UEFA.com funktioniert besser bei anderen Browsern
Um das bestmögliche Erlebnis zu haben, empfehlen wir, Chrome, Firefox oder Microsoft Edge zu verwenden.

Schiedsrichter stärken Teamgeist

Die führenden europäischen Schiedsrichter nutzten den Winterkurs der UEFA als ideale Gelegenheit zum Teambuilding - insbesondere die 17, die im Sommer bei der UEFA EURO 2012 mitwirken.

Die Schiedsrichter beim Seminar in Antalya
Die Schiedsrichter beim Seminar in Antalya ©Getty Images

Die europäischen Topschiedsrichter haben betont, wie der UEFA-Winterkurs sie nicht nur sorgfältig auf ihre Aufgaben in der K.-o.-Phase in den großen Europapokalwettbewerben vorbereitet, sondern wie solche Treffen auch dazu beitragen, sie als europäisches Team zusammenzuschweißen, Ideen auszutauschen und zu lernen.

In dieser Woche treffen sich die Schiedsrichter, die im Frühling die Spiele der UEFA Champions League und der UEFA Europa League leiten sowie jene, die bei der UEFA EURO 2012 zum Einsatz kommen, in Antalya in der Türkei.

"Der Winterkurs ist einer der Höhepunkt des Jahres", sagte der Engländer Howard Webb, der 2010 sowohl das Endspiel der FIFA-WM als auch der UEFA Champions League leitete und in Polen und Ukraine bei der EURO pfeifen wird. "Es kommt eine entscheidende Phase der UEFA-Saison, denn die UEFA Champions League und UEFA Europa League starten nach der Winterpause Mitte Februar wieder."

"Es stehen einige entscheidende Spiele an, daher ist die Zusammenkunft am Ende des Januars für uns eine Chance, Revue passieren zu lassen, was bisher in der Gruppenphase passiert ist, bewährte Methoden auszutauschen und aus dem Geschehenen zu lernen. Wir können uns mit Kollegen unterhalten und es ist schön, einige Freunde wieder zu treffen."

Eine der Botschaften der UEFA an die Schiedsrichter besteht in der Notwendigkeit von einheitlichen Entscheidungen - was auch ein Kernzweck des Kurses ist, den der Schotte Craig Thomson, der ebenfalls bei der EURO 2012 zum Einsatz kommen wird, vollständig begrüßt. "Dieser Kurs ist in Bezug auf Einheitlichkeit sehr wichtig", erklärte er. "Das ist es, was die Vereine, Spieler und Fans wollen. Ein einheitliches Level der Entscheidungsfindung - es ist gut, dass wir als Gruppe von Schiedsrichtern zusammenkommen und uns so die nötige Fachkompetenz aneignen können."

Der UEFA-Winterkurs ist auch eine ideale Gelegenheit zum Teambuilding für die Topschiedsrichter, von denen sich viele bereits aus vergangenen Turnieren kennen. "Wir verstehen uns als Gruppe sehr gut", fügte Thomson hinzu. "Es ist gut, wieder zusammenzukommen und sich auszutauschen. Wir sehen uns nicht so häufig, denn wir gehören natürlich anderen Landesverbänden an. Hier ist die Atmosphäre etwas informeller und relaxter als bei etwa einem Turnier."

Den Topschiedsrichtern ist allen bewusst, dass sie nie aufhören dürfen zu lernen und sich detailliert auf das vorbereiten müssen, was von vielen als die schwerste Aufgabe im Fußball angesehen wird. "Es gibt in diesem Kurs Teile, die uns immer helfen können, uns auf die kommenden Spiele vorzubereiten", reflektierte DFB-Schiedsrichter Wolfgang Stark. "Zum Beispiel gelingt uns dies durch die Analyse von Videoausschnitten [von Spielszenen]. Wir sind alle motiviert, uns weiterzuentwickeln und so gut wie möglich vorbereitet zu sein."

Viktor Kassai, der Ungar, der 2011 das Endspiel der UEFA Champions League leitete und sich auf die UEFA EURO 2012 freut, findet, dass der UEFA-Winterkurs eine optimale Gelegenheit für junge Schiedsrichter ist, von ihren erfahrenen Kollegen zu lernen. Ein Teil des Winterkurses ist für die Neulinge auf der FIFA-Liste reserviert - von diesen sind 43 in Antalya. 

"Es gibt auch eine menschliche Komponente - die Spitzenschiedsrichter mit den neuen Schiedsrichtern zusammenzubringen", sagte er. "Als ich 2003 ein neuer Schiedsrichter war, war [UEFA-Schiedsrichter-Chef] Pierluigi Collina noch ein aktiver Unparteiischer - und viele andere große Schiedsrichter waren dabei. Für mich und meine Kollegen war das ein stolzer Moment und eine große Freude, mit ihnen zusammenzuarbeiten - daher denke ich, dass wir jetzt auch offen sein müssen, mit den jungen, neuen Schiedsrichtern zu arbeiten und da sein müssen, um ihnen zu helfen."