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Kurz erklärt: Kampagne „Cleaner Air, Better Game“

Im Rahmen ihres Programms im Bereich Fußball und soziale Verantwortung hat die UEFA die Klimaschutzkampagne „Cleaner Air, Better Game“ (Sauberere Luft für besseren Fußball) auf den Weg gebracht, die während der gesamten Endrunde der UEFA-U21-Europameisterschaft 2021 in Ungarn und Slowenien dauern wird. Worum geht es bei der Kampagne und wie kann sie unterstützt werden?

Was steckt hinter der UEFA-Kampagne „Cleaner Air, Better Game“?

Im Zuge ihres Engagements, alle im Rahmen ihrer Fußballwettbewerbe entstehenden Treibhausgasemissionen zu kompensieren, hat sich die UEFA dazu verpflichtet, die Endrunde der U21-Europameisterschaft in Ungarn und Slowenien – sowohl die Gruppenphase (24.-31. März) als auch die K.-o.-Phase (31. Mai - 6. Juni) – zu einer CO2-neutralen Veranstaltung zu machen.

Mit der Kampagne „Cleaner Air, Better Game“ geht sie noch einen Schritt weiter und fordert die europäische Fußballgemeinde dazu auf, das Turnier zu einer Veranstaltung mit einer positiven CO2-Bilanz zu machen. Die Kampagne, bei der die UEFA-Division Fußball und soziale Verantwortung federführend ist, verfolgt folgende Ziele:

Allen an der U21-EM Beteiligten, d.h. den Ausrichterverbänden, Spielern und Fans, die Möglichkeit geben, ihre CO2-Emissionen zu verringern(Einzelheiten dazu unter der nächsten Frage)

Sensibilisierung der Öffentlichkeit in Europa für die Bedrohung der öffentlichen Gesundheit und des Sports durch Luftverschmutzung

Die Kampagne „Cleaner Air, Better Game“ ist ein erster Schritt in Richtung des Ziels der UEFA, dass der europäische Fußball mit Blick auf Umwelt und Klima langfristig mehr Verantwortung übernimmt. Im Vorfeld der Endspiele der UEFA Champions League und UEFA Europa League im kommenden Mai sowie der EURO 2020 im Sommer wird der europäische Fußball-Dachverband weitere Initiativen ankündigen.

Letztes Jahr hatte die UEFA eine Klimaschutz-Arbeitsgruppe eingesetzt, um zu prüfen, wie der Fußball seinen Einfluss und seine Sichtbarkeit besser nutzen kann, um beim Kampf gegen den Klimawandel eine Vorreiterrolle einzunehmen.

UEFA-Präsident Aleksander Čeferin
„Schlechte Luft bedroht auf lange Sicht die öffentliche Gesundheit und das Wohlergehen des Sports. Durch seine große Reichweite kann der Fußball eine wichtige Rolle bei der Sensibilisierung für die konkreten, aktuellen Gefahren beim Thema Luftverschmutzung übernehmen, sowohl auf dem Platz, als auch abseits davon.“

Cleaner Air, Better Game
Cleaner Air, Better Game

Wie soll die Kampagne die Fußballgemeinde dazu bringen, zur Verringerung der Luftverschmutzung beizutragen?

Legacy-Projekte in Ungarn und Slowenien

Die UEFA unterstützt Projekte in den Ausrichterländern Ungarn und Slowenien, mit denen ein positives Erbe im Hinblick auf die künftigen Anstrengungen zur Vermeidung von Luftverschmutzung hinterlassen wird. Beide Fußballverbände haben sich dazu verpflichtet, durch das Pflanzen von Bäumen CO2-Emissionen zu verringern und sich für eine sauberere Luft einzusetzen. Zudem werden in den Austragungsstädten mehr Fahrräder bereitgestellt, um die Menschen zu ermutigen, sich während der U21-EM-Endrunde per Rad statt mit dem Auto fortzubewegen.

Sándor Csányi, Präsident des Ungarischen Fußballverbands (MLSZ)
„Ich bin sehr froh, dass wir im Rahmen unserer Funktion als Mitausrichter der U21-EM-Endrunde die Gelegenheit erhalten haben, uns der Umweltschutzkampagne der UEFA anzuschließen. Ich bin zuversichtlich, dass dieses Turnier nicht nur wegen hochklassiger Spiele in Erinnerung bleiben wird, sondern auch dank dieser Kampagne, mit der das öffentliche Interesse auf die Wichtigkeit von Umweltbewusstsein gelenkt werden soll.“

Radenko Mijatović, Präsident des Slowenischen Fußballverbands (NZS)
„Mit diesen symbolischen Maßnahmen erweitern wir die Verantwortung für den Umweltschutz und die Unterstützung ,grüner‘ Initiativen innerhalb der Fußballgemeinde im weiteren Sinne.“

• Aufruf an Fans der U21-EM, sich zur Verringerung ihrer eigenen Emissionen zu verpflichten

Die UEFA ermutigt alle Menschen, die die U21-Europameisterschaft verfolgen, dazu, ihren persönlichen CO2-Fußabdruck durch kleine Veränderungen an ihrer Lebensweise zu verringern. Sie unterstützt dafür die Plattform „Count Us In“ (Einzelheiten dazu unter der nächsten Frage). Auf der Plattform werden alle unternommenen Schritte durch einen Aggregator erfasst und addiert, und anhand von drei Kerndatenpunkten wird der Gesamtnutzen berechnet: erreichte CO2-Reduktion, Anzahl beteiligter Personen und Anzahl getroffener Maßnahmen.

