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Positive Reaktionen auf Schiedsrichter-Test

Die ersten Meinungen über den bei einem Qualifikationsturnier zur UEFA-U19-Europameisterschaft durchgeführten Test mit zwei zusätzlichen Schiedsrichter-Assistenten sind durchweg positiv.

Die ersten Meinungen über den bei einem Qualifikationsturnier zur UEFA-U19-Europameisterschaft durchgeführten Test mit zwei zusätzlichen Schiedsrichter-Assistenten sind durchweg positiv
Die ersten Meinungen über den bei einem Qualifikationsturnier zur UEFA-U19-Europameisterschaft durchgeführten Test mit zwei zusätzlichen Schiedsrichter-Assistenten sind durchweg positiv ©NZS

Beobachtet von Platini
An dem bis Mittwoch dauernden Mini-Turnier in Slowenien, der Qualifikationsgruppe 5, nehmen neben dem Gastgeber auch Norwegen, die Slowakei und Armenien teil. Die Besonderheit dabei: Erstmals werden zusätzlich zum Schiedsrichter und seinen beiden Assistenten an der Seitenlinie auch zwei Unparteiische hinter den Torlinien eingesetzt. Sie haben die Aufgabe, insbesondere die Geschehnisse im Strafraum zu verfolgen, um Fouls oder Fehlverhalten zu ahnden. Beobachtet wird dies von UEFA-Präsident Michel Platini, der sich live vor Ort ein Bild von dem Experiment machen will.

Erste Erfahrungen
Mittlerweile hat sich Platini auch erste Meinungen eingeholt, nachdem das Experiment vor einiger Zeit von der IFAB (International Football Association Board), dem internationalen Gremium, das über Änderungen der Fußballregeln berät, genehmigt wurde. Schiedsrichter Nicola Rizzoli (Italien), der die Partie zwischen Norwegen und Slowenien leitete, und Mark Courtney (Nordirland), Unparteiischer beim Spiel Slowakei gegen Armenien, hatten die Möglichkeit, Platini von ihren ersten Erfahrungen zu berichten.

Zahlreiche Beobachter
UEFA-Schiedsrichterchef Yvan Cornu nahm ebenfalls an dem Treffen teil, zusammen mit Leslie Irvine und Fernando Tresaco (beide Schiedsrichter-Abgeordnete der FIFA) sowie Marc Batta und Hugh Dallas (beide Schiedsrichter-Abgeordnete der UEFA) und den IFAB-Delegierten Donald McVicar sowie Neale Barry. Alle in dem Mini-Turnier involvierten Schiedsrichter und Assistenten waren ebenfalls vor Ort. Als Beobachter nahmen zusätzlich Theordore Theodoridis, UEFA-Direktor für Nationalverbände, und Dane Jost, Generalsekretär des Fußballverbands von Slowenien, teil.

Ein Schiedsrichter, mehr Augen
"Ziel ist es, einen Schiedsrichter zu haben, der mehr Augen hat", so Platini. "Wir wollen die Philosophie des Spiels nicht ändern und wollen keine zwei oder drei Schiedsrichter."

Angenehm überrascht
Die Schiedsrichter und deren Assistenten zeigten sich angenehm überrascht. Der Schiedsrichter hat weiterhin volle Kontrolle über das Geschehen auf dem Platz, allerdings beobachten jetzt noch mehr Augen den Strafraum. Dies könnte dazu führen, dass Spieler in Zukunft mehr Angst davor haben, sich mit Schwalben einen illegalen Vorteil zu verschaffen. Alle Schiedsrichter gaben zu verstehen, dass sie sich etwas selbstsicherer gefühlt haben. Zu guter Letzt können die zusätzlichen Assistenten vermehrt auf Abseitspositionen achten.

"Sehr gutes Gefühl"
"Es war eine wirklich tolle Erfahrung in diesem Turnier [mit jungen Spielern]", so Rizzoli. "Ich habe ein sehr gutes Gefühl. Dies liegt daran, dass ich die Kontrolle über alle Bereiche des Platzes hatte. Wir hatten drei Augenpaare auf den Strafraum gerichtet, was sehr wichtig ist."

"Interessantes Experiment"
"Es ist ein sehr interessantes Experiment", fügt Courtney hinzu. "Für den Schiedsrichter ist es das Wichtigste, immer die richtige Entscheidung zu treffen. Mit diesem System können wir schnell zusätzliche Informationen von den anderen Schiedsrichtern einholen, die wir dann in die Entscheidungsfindung einfließen lassen können."

Weitere Tests geplant
Weitere Verbesserungen und Tests sind natürlich von Nöten, und die nächsten Experimente sollen während der weiteren Qualifikation zur U19-EM in den Gruppen 1 (Ungarn) und 7 (Zypern) noch in diesem Jahr stattfinden.