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Clenbuterol-Warnung für Spieler

Die in Deutschland ansässige Nationale Anti Doping Agentur (NADA) warnt Fußballer vor den Gefahren unbeabsichtigten Dopings mit der verbotenen Substanz Clenbuterol.

Die Warnung richtet sich besonders an Mannschaften, die zur FIFA-U17-WM nach Mexiko fahren
Die Warnung richtet sich besonders an Mannschaften, die zur FIFA-U17-WM nach Mexiko fahren ©Sportsfile

Die in Deutschland ansässige Nationale Anti Doping Agentur (NADA) warnt Fußballer vor den Gefahren unbeabsichtigten Dopings mit der verbotenen Substanz Clenbuterol.

Die Warnung richtet sich besonders an junge europäische Spieler, die mit ihren Nationalmannschaften zur FIFA-U17-WM reisen, die vom 18. Juni bis 10. Juli diesen Jahres in Mexiko stattfindet.

Die NADA berichtet, dass sich die Problematik um Clenbuterol-belastete Nahrungsmittel ausweitet. Aus einer Studie des Manfred-Donike-Instituts und des Zentrums für Präventive Dopingforschung der Deutschen Sporthochschule Köln geht hervor, dass die Gefahr des unbeabsichtigten Dopings mit Clenbuterol in Mexiko gestiegen ist. Auch in China, so die NADA, bestehe eine ähnliche Situation.

"Die NADA rät deshalb wie auch bei Reisen nach China zu höchster Sensibilität bei der Ernährung", heißt es von Seiten der Organisation. "Eine Untersuchung der Kölner Wissenschaftler wies in den Urinproben von zwei Reisenden, die im März 2011 von einer dreitägigen Reise aus Mexiko zurückkamen, deutlich erhöhte Clenbuterol-Werte nach. Die Urinproben waren am ersten Tag nach der Rückkehr genommen worden."

"Die Konzentrationen lagen bei etwa 115 pg/ml bzw. 90 pg/ml. Die vor dem Mexiko-Aufenthalt abgegebenen Urinproben waren Clenbuterol-frei. Die festgestellten Werte liegen über denen von China-Reisenden, deren Ergebnisse Mitte Februar zu einer Warnmeldung des Kölner Labors und der NADA geführt hatten."

"Einen Clenbuterol-Grenzwert gibt es in den Anti-Doping-Regularien bislang nicht; die in der Untersuchung festgestellten Konzentrationen würden somit bei Sportlern als positives Doping-Analyseergebnis gewertet. Grundsätzlich ist jeder Sportler selbst dafür verantwortlich, dass er seinem Körper keine Substanz zuführt, mit der er positiv getestet werden kann."

"Deshalb rät die NADA bei Reisen nach Mexiko und China zu besonderer Wachsamkeit bei der Ernährung. Weitestmöglich sollte auf den Verzehr von Fleischprodukten verzichtet werden. Vorschläge für konkrete Alternativen zur Deckung des Eiweißbedarfs durch andere, sichere Proteinquellen sollten - wie auch vom Deutschen Olympischen Sportbund empfohlen - über die Ernährungsberater der Olympiastützpunkte angefordert werden."