• Grüne Woche der Europäischen Union, ab 31. Mai 2021

Als Mitglied des europäischen Klimapakts wird die UEFA die K.-o.-Phase der U21-EM-Endrunde (31. Mai bis 6. Juni) dazu nutzen, die Grüne Woche der Europäischen Union 2021 zu unterstützen, mit der das Ziel einer Null-Luftverschmutzungs-Politik verfolgt wird. Der Pakt fordert Menschen, Gemeinschaften und Organisationen auf, sich proaktiv für den Green Deal – den EU-Plan zur Schaffung einer klimaneutralen europäischen Wirtschaft bis 2050 – zu engagieren.

Frans Timmermans, Executive Vice-President of the EC in charge of the Green Deal
„Millionen Europäer lieben Fußball. Sie lieben es, Fußball zu schauen und Fußball zu spielen. Egal, ob wir auf einer Grünfläche im Park kicken oder auf einem Bolzplatz, jeder und jede hat das Recht, dabei saubere Luft zu atmen. Unsere individuellen Entscheidungen als Fans und Spieler können einen Beitrag zur Bekämpfung der Klimakrise darstellen, beispielsweise bei der Wahl des Verkehrsmittels, das uns zu einem Spiel bringt.“

UEFA-Präsident Aleksander Čeferin gab die Unterstützung des europäischen Fußballdachverbands für den europäischen Klimapakt im Dezember 2020 bekannt und sagte zu, die globale Reichweite des Fußballs zu nutzen, um das Bewusstsein für den Klimanotstand zu schärfen und mehr Menschen zu motivieren, sich für die Rettung des Planeten einzusetzen.

Wie funktioniert die von der UEFA unterstützte Plattform Count Us In?

Bei Count Us In handelt es sich um eine nicht gewinnorientierte Klimaschutzbewegung, die durch gemeinnützige Spenden finanziert und durch ehrenamtliche Arbeit von über 75 Partnern aus den Bereichen Sport, Kultur und Wirtschaft sowie der Zivilgesellschaft unterstützt wird. Alle an der Initiative beteiligten Organisationen haben sich wie die UEFA verpflichtet, die Luftverschmutzung durch CO2-Emissionen beträchtlich zu verringern.

In Zusammenarbeit mit Experten des UN-Umweltprogramms und anderen Partnern hat Count Us In eine Reihe von hochwirksamen Maßnahmen entwickelt, durch die Menschen ihren persönlichen CO2-Fußabdruck verringern können, um einen Beitrag zu saubererer Luft zu leisten:

Impact (Wirkung): Maßnahmen, welche die CO‏2-Emissionen wesentlich reduzieren;
Influence (Einflussnahme): Maßnahmen, die die Aufmerksamkeit von Politikern und Unternehmen auf sich ziehen;
• Involvement
(Motivation): Maßnahmen, die andere Menschen zum Mitmachen animieren.

Wer kann sich an der Aktion beteiligen?

Der Teilnahme sind keine Grenzen gesetzt!

Fußballfans
Einfach bei count-us-in.org anmelden, die für einen selbst geeigneten Maßnahmen auswählen, loslegen und dran bleiben! Sie können Ihre Fortschritte im eigenen Profil verfolgen, sich höhere Ziele setzen und im „Count Us In“-Aggregator beobachten, welchen Nutzen Ihre Bemühungen haben.

Organisationen
Ihre Organisation bzw. Ihr Unternehmen kann Partner von Count Us In werden und die Plattform bei Ihren Fans, Followern, Mitgliedern, Angestellten und Kunden bewerben.

Wie wird „Cleaner Air, Better Game“ das Bewusstsein der Fußballgemeinde für die Bedrohung durch Luftverschmutzung steigern?

Die UEFA wird ihre digitalen Kommunikationskanäle nutzen, um die Millionen von Fans, die die U21-Europameisterschaft verfolgen, auf die Gefahr aufmerksam zu machen, die Luftverschmutzung für die öffentliche Gesundheit und den Fußball darstellt.

In den Ausrichterländern werden die TV-Sender zudem während der Spielübertragungen einen Einspieler zur Kampagne ausstrahlen, der sich an das ungarische bzw. slowenische Publikum richtet.

