Schiedsrichter im Einsatz bei der Futsal EURO

Der englische Schiedsrichter Mark Birkett spricht mit UEFA.com über die hektischen, aber unvergesslichen Einsätze der Unparteiischen während der UEFA Futsal EURO 2014.

Mark Birkett (Zweiter von rechts) und sein Schiedsrichterteam führen Russland und die Niederlande zum Eröffnungsspiel
Mark Birkett (Zweiter von rechts) und sein Schiedsrichterteam führen Russland und die Niederlande zum Eröffnungsspiel ©Sportsfile

Die erste Woche der UEFA Futsal EURO 2014 in Antwerpen war für alle Beteiligten eine hektische Angelegenheit - gerade für die Schiedsrichter.

"Diese Endrunde verlangt einem alles ab, bis Sonntag war ich in fünf Spielen an sechs Tagen im Einsatz", sagte der englische Unparteiische Mark Birkett gegenüber UEFA.com. "Seit meiner Ankunft hier hatte ich nur einen Tag frei. Während der Spiele wird man körperlich natürlich sehr gefordert, im Allgemeinen sind aber auch die mentalen Ansprüche sehr hoch. Die Anforderungen sind sehr hoch, aber die Arbeit hier macht auch wirklich viel Spaß."

Birkett ist einer von 16 Schiedsrichtern aus ebenso vielen Nationen, die die Spiele bei der Endrunde leiten. "Dieses Turnier war bislang eine großartige Erfahrung", sagte Birkett, der bereits bei der UEFA Futsal EURO 2012 in Kroatien im Einsatz war. "Es gab einige sehr gute und anspruchsvolle Spiele bei dieser Endrunde. Das Turnier ist großartig organisiert und macht allen Beteiligten größten Spaß."

Die Schiedsrichter bei dieser Endrunde wohnen allesamt auf der selben Etage des Turnierhotels und haben die Möglichkeit sich regelmäßig auszutauschen: "Wir sind hier in einem Camp und können über alle Geschehnisse auf und neben dem Platz miteinander sprechen. Das ist eine sehr gute Sache für uns alle. Man lernt sich auch als Mensch untereinander besser kennen."

"Wir alle agieren hier als Einheit - das gilt für die Meetings und auch für die Spiele. Auch die Trainingseinheiten sind speziell abgestimmt, wir bereiten uns körperlich aber auch mental auf die Herausforderungen dieser Endrunde vor. Dank dieser Vorbereitung sind wir in der Lage, bestmögliche Leistungen bei den Spielen abzurufen."

Eine Neuerung bei dieser Endrunde waren die Treffen zwischen den vier Schiedsrichter-Ausbildern der Endrunde und den Schiedsrichterteams vor Beginn des Turniers. Ausbilder Pedro Galán Nieto aus Spanien sagte: "Im November hat die UEFA einen Kurs mit allen Schiedsrichtern ausgerichtet, damit man sich über Themen wie Regelkunde austauschen konnte. Die Infos die dort an die Unparteiischen gingen, bekamen auch die Spieler."

Birkett fügte hinzu: "Das war eine sehr große Hilfe und hat die Vorbereitung auf das Turnier auf jeden Fall verbessert. Die Futsal-Familie ist ohnehin eng verbunden und wir alle waren dankbar für diese Gelegenheit. Wir wollen alle das Spiel immer weiter nach vorne bringen."

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