Kompetenzzentrum

Das UEFA-Kompetenzzentrum wurde 2017 mit dem Hauptziel geschaffen, den Entscheidungsträgern Grundlagen bereitzustellen, um sachkundiger urteilen und entscheiden zu können.

Das Kompetenzzentrum zeichnet für den Benchmarking-Bericht zur Klublizenzierung verantwortlich.
Das Kompetenzzentrum zeichnet für den Benchmarking-Bericht zur Klublizenzierung verantwortlich. ©UEFA

Das UEFA-Kompetenzzentrum wurde 2017 mit dem Hauptziel geschaffen, den Entscheidungsträgern Grundlagen bereitzustellen, um sachkundiger urteilen und entscheiden zu können. Fußball ist weltweit ein kulturelles Phänomen und der europäische Fußball spielt dabei die Hauptrolle. Die Entscheidungsträger der UEFA wurden damit betraut, den europäischen Fußball durch eine Ära mit beispiellosem globalem Interesse und einem sich hinsichtlich Technologie und Konsumverhalten rasch verändernden Umfeld zu steuern. Während der Sport auf dem Spielfeld im Wesentlichen einfach bleibt, sehen die Gegebenheiten neben dem Spielfeld ganz anders aus.

Das UEFA-Kompetenzzentrum kombiniert Fachwissen mit Data Science, finanziellen und kommerziellen Modellen sowie ökonometrischen Erfahrungen. Es trägt zum Verständnis der Gegenwart bei und bietet einen Blick in die Zukunft und deren Planung, indem die ihm zur Verfügung stehenden Datenmengen in Erkenntnisse umgewandelt werden. Durch den Aufbau und die Vernetzung von Datenbanken, die zahlreiche Bereiche abdecken – von Klub- und Nationalmannschaftsfinanzen zu Klubeigentümerschaften und Ligaformaten, von Transferaktivitäten und sportlichen Ergebnissen zu kommerziellen und Medienrechten, von Stadionprofilen zu Spieler- und Cheftrainerdaten aus allen 55 UEFA-Mitgliedsverbänden und darüber hinaus, – erfüllt das Kompetenzzentrum das Ziel der UEFA, über die größte Forschungseinrichtung im Fußball zu verfügen.

Indem die UEFA die Analysen intern vornimmt statt sie auszulagern, kann sie in vollem Umfang von diesem strategischen Wissen profitieren und im Umgang mit Forschungsprojekten und bei der Bewertung von alternativen Ansätzen extrem flexibel sein. Die UEFA ist nun besser in der Lage, Einblicke zu liefern, mögliche Konsequenzen von Entscheidungen zu simulieren, Herausforderungen in den richtigen Kontext zu stellen und strategische Optionen zu erarbeiten – und somit die Entscheidungsfindung zu verbessern und getroffene Entscheidungen besser zu kommunizieren.

Der 125-seitige Bericht „Die europäische Klubfußballlandschaft“ bietet einen Vorgeschmack auf einige dieser Forschungsbereiche und gibt wichtige Einblicke in die Zukunftsperspektiven des europäischen Klubfußballs. Interessenträger stützen sich bei der Bewertung der Klubfinanzen stark darauf ab.

Das Kompetenzzentrum überwacht auch einen weiteren sehr heiklen Bereich, nämlich das Gleichgewicht in nationalen und internationalen Fußballwettbewerben. Die statistische Auswertung hunderttausender Spiele und der Entwicklung der nationalen Meisterschaften in Europa in den letzten Jahrzehnten in Kombination mit objektiven Informationen wie der finanziellen Stärke teilnehmender Mannschaften, ermöglichen die Erstellung eines ausgewogenen und nuancierten Bildes dieses komplexen und facettenreichen Bereichs.

Die Entscheidung des UEFA-Exekutivkomitees, das Kompetenzzentrum zu gründen, wird der UEFA bestimmt dabei helfen, die einzigartige Datenbank an Wissen und Erfahrung, die der Dachverband in den letzten Jahren im Rahmen der Organisation einiger der weltweit erfolgreichsten Sportveranstaltungen aufgebaut hat, zu ihren Gunsten zu nutzen. Es ist ein wichtiger Schritt, damit die UEFA auch innerhalb einer veränderten fußballerischen und gesellschaftlichen Landschaft eine vorausschauende, innovative und kooperative Organisation bleibt.

 

 

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