Laut EU-Daten werden die Grenzwerte zur Luftqualität in 130 europäischen Städten überschritten, was jedes Jahr den vorzeitigen Tod von über 400 000 Menschen mitverursacht. Insgesamt fallen jährlich über acht Millionen Menschen der Luftverschmutzung zum Opfer. Schlechte Luftqualität stellt eine Gefahr für die Gesundheit dar – Fußballerinnen und Fußballer sind hier keine Ausnahme, wobei selbst Profis Einbußen bei der Leistungsfähigkeit hinnehmen müssen. In Studien wurde nachgewiesen, dass Luftverschmutzung das Spieltempo um bis zu 15 % drücken kann.

Im Rahmen der Earth Hour des WWF (World Wide Fund for Nature) am Samstag, 27. März um 20.30 Uhr Ortszeit haben die UEFA und ihre 55 Mitgliedsverbände ebenso wie Millionen Menschen, Unternehmen und Politiker aus über 120 Ländern eindringlich zu mehr mehr Natur- und Klimaschutz aufgerufen.

Vanessa Pérez-Cirera, stellvertretende globale Leiterin des Bereichs Klima und Energie des WWF
„Luftverschmutzung ist eine Umweltgefahr, die Jahr für Jahr Millionen Menschen betrifft. Sie hat schädliche Auswirkungen auf das Klima, die Natur und unsere Lebensqualität im Allgemeinen. Jeder und jede kann und muss einen Beitrag zu den notwendigen Veränderungen leisten, die wir brauchen, um saubere Luft atmen zu können, in einer gesunden Umwelt zu leben und saubere, erneuerbare Energien zu nutzen. Wir sind dies unseren Kindern und Kindeskindern schuldig.“

Welche anderen Organisationen unterstützen die Kampagne „Cleaner Air, Better Game“?

Neben Count Us In und dem WWF unterstützen verschiedene andere im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes führende Organisationen die Kampagne:

• die Europäische Kommission

Virginijus Sinkevičius, EU-Kommissar für Umwelt, Ozeane und Fischerei
„Ich begrüße die Aufmerksamkeit der UEFA für die Umweltverschmutzung und ihre neue Kampagne ,Cleaner Air, Better Game‘. Als Kind haben mich meine Vorbilder auf dem Fußballplatz inspiriert und ich hoffe, dass diese Kampagne unseren Alltag auf ähnliche Weise prägen und uns dazu anregen wird, ökologische Herausforderungen mit wirkungsvollen Maßnahmen anzugehen.“

• die Vereinten Nationen durch die Klimarahmenkonvention zum Klimawandel (UNFCCC)

Die UEFA gehörte zu den ersten Unterzeichnern der UNFCCC-Initiative „Sports for Climate Action“. Mittlerweile sind diesem internationalen Umweltschutz-Vertrag bereits über 150 Länder beigetreten.

Christiana Figueres, frühere Generalsekretärin der UNFCCC und Mitbegründerin von Global Optimism
„Die Verbrennung fossiler Brennstoffe zur Energiegewinnung stellt eine Ursache für den Klimawandel dar und erzeugt ein Niveau an Luftverschmutzung, das uns alle vergiftet. Saubere, regenerative Energiequellen sind in Reichweite, aber damit sie schneller nutzbar gemacht werden, muss sich jeder und jede einbringen. Wir sind hocherfreut, die Millionen von Fußballfans, Spielerinnen und Spieler in ganz Europa dazu einladen zu dürfen, das zu schützen, was sie lieben.“

Welche Schritte unternimmt die UEFA sonst noch, um das Klimabewusstsein im europäischen Fußball zu steigern?

Im Dezember 2020 gab Präsident Aleksander Čeferin die Unterstützung des europäischen Fußballdachverbands für den europäischen Klimapakt bekannt und sagte zu, die globale Reichweite des Fußballs zu nutzen, um das Bewusstsein für den Klimanotstand zu schärfen und mehr Menschen zu motivieren, sich für die Rettung des Planeten einzusetzen.

Die UEFA hat unter anderem bereits folgende Initiativen ergriffen, um die Auswirkungen des Fußballs auf die Umwelt und den CO2-Ausstoß einzudämmen:

Sicherstellung, dass die EURO 2020 ein CO2-neutrales Turnier wird. Seit mehreren Jahren kompensiert die UEFA alle Flüge ihrer Angestellten, Delegierten, Spielbeauftragten sowie anderer Akteure.

Einführung mehrerer Energiesparmaßnahmen, um den UEFA-Sitz im schweizerischen Nyon umweltfreundlich zu gestalten. Mit dem Recycling und stufenweisen Abbau von PET-Wasserflaschen werden beispielsweise jährlich 39 Tonnen CO2-Emissionen verhindert, das UEFA-Personal wird durch Zuschüsse zum Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel motiviert und es werden Vergünstigungen auf E-Bikes angeboten.

Nutzung ihres Unterstützungsprogramms HatTrick, in dessen Rahmen Einnahmen aus der Europameisterschaft in Entwicklungsprojekte fließen, um soziale und ökologische Initiativen in den 55 Mitgliedsverbänden zu unterstützen. Derzeit stehen jedem Verband jährlich bis zu EUR 100 000 für Umweltschutzprojekte zur Verfügung.