Italienische Schiedsrichterinnen zum UEFA-Superpokal eingeladen

Die UEFA hat die beiden italienischen Schiedsrichterinnen Annalisa Moccia und Giulia Nicastro zum UEFA-Superpokal zwischen Liverpool und Chelsea am Mittwoch in Istanbul eingeladen. Die beiden Referees waren bei Spielen in der jüngeren Vergangenheit Opfer sexistischen Verhaltens geworden.

Die Schiedsrichterinnen Annalisa Moccia und Giulia Nicastro.
Die Schiedsrichterinnen Annalisa Moccia und Giulia Nicastro. ©FIGC

Die UEFA hat zwei italienische Schiedsrichterinnen, die bei Spielen in der jüngeren Vergangenheit Opfer sexistischen Verhaltens geworden waren, zum UEFA-Superpokal zwischen Liverpool und Chelsea am Mittwoch in Istanbul eingeladen.

Annalisa Moccia und Giulia Nicastro standen als Schiedsrichterassistentin und Schiedsrichterin bei Spielen in der nationalen Liga im Einsatz, als ein Fernsehkommentator und ein Spieler sexistische Verhaltensweisen und Bemerkungen an den Tag legten.

Die UEFA lud die beiden Unparteiischen ein, beim Auftakt der neuen europäischen Klubwettbewerbssaison im Beşiktaş Park alle italienischen Schiedsrichterinnen zu vertreten.

„Wir verurteilen jegliche Art von Sexismus, Diskriminierung, herabwürdigendem oder missbräuchlichem Verhalten gegenüber weiblichen Unparteiischen auf Schärfste. Den Schiedsrichterinnen gebührt der höchste Respekt für ihren wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Frauenfußballs sowie zum Wachstum des Fußballs in Europa im Allgemeinen“, erklärte UEFA-Präsident Aleksander Čeferin. „Die UEFA freut sich, Annalisa Moccia und Giulia Nicastro zum UEFA-Superpokal nach Istanbul einzuladen“, so Čeferin weiter.

In der Türkei wird Geschichte geschrieben werden. Der UEFA-Superpokal wird von der französischen Schiedsrichterin Stéphanie Frappart gepfiffen – erstmals wird somit eine Frau ein bedeutendes UEFA-Wettbewerbsspiel der Männer leiten.

Die italienischen Schiedsrichtervereinigung (AIA) begrüßte die Einladung der UEFA für die beiden Unparteiischen aus Italien. In einer offiziellen Mitteilung ist zu lesen: „Präsident Marcello Nicchi möchte dem [UEFA]-Präsidenten Aleksander Čeferin seinen Dank für diese lobenswerte Initiative sowie sein Feingefühl in dieser Situation aussprechen.“

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