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Vorbereitung der EURO-Spiel-Offizielen in Warschau

Die Vorbereitungen der Schiedsrichter-Teams auf die UEFA EURO 2012 befinden sich in der finalen Phase, nächste Woche treffen sich die Offiziellen in Warschau zu einem Workshop.

Die EURO-Schiedsrichter beim UEFA-Winterkurs in der Türkei
Die EURO-Schiedsrichter beim UEFA-Winterkurs in der Türkei ©Sportsfile

Die Vorbereitungen der Schiedsrichter-Teams auf die UEFA EURO 2012 befinden sich in der finalen Phase, nächste Woche treffen sich die Offiziellen in Warschau zu einem Workshop.

Der UEFA EURO 2012-Vorbereitungsworkshop für Schiedsrichter, Assistenten und zusätzliche Assistenten konzentriert sich auf die Fitness seiner Teilnehmer, zudem werden sie ganz spezifische Instruktionen von der UEFA-Schiedsrichter-Kommission erhalten bezüglich solcher Themen wie Klammern im Strafraum, Abseits, Handspiel, Schwalben, Freistoß-Management, Verletzten-Protokolle und Rudelbildung.

Jedes der 31 Endrundenspiele in Polen und der Ukraine wird von einem Team von sieben Spieloffiziellen geleitet, bestehend aus dem Schiedsrichter, zwei Assistenten, und dem Vierten Offiziellen sowie zwei zusätzlichen Assistenten und einem Ersatz-Schiedsrichter. Die komplette Liste der Offiziellen finden Sie auf UEFA.com.

Insgesamt 80 Spieloffizielle – die sechs für jedes Schiedsrichter-Team nominierten Offiziellen sowie der schon vorher bestimmte Vierte Offizielle und vier Ersatz-Assistenten – werden zwischen dem 30. April und 3. Mai an einem UEFA EURO 2012-Workshop in der polnischen Hauptstadt teilnehmen. Dort müssen sich alle Offizielle einem FIFA-Fitnesstest unterziehen, anschließend werden die Besetzungen der endgültigen Quintetts bekannt gegeben. Am Mittwoch erhalten die Medien die Schiedsrichter-Richtlinien für das Turnier, das vom 8. Juni bis 1. Juli läuft.

Die zusätzlichen Assistenten werden bei der UEFA EURO 2012 im Rahmen eines Experiments eingesetzt, das von den obersten Fußballregel-Hütern, dem International Football Association Board (IFAB) initiiert wurde. Die zusätzlichen Assistenzschiedsrichter sind neben den Toren positioniert und sollen den Schiedsrichtern bei strittigen Fragen, vor allem im Strafraum, unter die Arme greifen.

Vor der UEFA EURO 2012 leiteten die Spiel-Offiziellen Partien in der K.o.-Phase der UEFA Champions League und der UEFA Europa League, dabei wurden ihre Leistungen von der UEFA-Schiedsrichter-Kommission überwacht – in diesem Gremium sitzen ehemalige internationale Topschiedsrichter, die im letzten Dezember die zwölf Hauptschiedsrichter ausgewählt haben.

Die EURO-Schiedsrichter nahmen dann mit den restlichen internationalen Schiedsrichtern im Februar am jährlichen UEFA-Winterkurs im türkischen Antalya teil.

Dort erhielten die Schiedsrichter wertvolle Fitness-Tipps vom UEFA-Team für Schiedsrichter-Fitness, das der Belgier Werner Helsen leitet. Mit Rat und Tat zur Seite stehen wird den Schiedsrichtern bei der Endrunde auch Pierluigi Collina, einst einer der weltbesten Unparteiischen, heute oberster Schiedsrichterverantwortlicher der UEFA.

"Ein Turnier wie die EURO ist ein sehr, sehr kurzes Turnier, in dem schon ein Spiel entscheidend sein kann; das ist auch den Schiedsrichtern bewusst", sagte Collina gegenüber UEFA.com. "Alles ist wichtig, alles kann entscheidend sein. Es gibt kein Spiel, in dem nichts mehr auf dem Spiel steht, jede Kleinigkeit kann riesige Folgen haben, nicht nur für die Teams, sondern auch für die Schiedsrichter. Deshalb sind sie sehr entschlossen und motiviert, ihr Bestes zu geben.

Ausschlaggebendes Kriterium bei der Auswahl der zwölf Endrunden-Schiedsrichter waren ihre Leistungen während der letzten 24 Monate in der UEFA Champions League. Von der UEFA EURO 2008 ist nur noch ein Schiedsrichter mit dabei – der Engländer Howard Webb.

Die Schiedsrichter von heute müssen nicht nur topfit sein, sondern auch über die Gabe der Antizipation verfügen.

“Das ist entscheidend, absolut entscheidend", sagte Collina. "Heute muss der Schiedsrichter genau wissen, was passieren kann. Das ist der Unterschied. Der Schiedsrichter sollte wissen, was passiert, bevor es passiert. Er muss ahnen, was auch nur eine Sekunde später passieren könnte. Das ist die beste Methode, um Entscheidungen zu treffen."

"Wenn du dich von den Ereignissen überraschen lässt, liegst du mit deiner Entscheidung mit großer Sicherheit falsch", fuhr der Italiener fort. "Wenn du weißt, was passieren wird, wenn du darauf vorbereitet bist, wirst du wahrscheinlich richtig liegen. Das ist der wichtigste Unterschied."

Hier können Sie das ganze Interview auf UEFA.com mit Pierluigi Collina sehen.