Aktuelle Informationen der FKKK zu Ermittlungen im Rahmen des finanziellen Fairplays 2018/19

Olympique Marseille, CFR Cluj und Kairat Almaty unterzeichnen im Rahmen des finanziellen Fairplays neue Vergleiche mit der unabhängigen UEFA-Finanzkontrollkammer für Klubs.

©UEFA.com

Die unabhängige Untersuchungskammer der Finanzkontrollkammer für Klubs (FKKK) hat heute bekanntgegeben, dass drei Vereine – CFR Cluj, Kairat Almaty und Olympique Marseille –, gegen die aufgrund der Nichteinhaltung der Break-even-Vorschrift im Rahmen des finanziellen Fairplays (FFP) Ermittlungen eingeleitet worden sind, individuellen Vergleichen zugestimmt haben.
 
Nach dem Abschluss der neuen Vergleiche unterliegen in der Saison 2019/20 sechs Vereine Vergleichen: CFR Cluj, Galatasaray Istanbul, Kairat Almaty, Olympique Marseille, Maccabi Tel Aviv und der FC Porto.

Nachfolgend die Einzelheiten zu den drei neuen Vergleichen:

Olympique Marseille
• Der Vergleich betrifft die Spielzeiten 2019/20, 2020/21, 2021/22 und 2022/23.

• Olympique Marseille stimmt zu, für das 2020 endende Finanzjahr ein maximales Break-even-Defizit von EUR 30 Mio. und für das 2021 endende Finanzjahr von EUR 0 Mio. auszuweisen. Der Verein stimmt ferner zu, die Break-even-Vorschrift bis zur Monitoring-Periode 2022/23 (d.h. für die 2020, 2021 und 2022 endenden Finanzjahre) in vollem Umfang zu erfüllen.

• Olympique Marseille erklärt sich für die 2020 bzw. 2021 endenden Finanzjahre mit der Begrenzung des Verhältnisses zwischen dem Personalaufwand und den Einnahmen sowie der Amortisation von Spielerregisterungen einverstanden.

• Olympique Marseille erklärt sich einverstanden, einen Gesamtbetrag von bis zu EUR 6 Mio. zu zahlen, der von den Einnahmen aus seiner Teilnahme an UEFA-Wettbewerben einbehalten wird. Von diesem Betrag sind EUR 2 Mio. ohne Abzug fällig, ungeachtet einer vorzeitigen Aufhebung des Vergleichs. Die Zahlung der verbleibenden EUR 4 Mio. ist bedingt und der Betrag kann unter bestimmten Umständen einbehalten werden, je nachdem, ob der Verein die ihm im Rahmen des Vergleichs auferlegten operativen und finanziellen Maßnahmen erfüllt.

• Olympique Marseille akzeptiert eine Begrenzung der Anzahl Spieler, die der Verein in die A-Liste für die Teilnahme an UEFA-Wettbewerben aufnehmen darf. Insbesondere für die Saison 2020/21 darf Olympique Marseille anstelle der möglichen Höchstzahl von 25, die im betreffenden Wettbewerbsreglement vorgesehen ist, höchstens 23 Spieler auf der A-Liste registrieren. Diese Begrenzung wird für die Spielzeiten 2021/22 und/oder 2022/23 aufgehoben, sofern der Verein die mit der FKKK-Untersuchungskammer vereinbarten operativen und finanziellen Maßnahmen erfüllt.

• Olympique Marseille akzeptiert für die Dauer des Vergleichs eine rechnerische Begrenzung der Anzahl neu registrierter Spieler, die der Verein für die Teilnahme an einem UEFA-Wettbewerb in die A-Liste aufnehmen darf. Diese Berechnung basiert auf der Nettotransferposition des Vereins in der jeweiligen im Vergleich vereinbarten Registrierungsperiode. Diese Begrenzung wird ab der Spielzeit 2021/22 und/oder 2022/23 aufgehoben, sofern der Verein die mit der FKKK-Untersuchungskammer vereinbarten operativen und finanziellen Maßnahmen erfüllt.
 
CFR Cluj
• Der Vergleich betrifft nur die Spielzeit 2019/20.

• CFR Cluj stimmt zu, die Break-even-Vorschrift bis zur Monitoring-Periode 2019/20 (d.h. für die 2017, 2018 und 2019 endenden Finanzjahre) in vollem Umfang zu erfüllen.

• CFR Cluj erklärt sich einverstanden, einen Gesamtbetrag von EUR 200 000 zu zahlen, der von den Einnahmen aus seiner Teilnahme an UEFA-Wettbewerben einbehalten wird.

• CFR Cluj akzeptiert eine Begrenzung der Anzahl Spieler, die der Verein in die A-Liste für die Teilnahme an UEFA-Wettbewerben aufnehmen darf. Insbesondere für die Saison 2019/20 darf CFR Cluj anstelle der möglichen Höchstzahl von 25, die im betreffenden Wettbewerbsreglement vorgesehen ist, höchstens 23 Spieler auf der A-Liste registrieren.

 
Kairat Almaty
• Der Vergleich betrifft die Spielzeiten 2019/20 und 2020/21.

• Kairat Almaty stimmt zu, für das 2019 endende Finanzjahr ein maximales Break-even-Defizit von EUR 10 Mio. auszuweisen und die Break-even-Vorschrift bis zur Monitoring-Periode 2020/21 (d.h. für die 2018, 2019 und 2020 endenden Finanzjahre) in vollem Umfang zu erfüllen.

• Kairat Almaty erklärt sich überdies mit einer Begrenzung des Verhältnisses zwischen dem Personalaufwand und den Einnahmen für das 2019 endende Finanzjahr einverstanden.

• Kairat Almaty erklärt sich einverstanden, einen Gesamtbetrag von bis zu EUR 600 000 zu zahlen, der von den Einnahmen aus seiner Teilnahme an UEFA-Wettbewerben einbehalten wird. Von diesem Betrag sind EUR 200 000 ohne Abzug fällig, ungeachtet einer vorzeitigen Aufhebung des Vergleichs. Die Zahlung der verbleibenden EUR 400 000 ist bedingt und der Betrag kann unter bestimmten Umständen einbehalten werden, je nachdem, ob der Verein die ihm im Rahmen des Vergleichs auferlegten operativen und finanziellen Maßnahmen erfüllt.

• Kairat Almaty akzeptiert eine Begrenzung der Anzahl Spieler, die der Verein in die A-Liste für die Teilnahme an UEFA-Wettbewerben aufnehmen darf. Insbesondere für die Saison 2019/20 darf Kairat Almaty anstelle der möglichen Höchstzahl von 25, die im betreffenden Wettbewerbsreglement vorgesehen ist, höchstens 23 Spieler auf der A-Liste registrieren. Diese Begrenzung wird ab der Spielzeit 2020/21 aufgehoben, sofern der Verein die mit der FKKK-Untersuchungskammer vereinbarten operativen und finanziellen Maßnahmen erfüllt.

Die öffentlichen Versionen dieser drei Vergleiche werden zu gegebener Zeit auf UEFA.com publiziert.

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