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Französischer Fußball trauert um Trainerlegende Hidalgo

Michel Hidalgo, der Frankreich 1984 zum Europameistertitel geführt hatte, ist im Alter von 87 Jahren verstorben.

Michel Hidalgo (Frankreich).
Michel Hidalgo (Frankreich). ©Getty Images

Der ehemalige französische Nationalcoach Michel Hidalgo ist am Donnerstagnachmittag in Marseille verstorben, vier Tage nach seinem 87. Geburtstag. Er betreute die Equipe Tricolore von 1976 bis 1984 und wurde 1984 mit einer goldenen Generation französischer Fußballer auf heimischem Boden Europameister – dies war der erste große Titel für Frankreich.

„Michel Hidalgo ist einer der größten Namen des französischen Fußballs“, sagte der Präsident des Französischen Fußballverbands (FFF), Noël Le Graët. „Durch seine Spielphilosophie, seine Persönlichkeit und seine unvergleichliche Leidenschaft hat er unseren Sport auf internationaler Ebene geprägt und zu dessen Popularität in Frankreich beigetragen. Er hat uns unbeschreibliche Emotionen beschert, die wir nie vergessen werden.“

Michel Hidalgo feiert mit seiner Mannschaft den EM-Titel.
Michel Hidalgo feiert mit seiner Mannschaft den EM-Titel.©Getty Images

Nach der Niederlage gegen die BR Deutschland im WM-Halbfinale 1982 meldete sich Hidalgos spielstarke Mannschaft zwei Jahre später unter einem groß aufspielenden Michel Platini auf eindrucksvolle Weise zurück. Frankreich gewann alle drei Gruppenspiele, besiegte im Halbfinale Portugal in der Verlängerung und setzte sich im Endspiel mit einer abgeklärten Leistung gegen Spanien durch.

Nach diesem Triumph übernahm sein Assistent Henri Michel das Amt des Nationaltrainers, doch Michel Hidalgo wird für immer einen bedeutenden Platz in der französischen Fußballhistorie innehaben als Architekt des „Carré magique“ (magisches Quadrat), das Vierermittelfeld um Michel Platini, Alain Giresse, Jean Tigana und Luis Fernández, das die Fußballwelt mit seinem äußerst kreativen Spiel begeisterte.

Hidalgo war in seiner aktiven Zeit selber Mittelfeldspieler, zunächst bei Le Havre und danach bei Stade Reims; mit dem Verein aus dem Nordosten Frankreichs stand er 1956 im Finale der ersten Ausgabe des Pokals der europäischen Meistervereine und erzielte bei der 3:4-Niederlage gegen Real Madrid ein Tor. Später gewann er mit Monaco zwei französische Meistertitel und wurde zweimal Pokalsieger. Jedoch wurde er nur einmal für die Nationalmannschaft aufgeboten (1962).

Nachdem er seine Spielerkarriere beendet hatte, war er für die nationale Spielergewerkschaft tätig, bevor er 1976 den Posten des Nationaltrainers übernahm; zuvor war er Assistent seines Vorgängers Stefan Kovacs gewesen. Nach der EM-Endrunde 1984 wurde er technischer Leiter der französischen Nationalelf und übernahm später eine ähnliche Funktion bei Olympique Marseille, bevor er in den Medienbereich wechselte.

Michel Hidalgo, der als Sohn spanischer Einwanderer im Norden Frankreichs geboren wurde, verbrachte seinen Lebensabend im Süden des Landes. Vom Tod seines Freundes Raymond Kopa 2017, einer weiteren Legende des französischen Fußballs, war er tief betroffen; Hidalgo verstarb im Beisein seiner engsten Angehörigen und Freunde.

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