Kurs in Clairefontaine für zunehmende Zahl an Fußballärzten in Europa

Die UEFA-Schulung für Fußballärzte aus ganz Europa ist ein Zeichen für die wachsende Bedeutung dieses wichtigen Bereichs des Fußballs.

Die Diagnose und Behandlung von Muskelverletzungen war eines der zentralen Themen des Workshops in Clairefontaine.
Die Diagnose und Behandlung von Muskelverletzungen war eines der zentralen Themen des Workshops in Clairefontaine. ©UEFA

Das nationale Trainingszentrum im französischen Clairefontaine bot der UEFA einen idealen Rahmen, um ihr Engagement zur Erhöhung der fußballmedizinischen Standards in ganz Europa unter Beweis zu stellen.

Das UEFA-Fortbildungsprogramm für Fußballärzte (FDEP) bietet Ärzten aus allen 55 Mitgliedsverbänden spezifische Schulungen zur Behandlung von Spielerinnen und Spielern. Die Schulungseinheiten des jüngsten Workshops umfassten Diagnose und Behandlung von Verletzungen wie Knöchel-, Muskel-, Hüft- und Leistenverletzungen.

„Das FDEP ist eine einzigartige Plattform für Ärzte aus ganz Europa“, erklärte Kursleiter Prof. Jan Ekstrand. „Die Ärzte können ihr umfangreiches Wissen und ihre Erfahrungen austauschen und so voneinander lernen. 2013 haben wir den ersten Workshop dieser Art durchgeführt. Seither beobachten wir, wie viel sich im Hinblick auf das Wissen der Ärzte im Bereich Fußballverletzungen verändert hat.“

Situationen aus der Praxis nachstellen

Im Rahmen der Tagung konnten die Ärzte viel Zeit in einem fußballerischen Umfeld verbringen und in der Umkleidekabine sowie in den Fitness-, Massage- und Behandlungsräumen der französischen Nationalspieler Situationen aus der Praxis nachstellen.

Der französische Fußballverband (FFF) organisierte auch einen Besuch im medizinischen Zentrum in Clairefontaine, bei dem den Teilnehmenden die verschiedenen Einrichtungen auf dem Gelände gezeigt wurden.

Im Rahmen des UEFA-Fortbildungsprogramms für Fußballärzte werden die Standards in ganz Europa verbessert.
Im Rahmen des UEFA-Fortbildungsprogramms für Fußballärzte werden die Standards in ganz Europa verbessert.©UEFA

„Das Programm deckt alle wichtigen Aspekte der Fußballmedizin ab und hilft uns dabei, die medizinischen Standards in ganz Europa zu verbessern“, so Tim Meyer, Vorsitzender der Medizinischen Kommission der UEFA.  

Medizinisches Wissen verbreiten

Nach der praktischen Arbeit und zusätzlichen theoretischen Einheiten absolvierten die Teilnehmenden eine schriftliche und eine praktische Prüfung, um ihre während des zweitägigen Kurses erlernten Fähigkeiten zu testen. Ärzte, welche die Prüfung bestanden haben, werden ermuntert, die Erfahrungen des FDEP im Rahmen eines Workshops auf nationaler Ebene an ihre in den Verbänden arbeitenden Berufskollegen weiterzuvermitteln.

Zu diesem Zweck stellt die UEFA allen Teilnehmenden das Schulungsmaterial zur Verfügung (Präsentationen, Fallstudien, Bewertungen usw.). Insgesamt 28 Ärzte haben bereits bestätigt, in der Saison 2019/20 einen solchen Workshop durchzuführen, damit immer mehr Ärzte in Europa diese so wichtige Schulung in Fußballmedizin erhalten.

HatTrick V

Mit Beginn der fünften Ausgabe des UEFA-HatTrick-Programms im Sommer 2020 werden finanzielle Mittel aus dem UEFA-Unterstützungsprogramm für Nationalverbände für die Durchführung von FDEP-Workshops auf nationaler Ebene bereitgestellt.

„Ich freue mich auf eine Zunahme der nationalen Workshops, für welche die Nationalverbände finanzielle Unterstützung beantragen können“, erklärte Marc Vouillamoz, Leiter der UEFA-Abteilung Medizinisches und Antidoping. 

 

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