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Abschied von György Szilágyi

Der ehemalige Präsident des Ungarischen Fußballverbands (MLSZ), György Szilágyi, ist im Alter von 92 Jahren gestorben.

György Szilágyi – ein Leben im Dienste des Fußballs.
György Szilágyi – ein Leben im Dienste des Fußballs. MLSZ

Der renommierte Wirtschaftswissenschaftler und Funktionär spielte viele Jahre eine entscheidende Rolle im ungarischen und europäischen Fußball und war 30 Jahre lang ein angesehenes Mitglied verschiedener UEFA-Kommissionen.

„Er war für uns nicht nur ein engagierter Kollege, sondern auch ein guter Freund“, so MLSZ-Generalsekretär Márton Vági. „Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei seiner Familie und seinen Freunden.“

Experte für Fußballrecht

György Szilágyi startete seine Karriere als Schiedsrichter 1948 und engagierte sich auch rasch im Ausbildungsbereich des MLSZ in Budapest.

1964 wurde er Ausbildungsleiter der MLSZ-Schiedsrichterkommission und zwei Jahre später begann er, die FIFA zu Spielregeln und zum Schiedsrichterwesen zu beraten. Dank seiner Fachkompetenz und Sprachkenntnisse konnten die internationalen Spielregeln ins Ungarische übersetzt werden, und Generationen von Unparteiischen lernten ihr Handwerk aus zahlreichen von ihm verfassten Büchern.

Von 1989 bis 1999 gehörte Szilágyi dem Exekutivkomitee des MLSZ an. Er war Vorsitzender des Pokal- und des Internationalen Komitees und vertrat den Verband auch international.

Langjähriges UEFA-Kommissionsmitglied

Szilágyi spielte über viele Jahre auch eine wichtige Rolle bei den Aktivitäten der UEFA. Von 1972 bis 1974 gehörte er der UEFA-Schiedsrichterkommission an und diente der UEFA weiter mit großem Engagement als Mitglied des Berufungssenats (1980-1982) sowie als langjähriges Mitglied der Juniorenkommission (1982-2000) und der Fairplay-Kommission (1990-2002). Dabei trug er entscheidend zur Entwicklung des Fairplay-Bewertungssystems der UEFA bei.

Szilágyi war eine angesehene Persönlichkeit in verschiedenen Bereichen und arbeitete von 1986 bis 1990 für die Vereinten Nationen. Er hielt regelmäßig Vorträge für den MLSZ und das ungarische Olympische Komitee über die Bedeutung von Fairplay.

1999 wurde er auf Lebenszeit zum Ehrenpräsidenten des Ungarischen Fußballverbands gewählt.