UEFA-Workshop: Große Fortschritte beim finanziellen Fairplay

Beim jährlichen Workshop der UEFA zur Klublizenzierung und zum finanziellen Fairplay wurde den Teilnehmern – gestützt auf die jüngsten Zahlen der UEFA – aufgezeigt, wie das finanzielle Fairplay der UEFA die Stabilität im europäischen Klubfußball wiederherstellt.

Michele Uva, UEFA-Vizepräsident und Vorsitzender der UEFA-Klublizenzierungskommission, während seiner Rede beim Workshop.
Michele Uva, UEFA-Vizepräsident und Vorsitzender der UEFA-Klublizenzierungskommission, während seiner Rede beim Workshop. ©UEFA

Das finanzielle Fairplay trägt nach wie vor dazu bei, die finanzielle Stabilität und Performance europäischer Fußballklubs immer weiter zu verbessern – so die Botschaft des jüngsten jährlichen Workshops der UEFA zur Klublizenzierung und zum finanziellen Fairplay, den der europäische Dachverband gemeinsam mit dem Türkischen Fußballverband (TFF) in Antalya ausrichtete.

Die Vertreter der UEFA und ihrer 55 Mitgliedsverbände sowie die Gäste von der FIFA, aus der Asiatischen, Afrikanischen und Nord- und Mittelamerikanischen Fußballkonföderation (AFC, CAF und CONCACAF) sowie von verschiedenen Partnerorganisationen erfuhren, dass das finanzielle Fairplay weiterhin tiefgreifenden Einfluss auf das finanzielle Wohlergehen des europäischen Klubfußballs nimmt.

Gemäß den von der UEFA-Subdivision Finanzielle Nachhaltigkeit und Forschung nach Analyse der Finanzen von 718 Erstligaklubs in Europa für den Zeitraum bis einschließlich Dezember 2017 zusammengestellten Zahlen ist die finanzielle Situation im europäischen Fußball dank der Bestimmungen der UEFA zum finanziellen Fairplay besser denn je.

Den über 160 Fachleuten aus den Bereichen Lizenzvergabe und Finanzen aus ganz Europa wurden die jüngsten Zahlen präsentiert und sie zeigten sich erfreut über die positiven Tendenzen.

Michele Uva, UEFA-Vizepräsident und Vorsitzender der UEFA-Klublizenzierungskommission, betonte, dass „im letzten Jahr ein wichtiger Meilenstein erreicht wurde, der den Erfolg des finanziellen Fairplays illustriert – mit Finanzzahlen für 2017, die zeigen, dass die europäischen Erstligaklubs 2017 zum ersten Mal seit Aufzeichnungsbeginn profitabel gewirtschaftet haben. Nach sechs Jahren kontinuierlicher Verbesserungen wurden anstelle der anfänglichen Gesamtverluste der Vereine in Höhe von EUR 1,7 Mrd. im Jahr 2011 nunmehr Gewinne in Höhe von EUR 600 Mio. geschrieben.“

Der Leiter der UEFA-Abteilung Klublizenzierung, Aleš Zavrl, erinnerte die Teilnehmer daran, dass „der UEFA sehr viel am Schutz des europäischen Fußballs gelegen ist, wobei die Klublizenzierung und das finanzielle Fairplay anerkanntermaßen zu den strategisch wichtigsten Pfeilern im Hinblick auf die langfristige Nachhaltigkeit gehören“.

Wie immer bot die Zusammenkunft auch in diesem Jahr eine Plattform für den Austausch von Wissen und empfehlenswerten Vorgehensweisen zwischen den Teilnehmern. Vor diesem Hintergrund wurden verschiedene Nationalverbände eingeladen, nationale Initiativen im Bereich der Klublizenzierung zu präsentieren und zu erörtern, wie diese verwendet werden könnten, um Governance und Management auf Liga- und Vereinsebene zu verbessern.

Die Workshop-Teilnehmer waren ferner aufgerufen, in einer Reihe von Gruppendiskussionen diverse Themen wie beispielsweise Systeme für die Evaluierung der Juniorenförderung oder die Bewertung von Infrastruktur zu besprechen, um neue Ideen zu Tage zu fördern und Ratschläge zu erhalten, wie sie diese nach ihrer Rückkehr in ihr Land in die Praxis umsetzen können. 

Daneben ging es auch um die Umsetzung der neuen, bei der UEFA-Exekutivkomitee-Sitzung im Mai in Kiew genehmigten und im Juni 2018 in Kraft getretenen Ausgabe des UEFA-Reglements zur Klublizenzierung und zum finanziellen Fairplay.

Das neue Reglement, dem ein umfassendes, einjähriges Überarbeitungs- und Konsultationsverfahren unter Beteiligung zahlreicher Akteure – darunter die UEFA, aber auch ihre Mitgliedsverbände, die Europäische Klubvereinigung (ECA), die European Leagues und die Spielergewerkschaft FIFPro Division Europe – vorausging, soll die Standards im europäischen Klubfußball weiter anheben.

Die UEFA ist nun vor allem damit beschäftigt, ihre Mitgliedsverbände bei der Umsetzung der aktuellen Bestimmungen, die auch die Einführung eines Klublizenzierungsverfahrens für den Frauenfußball vorsehen, zu unterstützen und anzuleiten, um die europäische Klubfußballlandschaft in Zukunft weiter zu verbessern und noch besser zu schützen.

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