UEFA verstärkt Kampagne gegen Spielmanipulationen

Die UEFA setzt sich weiterhin entschieden gegen Spielmanipulationen und für die Wahrung der Integrität der europäischen Fußballwettbewerbe ein, um so den Kern des Spiels zu schützen.

Die UEFA-Arbeitsgruppe zu Spielmanipulation in Istanbul.
Die UEFA-Arbeitsgruppe zu Spielmanipulation in Istanbul. ©UEFA

Das Engagement der UEFA zur Bekämpfung von Spielmanipulationen, zum Schutz der Integrität der Wettbewerbe und zum Erhalt des Vertrauens von Fußballfans und Interessenträgern wurde beim jüngsten Treffen der UEFA-Arbeitsgruppe zu Spielmanipulation, die im Rahmen des UEFA-Superpokals in Istanbul zusammenkam, unterstrichen.


Die Teilnehmer besprachen die Rahmenbedingungen für künftige Schritte bei den wichtigsten Themen im Bereich Integrität im Kontext der Gesamtstrategie der UEFA bis 2024, „Gemeinsam für die Zukunft des Fußballs“.

Spielmanipulationen und Korruption stellen eine ernsthafte Bedrohung für den Fußball dar, deshalb gehört für die UEFA der Bereich Integrität zu den zentralen Elementen ihrer Arbeit. „Wir können nichts tun, ohne von unseren Wettbewerben überzeugt zu sein“, betonte der europäische Fußball-Dachverband.

Strategische Schritte

Die UEFA verpflichtet sich, im Rahmen ihrer Strategie bis 2024 folgende Maßnahmen zu ergreifen:

- Entwicklung bestehender und Erörterung neuer Maßnahmen zum Schutz der europäischen Fußballwettbewerbe.

- Verbesserung der Fähigkeit, anhand moderner Technologien verdächtige Aktivitäten im Zusammenhang mit Doping und Spielmanipulationen zu erkennen.

- Größeres Augenmerk auf die Auswirkungen potenzieller Interessenkonflikte auf die Integrität von Spielen und Wettbewerben.

- In gemeinsamen Anstrengungen mit Vereinen, Ligen und Dachverbänden unablässige Bekämpfung von Aktivitäten, die unsere Wettbewerbe unterminieren und unserem gemeinsamen Ansehen schaden.

Bei der Tagung in der Türkei kam die UEFA mit Vertretern nationaler Strafverfolgungsbehörden und der Polizei sowie Delegierten der internationalen Polizeibehörden EUROPOL und INTERPOL zusammen.

Außerdem waren Vertreter internationaler Organisationen wie des Europarats und des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) sowie Experten für Sportwetten aus den Bereichen Überwachung und Integrität, darunter Sportradar und Starlizard Integrity Services, anwesend. Gemeinsame Gastgeber des Treffens waren die UEFA und der Türkische Fußballverband (TFF).

Vor dem Hintergrund der wiederholten Aufrufe der UEFA zu einer besseren Zusammenarbeit im Bereich Spielmanipulation und Korruption zwischen Behörden, Regierungen, Entscheidungsträgern, der Wettindustrie und allen Interessenträgern im Fußball sollte das Treffen in Istanbul Experten aus verschiedenen Bereichen zusammenbringen, um nach innovativen und kreativen Ansätzen im Umgang mit Spielmanipulationen zu suchen.

Die UEFA kam beim Treffen in Istanbul mit verschiedenen Interessenträgern zusammen.
Die UEFA kam beim Treffen in Istanbul mit verschiedenen Interessenträgern zusammen.©UEFA

Im Einklang mit diesem Ziel stellte die UEFA spezifische Bereiche ihrer Strategie und anderer wichtiger Initiativen zum Thema Integrität im Zusammenhang mit dem Schutz des Fußballs vor und bemühte sich um konstruktive und konkrete Ideen zur Umsetzung von Maßnahmen in diesen strategischen Bereichen.

Die Arbeitsgruppe besprach unter anderem aktuelle Aktivitäten der UEFA im Bereich Integrität wie neue Ausbildungsinitiativen, den Aktionsplan für Integrität bei der EURO 2020 sowie die möglichen Auswirkungen derartiger Initiativen auf die Reduzierung der Gefahren von Spielmanipulationen in operativer und programmatischer Hinsicht.

Ferner wurden beim Treffen verschiedene Probleme unterstrichen, darunter anhaltende Schwierigkeiten im Rahmen der Anwendung von nationalem Recht mit Blick auf einen zeitnahen Austausch von Informationen bzw. Beweismitteln mit Sportorganisationen, die fehlende Harmonisierung der rechtlichen Rahmenbedingungen in den Rechtspflegeordnungen im Fußball sowie die notwendige Verabschiedung von Gesetzen, die Spielmanipulation als Straftatbestand im nationalen Recht verankern.

Weiterhin wurde die Notwendigkeit einer verbesserten Koordination von Informationen betont, wobei die UEFA als zentrale Stelle innerhalb des europäischen Fußballs agiert, wenn es um die Förderung von internationaler Koordination und den Austausch von Informationen, Warnhinweisen und anderen Informationen im Zusammenhang mit Spielmanipulationen mit den zuständigen Behörden geht.

Weitere Diskussionen betrafen die jüngsten Ermittlungserfolge bei Untersuchungen und Sanktionen im Bereich Spielmanipulation im Hinblick auf die Bewältigung von Problemen, die in vergangenen Fällen aufgetreten sind, darunter der Zugang zu Beweismitteln und fehlende polizeiliche bzw. strafrechtliche Untersuchungen auf nationaler Ebene, wenn die Fälle von der UEFA weitergeleitet werden.

Im Zusammenhang mit der länderübergreifenden Bekämpfung von Spielmanipulationen rief die Arbeitsgruppe ferner dazu auf, nach Lösungen für bestehende Probleme zu suchen und die Fußballdachverbände in diesen Prozess einzubeziehen.

Die UEFA wird nun die Vorschläge und Ideen aus Istanbul analysieren, um mögliche Maßnahmen zu identifizieren und ihre Arbeit in diesem entscheidenden Bereich des Fußballs weiter zu verbessern.

Weitere Informationen zu den Initiativen der UEFA für die Bekämpfung von Spielmanipulationen finden Sie hier.

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