UEFA bekämpft Spielmanipulationen

UEFA-Präsident Michel Platini und Generalsekretär Gianni Infantino unterstrichen vor dem UEFA-Exekutivkomitee ihre Entschlossenheit, alle Arten von Spielmanipulationen zu bekämpfen.

Donnerstag und Freitag traf sich das UEFA-Exekutivkomitee in Funchal auf Madeira
Donnerstag und Freitag traf sich das UEFA-Exekutivkomitee in Funchal auf Madeira ©UEFA.com

Am zweiten Tag seines Treffens in Funchal, Madeira, erhielt das UEFA-Exekutivkomitee eine Übersicht über die aktuelle Situation bezüglich möglicher Wett-Skandale bei Spielen in ganz Europa. Derzeit laufen ja umfangreiche Ermittlungen in Europa und vor allem in Deutschland.

Frühwarnsystem
Das Exekutivkomitee erhielt dazu Informationen vom UEFA-Frühwarnsystem, das rund 29 000 Spiele aus ganz Europa unter die Lupe genommen hat, darunter alle UEFA-Begegnungen sowie alle Spiele der ersten und zweiten Ligen und Pokalwettbewerbe der 53 Mitgliedsverbände.

Entschlossenheit der UEFA
UEFA-Präsident Michel Platini und Generalsekretär Gianni Infantino unterstrichen gemeinsam die Entschlossenheit der UEFA, Wett-Betrügereien und Spielabsprachen zu bekämpfen. "Wenn wir die Ergebnisse der Spiele schon kennen, bevor sie angepfiffen werden, können wir einpacken", sagte Platini. "Kinder würden aufhören, Fußball zu spielen und die Menschen würden nicht mehr in die Stadien gehen. Wir werden alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um diese Betrüger zu bekämpfen."

Große Herausforderung
"Wir haben ein Frühwarnsystem installiert, das den Wettmarkt in der ganzen Welt 24 Stunden am Tag beobachtet, sieben Tage die Woche und 365 Tage im Jahr", fügte Infantino an. "Wir werden jeden aufs härteste bestrafen, der die Ergebnisse von Spielen manipuliert. Wir haben mit Polizei-Behörden zusammengearbeitet, um sicher zu stellen, dass diese kriminellen Aktivitäten nicht hingenommen werden und dass dieses Krebsgeschwür ausgelöscht wird, bevor es diesem Sport zu großen Schaden zufügt. Es ist eine große Herausforderung, aber wir sind bereit."

Neue UEFA-Service-Firma
Neben weiteren Themen hat das UEFA-Exekutivkomitee auch die Gründung einer neuen UEFA-Service-Firma namens UEFA Events SA beschlossen. Dieses Unternehmen ist eine hundertprozentige Tochterfirma der UEFA und soll alle kommerziellen Aspekte bei großen UEFA-Veranstaltungen behandeln. Das UEFA-Exekutivkomitee hatte schon beim letzten Treffen im September in Nyon David Taylor zum Vorsitzenden der neuen Firma bestimmt.

Entscheidungen am Donnerstag
Schon am Donnerstag wurden einige weitere Entscheidungen getroffen, mehr dazu hier. Das nächste Treffen des UEFA-Exekutivkomitees findet am 28. und 29. Januar 2010 in Valletta, Malta, statt.

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