UEFA informiert die Klubs der UEFA Champions League über den Video-Schiedsrichterassistenten (VSA)

Die UEFA hat sich mit den am Achtelfinale der UEFA Champions League teilnehmenden Klubs getroffen, um den Einsatz des Video-Schiedsrichterassistenten (VSA) in der K.-o.-Phase der diesjährigen Ausgabe des Wettbewerbs im Frühjahr zu erläutern.

Der oberste UEFA-Schiedsrichterverantwortliche Roberto Rosetti informierte die Klubs der UEFA Champions League über den Einsatz des VSA.
Der oberste UEFA-Schiedsrichterverantwortliche Roberto Rosetti informierte die Klubs der UEFA Champions League über den Einsatz des VSA. ©Getty Images

Die K.-o.-Phase der UEFA Champions League wird in rund einer Woche angepfiffen – vor Beginn der Achtelfinalpartien am kommenden Dienstag hat die UEFA den beteiligten Klubs den Einsatz des Video-Schiedsrichterassistenten (VSA) erläutert.

Die UEFA hat Vertreter der 16 in der diesjährigen Ausgabe des Wettbewerbs noch verbliebenen Klubs – Trainer, Trainerstab und Klubdelegierte – zu einem Treffen in Frankfurt eingeladen, um sie über den Videoassistenten zu informieren, der den Unparteiischen bei ihrer Entscheidungsfindung helfen soll.

Nach einer erfolgreichen Testphase der Technologie und der Schulung der Schiedsrichter in den vergangenen Monaten wird der VSA ab der kommenden Woche in der UEFA Champions League eingesetzt. Der VSA, der im vergangenen Jahr in die IFAB-Spielregeln aufgenommen wurde, überprüft Entscheidungen des Schiedsrichters in bestimmten Schlüsselsituationen eines Spiels und verwendet dafür Videomaterial und ein Headset zur Kommunikation.

Trainer und führende Vertreter der am Achtelfinale der UEFA Champions League teilnehmenden Klubs wohnten einer Präsentation des obersten UEFA-Schiedsrichterverantwortlichen Roberto Rosetti bei, der ihnen die Arbeitsweise des VSA erläuterte. In jedem Stadion wird ein Team bestehend aus einem Video-Schiedsrichterassistenten, einem Assistenten des Video-Schiedsrichterassistenten und zwei Replay-Operateuren eingesetzt, um den Schiedsrichter zu unterstützen und ihm zu helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Rosetti erklärte, dass das VSA-Team ein Spiel kontinuierlich auf klare und offensichtliche Schiedsrichterfehler im Zusammenhang mit den folgenden vier spielentscheidenden Situationen überwachen wird: Tore, Strafstoßentscheidungen, direkte rote Karte und Spielerverwechslung. Der Italiener unterstrich die Zuversicht der UEFA, dass der VSA künftig ein wichtiges Instrument für die Unparteiischen sein wird.

„Es war uns sehr wichtig, direkt mit den Klubs zu sprechen und sie darüber zu informieren, wie wir den Einsatz des VSA in der UEFA Champions League planen und wie wir die Schiedsrichter darauf vorbereitet haben“, sagte Rosetti. „Es ist entscheidend, dass alle verstehen, wann der VSA eingreifen kann und wann nicht. Wir haben gute Gespräche geführt und die Rückmeldungen waren sehr positiv. Wir sind davon überzeugt, dass der VSA vorteilhaft ist, denn er bietet den Unparteiischen wertvolle Unterstützung, um die Anzahl falscher Entscheidungen eindeutig zu reduzieren – und davon profitieren letztendlich Klubs, Spieler, Trainer, Fans, Schiedsrichter und der ganze Wettbewerb.“

Neben der UEFA Champions League wird der Videoassistent auch beim Endspiel der UEFA Europa League in Baku im Mai sowie in der Endphase der UEFA Nations League in Portugal im Juni, der U21-EM-Endrunde in Italien im selben Monat sowie beim UEFA-Superpokal 2019 im August zum Einsatz kommen. 

Außerdem plant die UEFA, den VSA auch bei der UEFA EURO 2020 sowie in der UEFA Europa League 2020/21 ab der Gruppenphase einzusetzen.

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