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Frankreich trauert um Robert Herbin

Robert Herbin, der Saint-Étienne 1976 ins Endspiel des Pokals der europäischen Landesmeister führte, ist am Montag im Alter von 81 Jahren verstorben.

Robert Herbin wurde als Spieler und Trainer von Saint-Étienne insgesamt neun Mal französischer Meister.
Robert Herbin wurde als Spieler und Trainer von Saint-Étienne insgesamt neun Mal französischer Meister. ©AFP

Robert Herbin, der ehemalige Mittelfeldakteur der AS Saint-Étienne und französische Nationalspieler, ist im Alter von 81 Jahren verstorben.

Herbin war eine der legendärsten Figuren in der goldenen Ära von „Les Verts“, deren größter Erfolg der Einzug ins Meisterpokal-Finale war, das am 12. Mai 1976 in Glasgow gegen Bayern München knapp mit 0:1 verloren ging. Wenngleich er den begehrten Henkelpott nie hochstemmen durfte, prägte Herbin die Historie der Grünen und die französische Trainergilde wie kaum ein anderer. 1972 übernahm er im Alter von 33 Jahren die Leitung von Saint-Étienne und stand insgesamt 637 Mal an der Seitenlinie des Vereins – eine bis heute unübertroffene Zahl.

In seiner ersten, elf Jahre dauernden Amtszeit wurde die „Sphinx“, wie er aufgrund seines stoischen Gesichtsausdrucks während den Spielen genannt wurde, viermal Meister und dreimal Pokalsieger und avancierte zum erfolgreichsten Trainer des Klubs. Nachdem er 1957 von Cavigal de Nice zum Verein gestoßen war, erreichte Robert Herbin auch als Spieler Legendenstatus bei der ASSE, für die er in 492 Partien 98 Tore schoss und mit der er fünf Meistertitel und drei Pokalsiege errang.

„Das ,Peuple Vert‘ [Volk der Grünen] ist heute in Trauer“, sagte ASSE-Aufsichtsratspräsident Roland Romeyer. „Es ist eine für alle Liebhaber des französischen Fußballs bedrückende Nachricht.“ ASSE-Präsident Bernard Caïazzo fügte hinzu: „Er hat uns die Überzeugung eingeimpft, dass das Wort ,unmöglich‘ im Fußball nicht existiert. So konnte die ASSE in den 1970er-Jahren die größten Mannschaften Europas schlagen. Seine größte Leistung war, dass er eine Stadt und ein ganzes Land hinter seiner Mannschaft vereinte.“

Herbin spielte zwischen 1960 und 1968 23 Mal für Frankreich und erzielte für sein Land drei Tore. Er gehörte dem Team an, das sich in der ersten Ausgabe der UEFA-Fußball-Europameisterschaft für die Endrunde qualifizierte, die 1960 mit vier Mannschaften in Frankreich ausgetragen wurde.

„Robert Herbin war eine Legende in Saint-Étienne und eine Symbolfigur unseres Sports. Seine Trophäensammlung als Spieler und Trainer von Les Verts prägte eine ganze Fußballgeneration, für die er ein leuchtendes Vorbild war“, sagte der französische Verbandspräsident Noël Le Graët.

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