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Italien: Vereint durch dieselben Farben

Der Italienische Fußballverband (FIGC), in Zusammenarbeit mit den anderen Interessenträgern des italienischen Fußballs, hat eine äußerst originelle Initiative gegen Diskriminierung unter dem Namen #unitidaglistessicolori (Vereint durch dieselben Farben) erdacht.

FIGC

Ethnische Besonderheiten gehen meist auf einen gemeinsamen Ursprung zurück – so handelt es sich bei unserer Hautfarbe schlicht um unterschiedliche Kombinationen der Grundfarben Gelb, Rot, Blau und Schwarz. Ausgehend von dieser Erkenntnis hat der Italienische Fußballverband (FIGC) in Zusammenarbeit mit den anderen Interessenträgern des italienischen Fußballs eine äußerst originelle Initiative gegen Diskriminierung unter dem Namen #unitidaglistessicolori (Vereint durch dieselben Farben) erdacht, deren Auftakt am 24. März über die Bühne ging.

Botschafter der Kampagne sind Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen der Fußballgemeinschaft: Spielerinnen und Spieler, Coaches und Führungskräfte. #unitidaglistessicolori ist das Ergebnis der neu geschaffenen und durch die UEFA-HatTrick-Anreizzahlungen für Maßnahmen im Bereich Fußball und soziale Verantwortung finanzierten FIGC-Arbeitsgruppe gegen Diskriminierung.

Der Arbeitsgruppe gehören Vertreter der verschiedenen im Verbandsrat der FIGC repräsentierten Organismen an, nämlich die drei Profiligen Serie A, Serie B und Lega Pro sowie die Amateurliga (LND), die italienische Spielergewerkschaft (AIC), der italienische Schiedsrichter- (AIA) und Trainerverband (AIAC), sowie die FIGC-Abteilungen für Jugend- und Schulsport, für technische Fragen, für Frauenfußball sowie für paralympischen und experimentellen Fußball.

Projekt gegen Diskriminierung

Erstmals haben sich alle Parteien zusammengetan, um ein Projekt gegen Diskriminierung zu entwickeln und umzusetzen. Die Aktivitäten im Rahmen der Initiative erstrecken sich über das gesamte Jahr 2022. Nach dem Startschuss während der Länderspielwoche im März standen auch rund um den Saisonabschluss im Frühsommer Veranstaltungen an.

So nahmen einige der Botschafter zusammen mit Vertretern des Trainerverbands (AIAC) an einer Debatte im Rahmen einer Trainerkonferenz unter dem Motto „The Coach experience“ (Trainererfahrungen) teil, bei der vom 26.-28. Mai in Rimini Erfahrungen ausgetauscht, neue Ziele gesetzt und mögliche Maßnahmen gegen Diskriminierung herausgearbeitet wurden.

Die Hauptevents waren indessen bei den Breitenfußball-Festivals und den Endphasen der Juniorinnenund Juniorenmeisterschaften geplant, welche die Jugend- und Schulsportabteilung in Coverciano bei Florenz, Turin, Verona, Bari und Ascoli durchführte und an denen insgesamt 1 000 Nachwuchssportlerinnen und -sportler teilnahmen, neben über 2 500 Zuschauerinnen und Zuschauern, die Informationsveranstaltungen und interaktiven Aktivitäten auf dem Spielfeld und in den sozialen Medien beiwohnten. Dasselbe Programm war auch beim Saisonhöhepunkt der Abteilung für paralympischen und experimentellen Fußball in Novara sowie im Olympiavorbereitungszentrum Giulio Onesti in Rom vorgesehen, wo eine lebhafte Beteiligung seitens der Aktiven und des Publikums registriert wurde.

Dieser Artikel stammt ursprünglich aus UEFA Direct Nr. 198