lösungen für die Zukunft widmen. Am zweiten Tag der Konferenz wird es Workshops unter anderem zum Kampf gegen Homophobie, der Arbeit mit ethnischen Minderheiten und Aktionsplänen für Fußballverbände geben. Außerdem ist eine Podiumsdiskussion mit aktuellen und früheren Profifußballern geplant.

Die UEFA und ihr Exekutivkomitee haben eine klare und deutliche "Null-Toleranz-Politik" gegenüber Rassismus und Diskriminierung im Fußball eingenommen. Die Disziplinarregularien der UEFA beinhalten nun Bestimmungen, die für rassistisches Verhalten von Spielern, Trainer, Offiziellen und Fans strengere Strafen vorsehen. Außerdem haben die Schiedsrichter die Entscheidungsgewalt, Spiele zu unterbrechen oder sogar zu beenden, sollte es zu rassistischen Vorfällen kommen.

Beim Ordentlichen UEFA-Kongress im Mai 2013 haben die Mitgliedsverbände der UEFA eine Resolution verabschiedet, die die Entschlossenheit des europäischen Fußballs im Kampf gegen Rassismus betont und die Schuldigen bestrafen will. Ein neuer Artikel zu Rassismus und anderen Formen der Diskriminierung wurde nach der Zustimmung durch das UEFA-Exekutivkomitee und der Verabschiedung durch den UEFA-Kongress im März 2014 in Astana in den UEFA-Statuten verankert.

Der Artikel sieht vor, dass die Mitgliedsverbände so schnell wie durchführbar eine effektive Richtlinie umsetzen sollen, die darauf abzielt, Rassismus und Diskriminierung im Fußball auszulöschen und ein Regelwerk installieren sollen, das solches Verhalten streng sanktioniert. Es sind lange Sperren für Spieler und Offizielle ebenso vorgesehen wie teilweise oder vollständige Schließungen von Stadien, wenn Fans sich rassistisch verhalten sollten.

Bei seinem Treffen in Turin im Mai dieses Jahres betonte das UEFA-Exekutivkomitee, besorgt aufgrund der immer wieder bei Fußballspielen vorkommenden rassistischen Vorfällen, die Notwendigkeit von strengen Sanktionen.

"Es ist untragbar, dass in unseren Stadien Menschen aus rassistischen Gründen beleidigt oder geschmäht werden. Dies können wir auf keinen Fall tolerieren", sagte Michel Platini und rief erneut zu einer "Null-Toleranz-Politik" gegen alle Formen der Diskriminierung auf und nannte die UEFA-Richtlinien zur Bestrafung aller schuldigen Parteien als Vorbild.

"Bei der UEFA sind wir entschlossen, alles was wir können zu tun, damit die Vielfalt in der Welt des Fußballs respektiert wird", sagte Michel Platini vor der Konferenz in Rom. "Der Sport muss jedem offen stehen, unabhängig von Hautfarbe, Glauben, sexueller Orientierung oder politischer Überzeugung. Ich hoffe, dass diese Konferenz, die wir gemeinsam mit unseren Partnern ausrichten, die Entscheidungsträger im Fußball, Trainer, Spieler und Fans ermutigt, zusammenzuarbeiten, um jede Form der Diskriminierung zu beenden."

Seit 2001 arbeitet die UEFA mit dem FARE-Netzwerk zusammen, das aus Gruppen und Vereinigungen besteht, die zusammen gegen Intoleranz und Diskriminierung auf dem ganzen Kontinent arbeiten. Die zwei Verbände kommen jeden Oktober zusammen, um gemeinsam die Spiele der UEFA Champions League und UEFA Europa League als Plattform für die Anti-Rassimus-Kampagne zu nutzen. Die passiert als Teil der paneuropäischen FARE-Aktionswoche. Die Kampagne wird auch bei der Qualifikation zur UEFA EURO 2016 in den Mittelpunkt gerückt. Das FARE-Netzwerk überwacht außerdem die Qualifikationsspiele zur UEFA EURO 2016 sowie die UEFA-Vereinswettbewerbe auf Vorfälle hin.

Piara Powar, FARE-Generalsekretär, sagte: "Wir sind hocherfreut, mit der UEFA an der Konferenz Respektiere Vielfalt 2014 zu arbeiten. Diese Veranstaltung bringt die 54 Mitgliedsverbände der UEFA und das FARE-Netzwerk zusammen, um gemeinsam herauszufinden, welche Herausforderungen uns im Kampf gegen Diskriminierung und Ausschluss bevorstehen und wie wir diese am besten angehen. Sie wird viele Verbände und NGOs in der Zukunft beeinflussen sicherzustellen, dass wir einen Sport haben, für den Gleichheit und Inklusion Kernwerte sind."

Tony Higgins, Vizedirektor Abteilung Europa bei FIFPro, sagte: "FIFPro freut sich, die Stimme der Spieler bei der Konferenz Respektiere Vielfalt einzubringen. Profifußballer weltweit sind in einer einzigartigen Position, dabei zu helfen, die Gesellschaft zur Akzeptanz und zum Respekt aller Kulturen zu erziehen."

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