Aleksander Čeferin zu Besuch in Belarus

UEFA-Präsident Aleksander Čeferin hat bei einem Besuch in Belarus die Unterstützung des europäischen Dachverbands im Hinblick auf die Erreichung eines neuen Niveaus bei der Entwicklung des belarussischen Fußballs zugesagt.

Aleksander Čeferin im Gespräch mit dem Präsidenten der Republik Belarus, Alexander Lukaschenko (Foto: president.gov.by).
Aleksander Čeferin im Gespräch mit dem Präsidenten der Republik Belarus, Alexander Lukaschenko (Foto: president.gov.by). ©BFF

Bei einem zweitägigen Besuch in Belarus kam UEFA-Präsident Aleksander Čeferin mit Staatspräsident Alexander Lukaschenko zu einem Arbeitstreffen im Palast der Unabhängigkeit in der Hauptstadt Minsk zusammen, bevor er sich auch mit hochrangigen Vertretern des Belarussischen Fußballverbands (ABFF) traf.

In dem Gespräch mit dem Staatspräsidenten ging es um eine breite Palette an Themen, wobei im Mittelpunkt der Ausbau der Fußballinfrastruktur in dem osteuropäischen Land stand. „Wir haben gute, professionelle Beziehungen mit dem Verband“, so der UEFA-Präsident. „Wir pflegen ein freundschaftliches Verhältnis, das ist wichtig. Ich freue mich zu sehen, dass der Sport in Belarus eine so große Unterstützung erfährt, und besonders froh macht mich das für den Fußball.“

Es war der erste offizielle Besuch von Aleksander Čeferin als UEFA-Präsident in Belarus, und Alexander Lukaschenko freute sich über die Gelegenheit, mit ihm über fußballerische Angelegenheiten zu sprechen. „Wir hoffen, unsere Beziehungen ausbauen zu können“, erklärte Alexander Lukaschenko im Anschluss an das Treffen.

Anschließend traf sich der UEFA-Präsident mit ABFF-Präsident Wladimir Basanow im Haus des belarussischen Fußballs. Neben Fragen der Infrastruktur und der Weiterentwicklung des Junioren- und des Breitenfußballs wurde auch über die Unterstützung der UEFA für Belarus im Rahmen des HatTrick-Programms sowie die Zusammenarbeit im Rahmen des UEFA-GROW-Programms, das die Förderung der europäischen Nationalverbände und die Maximierung ihres Potenzials zum Ziel hat, gesprochen. „Es besteht Bedarf an Investitionen in die Nachwuchsförderung und die Infrastruktur, und die UEFA wird helfen, wo immer dies nötig ist“, versprach der UEFA-Präsident, nach dessen Worten Anreize zur Fußballentwicklung es dem Land ermöglichen werden, ein neues Niveau zu erreichen.

„Ich freue mich, Aleksander Čeferin und seine Kollegen in Belarus begrüßen zu dürfen“, sagte Wladimir Basanow. „Der [UEFA]-Präsident hat 55 Verbände, die er allesamt besuchen muss, um zu schauen, wie die Dinge stehen, und wenn nötig zu helfen – und er hilft uns sehr.“

Im Rahmen des GROW-Programms wurde gemeinsam mit der ABFF ein Plan für öffentliche Angelegenheiten entwickelt mit dem Ziel, eine strategische Beziehung zu staatlichen und städtischen Behörden aufzubauen. Daneben wurden ebenfalls über GROW sowie über das UEFA-Breitenfußballprogramm Kurse für Breitenfußballtrainer finanziert und es besteht eine Kooperation für ein Pilotprojekt zur Vereinsentwicklung, bei dem in Zusammenarbeit mit verschiedenen Klubs Fußballangebote für Kinder und Jugendliche geschaffen werden. Ein sichtbares Ergebnis der Förderung über das UEFA-HatTrick-Programm stellt der von der UEFA mitfinanzierte Bau eines erstklassigen Trainingszentrums für die belarussischen Nationalmannschaften dar.

Im Juni fand in Minsk die jüngste UEFA-Breitenfußball-Konferenz statt. Zudem wurde 2018 ein einjähriges Gemeinschaftsprojekt auf den Weg gebracht, das unter anderem auf die Weiterentwicklung der Breitenfußballaktivitäten in Belarus und die Erhöhung der Teilnehmerzahlen abzielt.

Seit 2014 läuft ferner im Rahmen des UEFA-Elitejunioren-Förderprogramms ein Pilotprojekt zur Förderung von Nachwuchstalenten, an dem neben Belarus mit Armenien, Georgien und Nordmazedonien drei weitere Nationalverbände beteiligt sind. All diese Verbände erhalten von der UEFA finanzielle Unterstützung, die zur Deckung der Kosten einer Fußballakademie für U14/U15-Spieler, zum Aufbau technischer Programme und zur Verbesserung der Trainingsstandards beitragen soll.

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