UEFA-Integritätsbeauftragte tagen in Wien

Wien war Schauplatz des diesjährigen UEFA-Workshops für Integritätsbeauftragte, bei dem die jüngsten Entwicklungen und Herausforderungen im Zusammenhang mit der laufenden Kampagne zum Schutz des europäischen Fußballs unter die Lupe genommen wurden.

Die Teilnehmer des Workshops in Wien.
Die Teilnehmer des Workshops in Wien. ©UEFA

Die Integritätsbeauftragten der UEFA kamen jüngst zu einem Workshop in Wien zusammen, bei dem aktuelle und potenzielle künftige Fragestellungen zum Schutz der unverzichtbaren Integrität des europäischen Fußballs diskutiert wurden.

Der Workshop wird seit 2011 jährlich durchgeführt. Die diesjährige Veranstaltung in der österreichischen Hauptstadt bestand aus zahlreichen Präsentationen zu einer breiten Palette an Themen sowie aus intensiven Diskussionen über Integritätsfragen im Zusammenhang mit dem europäischen Fußball.

An dem vom Österreichischen Fußball-Bund (ÖFB) ausgerichteten Workshop nahmen über 60 Integritätsbeauftragte sowie andere hochrangige Vertreter der UEFA-Mitgliedsverbände, darunter mehrere Generalsekretäre, teil. Die hohe Teilnehmerzahl ist ein Hinweis auf die Bedeutung, welche die UEFA und ihre Verbände dem Kampf gegen Spielmanipulationen und dem Schutz des Fußballs einräumen. Während des zweitägigen Events tauschten sich die Teilnehmer über eine Reihe von Schlüsselthemen aus, denen beim Kampf gegen Spielmanipulationen auf dem Gebiet der UEFA eine tragende Rolle zukommt.

Eröffnet wurde der Workshop per Video-Botschaft von UEFA-Präsident Aleksander Čeferin, der den Verbandsvertretern die Wichtigkeit der Funktion der Integritätsbeauftragten der 55 UEFA-Mitgliedsverbände in Erinnerung rief. „Die UEFA und ihre Mitglieder dürfen sich beim Kampf gegen Spielmanipulationen nicht selbstzufrieden zurücklehnen“, so der UEFA-Präsident. „Wir müssen entschlossen weitermachen und unsere Technologie sowie unsere Herangehensweise immer weiter verbessern.“

Am ersten Tag präsentierte die UEFA ihre Gesamtstrategie für den Zeitraum 2019 bis 2024, die im Februar veröffentlicht worden war, ebenso wie eine Reihe von Good-Governance-Grundsätzen, die den UEFA-Mitgliedsverbänden kürzlich vorgeschlagen wurden, um ihre Arbeit, ihre Strategien und ihre Aktivitäten zu stärken. Ebenfalls auf der Tagesordnung stand der Integritätsplan, der im Hinblick auf die EM-Endrunde im nächsten Sommer umgesetzt werden soll. Ferner ging es um Entwicklungen im rechtlichen und disziplinarrechtlichen Bereich sowie um operative Informationen seitens der Nationalverbände, die insbesondere betonten, wieviel bedeutsame Arbeit die UEFA-Integritätsbeauftragten leisteten.

Der Tag endete mit einer Neuerung. Das Teilnehmerfeld wurde in neue und erfahrenere Integritätsbeauftragte unterteilt, die in sogenannten „Breakout-Sessions“ jeweils unterschiedliche Themen vertieften. Während die neu ernannten Integritätsbeauftragten eine Einführung in die Kernbereiche der Integritätsthematik erhielten, lieferten die beschlageneren Integritätsbeauftragten, die mit ihren Erfahrungen und Erkenntnissen seit Jahren die tragende Säule des Netzwerks bilden, wertvolle Zusatzinformationen über die besonderen Herausforderungen bei der Bekämpfung von Spielmanipulation unter Berücksichtigung der jeweils geltenden Gesetzeslage in den verschiedenen Ländern.

Am zweiten Tag des Workshops standen dann empfehlenswerte Ansätze und Vorgehensweisen im Mittelpunkt, wobei die Beauftragten aus den Nationalverbänden eigene Erfolge und neue Initiativen ihrer Verbände aufzeigten. Zum Abschluss entwarf die UEFA zusammen mit den Integritätsbeauftragten eine gemeinsame Roadmap zur Identifizierung neuer, vielversprechender Konzepte zur Bekämpfung von Spielmanipulationen in ganz Europa.

Das Schlusswort hatte Thomas Hollerer, früher selbst UEFA-Integritätsbeauftragter und aktuelles Mitglied des UEFA-Berufungssenats. „Der Workshop hat den Integritätsbeauftragten eine großartige Gelegenheit geboten, ihr Netzwerk zu stärken und empfehlenswerte Vorgehensweisen zwischen den Nationalverbänden auszutauschen“, so der ÖFB-Generalsekretär. „Die Zusammenarbeit sowohl auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene ist ein wesentlicher Aspekt dieses Kampfes.“

Die UEFA sieht die Kampagne gegen Spielmanipulationen seit langem als Priorität an und bemüht sich intensiv darum, diese und andere Korruptionspraktiken im Fußball auszurotten. Der Dachverband des europäischen Fußballs hat eine Reihe von Initiativen entwickelt und finanziert, um die Integrität des Fußballs auf dem ganzen Kontinent zu schützen. Das umfangreiche Netzwerk an Integritätsbeauftragten ist eine davon.

Hier erfahren Sie mehr über die Integritätsaktivitäten der UEFA.

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